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IBD beim Hund – erkennen und behandeln

Blogbeitrag: IBD beim Hund - erkennen und behandeln

INHALTSVERZEICHNIS

Alle wichtigen Fakten zum Thema IBD

IBD – was bedeutet das?

IBD ist eine chronische Darmentz√ľndung beim Hund.
IBD steht dabei f√ľr den englischen Namen ‚ÄěInflammatory Bowl Disease‚Äú.¬†

Die Erkrankung IBD wird oft mit der beim Menschen bekannten Krankheit Mobus Crohn oder Colitis ulcerosa verglichen. Beides chronische Entz√ľndungen im Magen-Darm-Trakt.¬†

Sowohl bei der IBD, als auch bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, sind die Symptome fast gleich. 

Die Erkrankung mit IBD verl√§uft in Sch√ľben. Sie kann den gesamten Verdauungstrakt vom Magen bis zum Dickdarm betreffen.
Meist sind der letzte Abschnitt des D√ľnndarms und der √úbergang zum Dickdarm betroffen.¬†

Von Hund zu Hund verl√§uft eine IBD sehr unterschiedlich schwer. Bei einem ung√ľnstigen Verlauf bilden sich Geschw√ľre, Engstellen (Stenzen) und / oder Fisteln zu anderen Organen.¬†

Die Lebensqualität des betroffenen Hundes ist dabei stark eingeschränkt. 

Auf diese Anzeichen solltest du achten

Im D√ľnndarm werden beim Hund die N√§hrstoffe verwertet. Durch die Entz√ľndung im Darm ist dieser permanent gereizt und es kommt zu einer Anschwellung der Darmschleimhaut. So kann der Hund die N√§hrstoffe nicht mehr ausreichend aufnehmen. Zu den typischen Symptomen einer IBD geh√∂ren wiederkehrende Durchf√§lle und Erbrechen, ebenso wie starke Bl√§hungen.
Dabei leidet der Hund unter heftigen Bauchschmerzen. Oftmals wird beim erkrankten Hund das Fell d√ľnner und sein Kot kann Schleim und Blut aufweisen.
Die Folge ist, der Hund verliert stark an Gewicht und ist erschöpft. 

Die Verdauungsorgane

Magen und D√ľnndarm

Der Speisebrei gelangt √ľber die Speiser√∂hre in den Magen. Dort wird er mit ersten Enzymen versetzt. Ist ein gewisser F√ľlldruck im Magen erreicht, √∂ffnet sich der Magenausgang und der Nahrungsbrei wird, in sehr kleinen Mengen, in den D√ľnndarm weitertransportiert. Daher dauert es eine ganze Weile, bis der Magen tats√§chlich entleert ist.¬†

Die Darmgesundheit ist daher auch so wichtig, weil ein gro√üer Teil der Verdauung erst im D√ľnndarm stattfindet.¬†

Gallenblase, Bauchspeicheldr√ľse und Leber

Im D√ľnndarm kommen Verdauungsenzyme aus der Gallenblase und der Bauchspeicheldr√ľse hinzu. Sie sind f√ľr den Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Eiwei√üen verantwortlich.¬†

Die Leber ist das Entgiftungsorgan. Ihr Job ist die Blutbildung, ebenso wie die Produktion und Speicherung von Vitaminen.

Dickdarm

Die √ľbrig gebliebenen Nahrungsreste gelangen schlie√ülich in den Dickdarm. Hier nimmt der Organismus Salze, wasserl√∂sliche Vitamine und essentielle Fetts√§uren auf. Doch vor allem wird dem Nahrungsbrei im Dickdarm das Wasser entzogen.¬†

So wird schnell klar, wie wichtig die Darmgesundheit ist. Denn ist der Darm krank, können wichtige Nährstoffe und Vitamine vom Körper nicht mehr oder nur noch teilweise aufgenommen werden. Ebenso kommt der Wasserhaushalt durcheinander. Durch all das wird das Immunsystem geschwächt und es kann schnell zu weiteren Erkrankungen kommen. 

M√∂gliche Ursachen der Darmentz√ľndung IBD

Die mögliche Ursache warum Hunde an IBD erkranken ist nach wie vor unklar.
Am h√§ufigsten tritt IBD bei mittelalten Tieren auf, auch wenn j√ľngere Tiere betroffen sein k√∂nnen.¬†

Generell wird angenommen, dass das Immunsystem des Hundes chronisch stimuliert wird.
Damit ist der Hauptgrund ein √ľberschie√üendes Immunsystem.

Diese Gr√ľnde k√∂nnen vielf√§ltig sein, etwa:

  • Allergie auf Futterproteine
  • entz√ľndliche Produkte von Bakterien, die normalerweise im Magendarmtrakt vorkommen (Ungleichgewicht der Darmbakterien)
  • ein grunds√§tzliches Problem des Immunsystems
  • Parasiten

Gleichzeitig kann es immer auch eine Kombination dieser unterschiedlichen Ursachen sein, die zu einer IBD f√ľhren.¬†

Man vermutet auch, dass es eine genetische Disposition sein könnte.
Denn es gibt Hunderassen bei denen die IBD häufiger auftritt
Dazu gehören:

  • ¬†Australian Shepherd
  • Basenji
  • Boxer
  • Deutscher Sch√§ferhund
  • Franz√∂sische Bulldogge
  • Irish Setter
  • Jack Russel Terrier
  • Norwegischer Lundehund
  • Rottweiler
  • Shar-Pei

So sind folgende Prädispositionen,
also die ausgepr√§gte Anf√§lligkeit f√ľr bestimmte Krankheitheiten bekannt f√ľr:

  • immunproliferative Enteropathie;
    eine Enteropathie bezeichnet allgemein eine Erkrankung des Darms mit Beteiligung des Immunsystems, bekannt beim Basnji und Norwegischen Lundehund
  • glutensensitive Enteropathie; Z√∂liakie beim Irish Setter
  • eosinophile Enterokolitis beim Deutscher Sch√§ferhund, Char Bei, Rottweiler;
    hierbei wird die chronisch-entz√ľndliche Darmerkrankung durch sogenannte eosinophile Granulozyten ausgel√∂st, einer Unterart der wei√üen Blutzellen.¬†
  • histiozyt√§re ulzerative Kolitis (HUC) vor allem beim Boxer.
    Französische Bulldogge, Mastiff, Alaskan Malamut und der Dobermann sind nur sporadisch betroffen.

Mögliche weitere Ursachen von denen man annimmt, dass sie in Zusammenhang mit einer IBD stehen, sind, wie schon beschrieben, daher:

  • Fehlbesiedlung des Darms bzw. krankhafte Ver√§nderung der Magen-Darm-Flora (Dysbakterie) oder bakterielle √úberwucherung der entz√ľndeten Darmwand mit pathologenen Bakterien
  • Futtermittelallergie und allergische Reaktionen
    – hier ist das Immunsystem beteiligt
  • Futterunvertr√§glichkeit
    Рhier beschränkt sich die körperliche Reaktion auf eine Störung des Verdauungsprozesses, gegen bestimme Inhaltsstoffe im Hundefutter, wie z.b. Zusatzstoffe bzw. Konservierungsmittel, aber auch Milchproteine und Gluten 
  • Parasitenbefall (Campylobacter, Salmonellen, Giardien und W√ľrmer)

Sicher ist, dass es sich bei der IBD um eine Autoimmunreaktion der Darmschleimhaut handelt. 

√Ąngstliche Hunde haben h√§ufiger IBD

Da gerade sensible, √§ngstliche bzw. schreckhafte Hunde h√§ufiger von IBD betroffen sind, geht man davon aus, da√ü auch psychische Komponenten, wie Stress ein Ausl√∂ser f√ľr IBD sein k√∂nnen.¬†

Mit viel Stress, geht immer auch ein hoher Cortisonspiegel bzw. ein hoher Adrenalinspiegel einher. Dies stellt f√ľr die Verdauungsorgane stets eine hohe Belastung dar.
Gleichzeitig wird diese Erkrankungen immer von Schmerzen begleitet, ebenso wie möglicherweise anderen chronischen Erkrankungen. 

– Auch Schmerzen machen Stress. –

Auffällig häufig sind auch Tierheim- bzw. Auslandshunde betroffen. Auch bei diesen Hunden geht man von einem hohen Stresspegel aus, der Einfluss auf den Ausbruch der Erkrankung nimmt. 

Ebenso wie auflällig viele helle Hunde betroffen sind. 

Au√üerdem sind h√§ufig Hunde betroffen, die von sogenannten Vermehren stammen oder Welpen, bei denen schon die Mutterh√ľndin unter hohem Stress stand.¬†

Psychische Folgen einer IBD 

Vielfach ver√§ndert sich die Psyche des Hundes unter einer IBD. Betroffene Hunde entwickeln h√§ufig √Ąngste und Phobien. Hatte der betroffene Hund bereits psychische Probleme, treten sie jetzt noch deutlicher und √∂fter zu Tage. Gleichzeitig sind viele Hunde √ľberaus nerv√∂s.

Durch den Stress der langen und schweren Krankheit, ebenso wie den damit verbundenen Schmerzen, reagiert der Körper mit einem erhöhten Cortisonspiegel.
Cortison ist ein Hormon, was das Verhalten des Hundes verändert. 

IBD und mögliche Folgeerkrankungen 

Hunde die an einer IBD erkrankt sind, erkranken oftmals auch an einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung.¬†

Wie schon erl√§utert, liefert die Bauchspeicheldr√ľse die Enzyme, die der Hund f√ľr die Verdauung der Nahrung braucht. Ihre Entz√ľndung kann akut lebensbedrohlich sein.
Eine chronische Entz√ľndung f√ľhrt zu Zerst√∂rung der Bauchspeicheldr√ľse und damit zur ungen√ľgenden Verdauung des Nahrungsbreis.

Au√üerdem strahlen die Bauchschmerzen und Bauchkr√§mpfe nach oben zum R√ľcken hin aus.
So entstehen h√§ufig durch die chronischen Schmerzen im Magen und/oder Darm, auch chronische R√ľckenschmerzen.
Dies kann bis zu Veränderungen an der Wirbelsäule gehen.
Daher beobachte in jedem Fall das Gangbild deines Hundes genau und auch die Art und Weise wie er sich insgesamt im Alltag bewegt.

Wichtige Informationen um deine Beobachtungsgabe zu schulen und Ver√§nderungen bei deinem Hund fr√ľhzeitig wahrzunehmen, findest du in unserem Blogbeitrag ‚ÄěDas Hundetagebuch‚Äú, wo es genau um solche Verhaltensver√§nderungen beim Hund geht.¬†

Bei der IBD Erkrankung wird wie beschrieben, die Darmwand durchlässig. Damit ist es dem Darm an bestimmten Passagen nicht mehr möglich Nährstoffe aufzunehmen oder diese entsprechend zu verwerten. So baut der Hund unter einer IBD meist an den Hinterbeinen Muskelmasse, aber auch insgesamt Gewicht ab. 

Stelle deinen Hund daher unbedingt zusätzlich regelmäßig einem Tierphysiotherapeuten oder Tierosteophaten vor, um ihn von ihm mitbehandeln zu lassen. 

HIER kommst du zum Blogbeitrag: „Das Hundetagebuch“

Die Podcast-Folge findest du HIER: ‚ÄěFolge 033: „Das Hundetagebuch“

Das Interview mit der Tierphysiotherapeutin Rachel Krempe,
findest du ‚ÄěHIER‚Äú, in der Folge¬†040.

Die Symptome einer IBD

Wie schon beschrieben, verl√§uft die Krankheit IBD in Sch√ľben. Der Hund kann √ľber l√§ngere Zeit beschwerdefrei sein und es gibt abwechselnd, Phasen mit starken Symptomen. Dabei kann der betroffene Hund gesund wirken, aber auch krank und lethargisch erscheinen. Oftmals wird bei erkrankten Hunden das Fell d√ľnner.¬†

Charakteristisch f√ľr eine IBD sind immer wiederkehrende Durchf√§lle √ľber l√§ngere Zeit, sowie Erbrechen. Der erkrankte Hund zeigt einen vermehrten Drang und eine erh√∂hte Frequenz beim Kotabsatz. Dem Hund ist es kaum m√∂glich den Kot einzuhalten. Dabei werden manchmal nur kleine Mengen Kot abgesetzt.
Die Konsistenz des Kots wird zu Beginn eines neuen Krankheitsschubs weicher, die Form d√ľnner und k√ľrzer. Zun√§chst ist Schleim auf dem Kot zu erkenne, schnell kann der Kot aber auch blutig werden, bis der Hund nur noch schleimig-blutigen Durchfall hat.

Dabei nehmen die Halter ein starkes Gurgeln im Darm bzw. Magengeräusche wahr. Der Hund leidet unter lauten und starken Blähungen, oft verbunden mit schmerzhaften Bauchkrämpfen. 

Liegt der Schwerpunkt einer IBD-Erkrankung eher im Magen-D√ľnndarmbereich, zeigt der Hund auch ein h√§ufiges, w√§ssrig-schleimiges Erbrechen. Der Mageninhalt ist dabei gelblich-gr√ľn.
Der Hund schmatz häufig und hat einen vermehrten Speichelfluss. Manch ein vierbeiniger Patient zeigt ein zwanghaftes Ablecken seiner Pfoten oder auch des Bodens, teils anfallsartig. Die Panik und Hektik die der Hund dabei zeigt, unterscheidet das sogeannnn Licky fit von normalem Lecken. 

Symptome der IBD zusammengefaßt:
* h√§ufiger Kotabsatz, manchmal √ľber 10 Mal t√§glich
* wässriger Durchfall
* schleimiger und/oder blutiger Kot
* laute Darmgeräusche
* Bauchschmerzen (leider beim Hund nicht einfach festzustellen)
* Fieber
* Durchfallmittel zeigen keine Wirkung; stattdessen auffallende Verbesserung bei Cortisongabe
* Gewichtsverlust
* Dehydration (Austrocknung)
* rezidivierendes Erbrechen
* Verweigerung der Nahrung
* immer weniger Futtervarianten werden vertragen
* Hund wirkt oft erschöpft und will sich weniger bewegen
* Symptome zeigen sich in Sch√ľben (wiederkehrend)
* Verhaltensveränderungen: Hund ist anhänglicher, schneller gestresst, ängstlich bis schreckhaft

Da sich die Entz√ľndung der Darmschleimhaut rausch ausbreitet, beg√ľnstigt dies weitere Entz√ľndungen im K√∂rper. So kommt es bei der IBD zu hohem Fieber, was in einer akuten Krankheitsphase auch lebensbedrohlich werden kann.¬†

Eine Heilung der IBD ist nicht m√∂glich. Jedoch kann die Schwere der Erkrankung verringert und die Abst√§nde zwischen den Krankheitssch√ľben verl√§ngert werden.

Vorbereitung des Tierarztbesuches

Bereite deinen Besuch beim Tierarzt unbedingt vor.
Die oben beschriebenen Symptome helfen dir dabei. 

Dazu solltest du dir folgende Fragen stellen und diese schriftlich festhalten:

  • Treten ein oder mehrere der aufgef√ľhrten Symptome bei deinem Hund auf?
  • Wenn du Symptome ausgemacht hast, wie oft in der Woche treten sie auf?¬†
  • Wie stark treten die Symptome auf?
  • F√ľhre genau Buch √ľber Erbrechen und Durchfall.
    Wie oft am Tag / in der Woche?
    Eher kleine Kotmengen oder wie immer?
    Bei Durchfall, mit Blut- oder Schleimbeimengungen?
    Wie sah der Kot aus? W√ľrstchen oder ungeformt?
    War der Kotabsatz f√ľr deinen Hund schmerzhaft?
    Hat dein Hund nächtliche Kotdrang?
  • Zeigt dein Hund Hei√ühunger oder verweigert er sein Futter?
  • Bei Appetitverlust, hat dein Hund abgenommen? Wie hoch ist der Gewichtsverlust?
  • Nimmst du laute Darm- oder Magenger√§usche oder ‚Äěnur‚Äú ein ‚ÄěBauchgrummeln‚Äú wahr?
  • Hast du Verhaltensver√§nderungen bei deinem Hund bemerkt? Ist er schreckhafter oder in sich gekehrter?
  • Gab es solche Phasen schon? Haben sich die Sch√ľbe im Laufe der Zeit verst√§rkt?

All diese Angaben helfen deinem Tierarzt bei der Diagnose.
Je genauer deine Angaben sind, desto exakter ist das Bild, das dein Tierarzt vom Zustand deines Hundes erhält und das wiederum hilft ihm, ihn bestmöglich zu behandeln.

Komplikationen bei einer IBD

Nicht immer wird eine IBD gleich erkannt. Vielfach bleibt sie √ľber lange Zeit unentdeckt.
Dann kommt es zu unterschiedlichen Komplikationen, wie:
* Blutarmut
* Unterernährung
* Austrocknung
* Hypoproteinämie (niedriger Eiweißgehalt im Blut)
* ‚ÄěLeaky-Gut‚Äú-Syndrom (durchl√§ssige Darmwand), dabei gelangen Schadstoffe in den Organismus
* Aszites, eine Fl√ľssigkeitsansammlung im Bauchraum, daher spricht man auch von einer Bauchwassersucht

Diagnose der IBD

IBD wird im Ausschlussverfahren festgestellt.
Damit werden zun√§chst andere m√∂gliche Ursachen f√ľr Erbrechen, Durchfall und wechselnde Stuhlqualit√§t ausgeschlossen.¬†

Denn Erbrechen und auch Durchfall kommen bei Hunden manchmal vor und sind oftmals nicht die Folge einer IBD.

Dazu zählt, der Ausschluss von: 

  • Darmparasiten, wie W√ľrmer und Giardien¬†
  • Magenentz√ľndungen
  • Futtermittelallergie
  • Futtermittelunvertr√§chlichkeit
  • chronische Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse

Um zun√§chst eine Erkrankung der Leber, Niere, der Bauchspeicheldr√ľse oder Schilddr√ľse auszuschlie√üen, wird eine Blut- und Urinuntersuchung durchgef√ľhrt.¬†

Die Blutuntersuchung bei IBD

Dabei wird mit der Blutuntersuchung nach Hinweisen auf spezielle Entz√ľndungsparameter geschaut, die einen Verdacht auf IBD geben k√∂nnten. Ein erh√∂hter Wert des CRP (C-reaktives-Protein), Gehalt 5 ¬Ķg/ml Serum, deutet auf eine Dickdarm-IBD hin. Wo hingegen dieser Wert bei einer IBD des D√ľnndarms meist unauff√§llig ist. Au√üerdem sollten neben den Entz√ľndungswerten auch die Werte von Pankreas, Fols√§ure, Leukozytenzahl und Vitamin B12 bestimmt werden.

Die Urinuntersuchung bei der IBD

Die Urinanalyse sollte m√∂gliche Entz√ľndungswerte, Dysbiose, also ein Ungleichgewicht der Bakterien und ph-Werte beinhalten.¬†

Die Kotuntersuchung bei IBD

Um m√∂gliche Parasiten auszuschlie√üen, wird eine Kotprobe durchgef√ľhrt.
Gleichzeitig sollte eine Kotuntersuchung auf folgende Parameter erfolgen:

  • mikroskopische Nahrungsausnutzung
  • pankreatische Elastase
  • Durchfall-Darmflora-Screening

Die nächsten diagnostischen Schritte können dann Ultraschall oder Röntgen sein. 

Auch wird der Tierarzt eventuell eine rektale Untersuchung durchf√ľhren. Hier schaut er ob der Hund Schmerzen hat, ob die Darmschleimhaut unregelm√§√üig ist und ob er Hinweise auf rektale Polypen oder b√∂sartige Tumore findet. Die rektale Untersuchung wird mit einem Untersuchungshandschuh durchgef√ľhrt. Hier achtet der Tierarzt auf Anhaftungen von frischem Blut oder Schleim.¬†

Sicherheit bringt schließlich eine Darmspiegelung (Koloskopie) mit Biopsie, das heißt, hier werden während der Darmspiegelungen Gewebeproben entnommen.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) beim Hund

Damit der Tierarzt eine gute Sicht auf die Darmwand und eventuelle Ver√§nderung hat, sollte der Hund idealerweise 12 bis 24 Stunden, in Einzelf√§llen auch bis zu 48 Stunden, vor der Darmspiegelung n√ľchtern bleiben. So ist sichergestellt, dass sich wenig Kot im Enddarm befindet.

Meist erh√§lt der Hund am Abend vor der Untersuchung einen gr√ľndlichen Einlauf, sowie am Morgen vor der Untersuchung ein Abf√ľhrmittel.¬†

F√ľr die endoskopische Untersuchung bekommt der Hund dann eine Vollnarkose. Denn After, Darm und Magen sind Bereiche des K√∂rpers, die sehr empfindlich sind. So ist eine schonende Narkose f√ľr den Hund absolut sinnvoll, um den Eingriff f√ľr den Hund stressfrei und gefahrlos durchf√ľhren zu k√∂nnen. So ist ausgeschlossen, da√ü es zu Verletzungen durch Abwehrreaktionen oder Panik kommt.¬†

F√ľr die Untersuchung wird dann eine Inhalationsnarkose durchgef√ľhrt. Hierbei wird √ľber einen Tubus die Atmung genau √ľberwacht und im Notfall eingegriffen.
 
Der Tierarzt f√ľhrt dann ein bewegliches, schlauchartiges Instrument (Endoskop), √ľber den After durch den gesamten Dickdarm, bis in den letzten Teil des D√ľnndarms ein. Mittels einer Lichtquelle und einer Kamera an der Spitze des Instruments werden die Bilder aus dem Inneren des Darms auf einen Monitor √ľbertragen.¬†

Anhand der Bilder beurteilt der Tierarzt die Schleimhaut. Hierbei ist es jetzt besonders wichtig, dass die Darmspiegelung gut vorbereitet ist, inkl. Abf√ľhren, damit kleinste und auch unscheinbare Ver√§nderungen hier nicht durch Kotpartikel verdeckt werden.
W√§hrend der Koloskopie achtet der Veterin√§rmediziner vor allem auf m√∂gliche Auff√§lligkeiten, wie R√∂tungen und Verdickungen. Aber auch Ver√§nderungen wie etwa Polypen, also Ausst√ľlpungen der Darmschleimhaut, Verengungen, Geschw√ľre undTumore. Au√üerdem kann er auch Ver√§nderungen der Darmschleimhaut, wie etwa Anzeichen von Entz√ľndungen so genau erkennen.

Während einer Darmspiegelung kann der Tierarzt gleichzeitig auch Gewebeproben (Biopsien), also einen Teil der inneren Darmschicht, entnehmen. Dazu nutzt er kleine Werkzeuge. Die Gewebeproben werden anschließend im Labor untersucht. 

Wichtige Hinweise

Ist dein Hund an Diabetes mellitus erkrankt, besprich dich bitte unbedingt mit dem behandelnden Tierarzt.

F√ľr eine Darmspiegelung muss der Hund eine lange Zeit ohne feste Nahrung bleiben. Du kannst ihm diese Zeit erleichtern, indem du ihm Fleischbr√ľhe zum Trinken anbietest. Gerade vor der Narkose wird so gen√ľgend Fl√ľssigkeit aufgenommen. Besprich dich aber¬† auch dar√ľber unbedingt mit dem behandelnden Tierarzt.¬†

Die Nachsorge

Halte dich nach der Koloskopie immer an die Anweisungen des behandelnden Tierarztes. Meist kannst du deinem Hund 2 Stunden nach der Narkose wieder etwas Wasser anbieten.
Die Hälfte seiner gewohnten Futtermenge darf er 3 Р4 Stunden nach dem Eingriff erhalten.
Mit der ersten Futtermenge nach der Narkose sei unbedingt vorsichtig. Die lange Zeit ohne feste Nahrung f√ľhrt leicht zu √úbelkeit. Daher werden kleinere Futterportionen oftmals besser vertragen.¬†

Therapie der IBD

Leider ist eine IBD nicht heilbar. Eine Linderung der Erkrankung braucht viel Zeit und Geduld.
Neben einer eventuellen Notfall-Behandlung, mit deren Hilfe ein akuter Schub und die daraus resultierenden Symptome verbessert werden, braucht es vor allem eine Therapie, die das Wiederauftreten der Erkrankung eind√§mmt und im besten Falle daf√ľr sorgt, dass Sch√ľbe weniger h√§ufig auftreten bzw. ganz aufh√∂ren.¬†

Schulmedizinische Behandlung der IBD beim Hund

Zun√§chst wird vom Tierarzt eine Kombination von Futterumstellung und Medikamente empfohlen, denn neben einer Unterdr√ľckung der Entz√ľndung, ist ein wichtiger Teil der Therapie eine Anpassung der Ern√§hrung. ¬†

F√ľr die Ern√§hrungsumstellung wird meist ein spezielles Di√§tfutter empfohlen. Hier wird auf hochverdauliches Futter gesetzt. Was ein Di√§tfutter jedoch ‚Äěhochverdaulich‚Äú macht und wie die Vertraulichkeit zu berechnen ist, dar√ľber gibt es keine allgemein g√ľltigen Angaben. ¬†

Unbestritten ist, dass die Verdaulichkeit einer Nahrung von verschiedenen Punkten abhängig ist.
Dazu zählen:

  • Herstellungsprozess
  • Verarbeitungsprozess
  • Quelle der Zutaten
  • die individuelle Physiologie des Tieres
  • die mikrobielle Besiedlung im Magendarmtrakt
  • und anderes

Nur einige dieser Faktoren haben dabei einen direkten Einfluss auf die Nahrung selbst oder wie der Hund sie individuell verdaut. Gleichzeitig m√ľssen nicht alle Inhaltsstoffe als Produktinformationen bei der Futterdeklaration angegeben werden.¬†

Zur Behandlung der IBD wird die Entz√ľndung unterdr√ľckt. Dazu wird bei leichten F√§llen auf die immunmodulierende Wirkung eines Antibiotikums gesetzt, wie etwa:¬†

  • Metronidazol
  • Tylosin
  • Enrofloxacin
     

Bei sehr schweren Erkrankungen mit IBD sind stärke Medikamente nötig. 

Hier werden sogenannte Immunsuppressiva verabreicht.
Immunsuppressiva, können sein:

  • Azathioprin
  • Budesonid
  • Chlorambucil
  • Cyclosporin¬†
  • Prednisolon

Als entz√ľndungshemmende Medikamente werden oft eingesetzt:

  • Sulfasalazin
  • Olsalazin
  • Mesalamin

Diese Wirkstoffe hemmten die Produktion von Leukotrienen und Prostalglandinen, wodurch sie antientz√ľndlich wirken.¬†

Betrifft die IBD den Magen- und D√ľnndarm-Bereich werden h√§ufig S√§ureblocker eingesetzt.
Als Säurehemmer werden genutzt:

  • Cimetidin
  • Omeprazol
  • Ranitidin

Weil die Eier von Peitschenw√ľrmer nicht kontinuierlich ausgeschieden werden, wird oft zu einer Entwurmung, trotz einer negativen Kotuntersuchung, geraten.

Wird zur  Therapie ein Coritson verordnet, wird oftmals mit einer hohen Dosierung begonnen.
Im Verlauf der Behandlung wird die Anfangsdosis nach und nach verringert und häufig sogar ganz ausgeschlichen.
Bei wiederkehrenden Krankheitssch√ľben ist oft aber eine Dauergabe n√∂tig.¬†

Sind die Symptome abgeklungen, wird die Gabe der Medikamente noch zwischen 2 Р4 Wochen beibehalten, je nach behandelndem Tierarzt. 

Allgemeines zu den eingesetzten Mitteln

  • Cortison unterdr√ľckt das Immunsystem. Die Entz√ľndung wird so abgeschw√§cht. Ein Pr√§parat das lokal im Darm wirksam sein soll, ist Budenofalk¬ģ.
  • Antibiotika: Tylosin, inzwischen vor allem auch Sulfasalazin.
    Dieser Vertreter der Sulfonamide erreicht erst im Darm seine volle Wirksamkeit.
    Wichtig:
    Bei Hunden kann¬† diese Medikamentengruppe, ein ‚Äětrockenes Auge‚Äú, das hie√üt eine trockene Bindehaut, ausl√∂sen. Der Fachbegriff daf√ľr ist: Keratokonjunktivitis sicca. Achte daher bei deinem Hund, unter der Gabe dieses Medikaments besonders auf die Tr√§nenproduktion.
    Außerdem kann der Wirkstoff, wie alle Sulfonamide, Allergien verursachen.
    Weibliche Hunde scheinen hier empfindlicher zu sein.
  • Das Antibiotikum Metronidazol wirkt auf den Darm immunmodulatorisch.
    Allerdings können hier auch Erbrechen, Durchfall, Übelkeit auftreten, auch Veränderungen der Weißen Blutkörperchen. In besonders schweren Fällen können sogar die Nerven betroffen sein.

Probleme unter den Medikamenten

Je nach Schweregrad der IBD des Hundes, bessern sich die Beschwerden eher durch Antibiotika oder durch die Gabe von Cortison.
Manchmal hilft auch zun√§chst eine Futterumstellung, wenn die Darmentz√ľndung durch eine Futtermittelunvertr√§glichkeit oder eine Futterallergie ausgel√∂st wurde, um eine Verbesserung zu erreichen.

Leidet der Hund weiterhin unter Stress und werden die Ursachen daf√ľr nicht gefunden und beseitigt, hilft eine Medikamentengabe oft nur kurzfristig.

Die Gabe von Säureblockern/Säurehemmern

S√§ureblocker sind nicht zur l√§ngerfristigen Gabe geeignet, denn sie st√∂ren die Aktivierung der Verdauungsenzyme. So kann es zu einer Fehlbesiedlungen der Bakterien im D√ľnndarm kommen. Dies zieht dann neue Probleme f√ľr den Hund nach sich.¬†

Gleichzeitig f√ľhrt ein Absetzten dieser Medikamente oftmals zu einer √ľberschie√üenden S√§ureproduktion. Daher ist die Wahrscheinlichkeit von Magen-Darm-Geschw√ľren nach einer Therapie sehr hoch.
Gleichzeitig wird durch die Dauertherapie mit S√§urehemmern, kein Gleichgewicht in der Magens√§ure-Produktion erreicht, sondern die medikament√∂se Hemmung f√ľhrt im Hundeorganismus dazu, dass die Produktion der Magens√§ure immer weiter hochreguliert wird. Der Organismus versucht also die gehemmte S√§ureproduktion zu normalisieren. Damit wird ein ungesunder Kreislauf in Gang gesetzt.¬†

Überblick meiner Therapie der vier Säulen 

Hier beschreibe ich dir meinen Behandlungsplan, der eine enge Zusammenarbeit sowohl mit dem Tierarzt, als nat√ľrlich auch mit dem Hundebesitzer notwendig macht. Denn jeder Hundepatient mu√ü individuell behandelt werden, was h√§ufig Anpassungen w√§hrend der medizinischen Therapie erforderlich macht.¬†

Die Therapie besteht aus mehreren Schritten, die teilweise auch in einandergreifen. 

Zunächst geht es zu Beginn der Behandlung des Hundes mit einer IBD darum mögliche Ursachen zu erkennen und erstellte Befunde zu verstehen. 

Dann folgt der erste Schritt, die  

  1. Ernährung als Grundbaustein der Therapie

Wichtig f√ľr eine erfolgreiche Therapie der IBD ist eine auf den Hund angepa√üte Ern√§hrung. Diese wird so gestaltet, dass sie eine Entz√ľndung der Darmschleimh√§ute nicht wieder entfacht.
Sie muss streng eingehalten werden, denn Hunde mit einer IBD leiden fast immer unter einer Futtermittelallergie bzw. unter Unverträglichkeiten, also einer Futtermittelintoleranz.

Leider kann jeder Kontakt mit etwas, dass der Hund¬†nicht vertr√§gt, einen erneuten Krankheitsschub ausl√∂sen. Der Ausl√∂ser kann hier schon ein einziges Leckerchen sein. Vor allem wenn die Behandlung noch am Anfang steht und der Darm des Hundepatienten noch sehr entz√ľndet und gereizt ist.

Der Unterschied zwischen eine Futtermittelallergie und einer Futtermittelintoleranz

Oft lassen sich eine Allergie oder eine Intoleranz, die häufig auch als Unverträglichkeit auf Futtermittel bezeichnet wird, gar nicht so leicht voneinander abgrenzen. 

Doch der Hundeorganismus reagiert in unterschiedlicher Art und Weise auf eine Allergie bzw. auf eine Intoleranz.

Die Futtermittelallergie

Bei einer Allergie ist das Immunsystem beteiligt. Das heißt, bestimmte Substanzen im Futter lösen im Hundeorganismus eine heftige Reaktion der körpereigenen Abwehr aus. 

Die Substanzen, die eine Immunreaktion ausl√∂sen, nennt man Allergene. Hierbei h√§lt das Immunsystem des K√∂rpers eigentlich harmlose Inhaltsstoffe oder auch Futterbestandteile f√ľr gef√§hrliche Eindringlinge (‚ÄěAllergene‚Äú).¬†

Jetzt kommt es zu einer immunologischen Reaktion, das hei√üt, der K√∂rper bildet sogenannte IgE Antik√∂rper und Entz√ľndungsbotenstoffe.¬†

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem praktisch √ľberempfindlich. Meist zeigt der Hundeorganismus eine allergische Reaktion auf Proteine, wie etwa auf eigentlich harmloses H√ľhnerfleisch oder andere Inhaltsstoffe, wie pflanzliche Bestandteile, Konservierungsmittel und Farbstoffe etc.

Der ganze Körper wird bei einem äußerlichen (Haut, Atemwege) oder oralem Kontakt (Einnahme) in Alarmbereitschaft versetzt. Weil das Immunsystem diese Substanzen als giftig oder als unverträgliche einstuft und mit einer starken Abwehrreaktion antwortet.

Wie kommt es zu einer allergischen Reaktion?

Damit der Hundeorganismus mit einer starken Abwehrreaktion des Immunsystems reagiert, muss der Hund mindestens einmal Kontakt zu dem ‚ÄěAllergen‚Äú, also zu dem allergieausl√∂senden Stoff gehabt haben. Eine Allergie ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich langsam und zwar durch die wiederkehrende Ber√ľhrung mit allergieausl√∂senden Stoffen.¬†

Diesen Prozess nennt man Sensibilisieren.

Oftmals werden Hunde schon ab dem Welpenalter sensibilisiert.
Der Hundebesitzer meint es mit seinem jungen Hund besonders gut¬† und es kommt zu dem weitverbreitenten F√ľtterungsfehler ‚ÄěAbwechslung‚Äú. Der Welpe wird √ľber verschiedene Proteinquellen gef√ľttert. Es wird ihm vom Huhn, √ľber Lamm, Rind, Lachs bis zur Ziege alles angeboten. Dies f√∂rdert die Sensibiliserung gegen√ľber Proteinen (Eiwei√ü) und macht eine Allergie wahrscheinlicher.
H√§ufige Futterwechsel forcieren Verdauungsprobleme und steigern zus√§tzlich die Gefahr die nat√ľrliche Darmbarriere zu sch√§digen.

Gleichzeitig bringt das F√ľttern mit wechselnden Proteinquellen das Problem mit sich, dass f√ľr eine notwenige Eliminationsdi√§t sp√§ter dem Hund keine unbekannte Eiwei√üquelle mehr zur Verf√ľgung steht.¬†

Die genetische Empfänglichkeit, eine Allergie zu entwickeln

Wie eine Allergie letztendlich entsteht, ist bis heute nicht abschließend geklärt.
Klar ist, dass bestimmte Hunderassen eher betroffen sind, als andere. Damit spielt in jedem Fall auch eine genetische Komponente bei der Entwicklung einer Allergie mit hinein. 

Eine besondere Empf√§nglichkeit (Disposition) zur Futtermittelallergie wurde etwa bei dem Irish Soft Coated Wheaten Terrier nachgewiesen. Er ist anf√§llig f√ľr die PLE, auch Protein Looping Enteropathie, kurz Eiwei√üverlutsyndrom genannt. Hier werden Eiwei√üe, also Proteine nicht vom K√∂rper aufgenommen, sondern √ľber den Darm ausgeschieden, dies hat f√ľr den betroffenen Hund verheerende Folgen. ¬†

Ebenso neigen Irish Setter zu einer Gluten-Unverträglichkeit und einer angeborenen Hypersensitivität gegen Gliadin, eine Gruppe des Glutens.

Beim Border Terrier kennt man das Canine Epileptoid Cramping-Syndrome (CECS). Dies ist eine neurologische Erkrankung, deren Ursache zwar noch nicht abschlie√üend gekl√§rt ist, jedoch im Zusammenhang mit der Unvertr√§glichkeit gegen√ľber Gluten steht.¬†

Gleichzeitig können immer auch veränderte Lebensgewohnheiten und Stress bei einem Hund Allergien auslösen. 

Die häufigsten Allergien bei Hunden sind:

  • Futtermittelallergie
    РGlutenunverträglichkeit:
    Unvertr√§glichkeit gegen√ľber Klebeeiwei√ü das in Getreidesorten enthalten ist.
    РLaktosenunverträglichkeit bei Milchprodukten
    Рbestimmte Proteine (Eiweiße) häufig: Rind, Huhn und Lamm
    – Kohlenhydrate

 

  • Umweltallergien
    РGräser
    – Pollen
    – Chemikalien (Waschmittel, Reinigungsmittel etc.)
    – Duftstoffe
    – Schimmel

 

  • Kontaktallergie
    РSpot-On-Präparate:
      -Zeckenhalsbänder
      РAntiflohalsbänder
    – auf Gummi (Gummispielzeug)
    Рauf Metall (Metallfutternapf, Nickel-Ringe an Halsbändern etc.)
    – Eichen-Prozessionspinner
    – Kunstfasern bzw. Neopren vom Hundegeschirr oder Hundemantel etc.

 

  • – Wespenstich
    – Bienenstich
    Reaktion des Körpers:
    Schmerzen, Schwellung, Rötung, bis zum anaphylaktischen SchockAchtung:
    Bei kurzschnäuzigen Hunderassen, wie
    – Boston Terrier
    – Boxer
    РBulldoggen (französische und englische)
    – Cavalier King Charles Spaniel
    – Malteser
    – Mops
    – Pekinese
    kann ein Insektenstich sogar tödlich enden.
  • Parasitenallergie
    РFlöhe
    – Milben

Symptome einer Allergie beim Hund

  • Juckreiz
    – Pfoten
    – Kopf
    – Ohren
    – R√ľcken
  • h√§ufiges Katzen und / oder Belecken bzw. Benagen von K√∂rperstellen
  • Ohrenentz√ľndung (Ortitis)
  • Magen-Darm-Problematiken
  • Durchfall¬†
  • nach der Nahrungsaufnahme spontanes Erbrechen
  • Schwellungen
  • R√∂tungen
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Hautentz√ľndungen an:
    – Kopf
    – Ohren
    – Pfoten
    – Achseln
    – Leistengegend
    – Bauch
    – R√ľcken
  • ‚ÄěHot spots‚Äú:
    – hei√üe, rote und n√§ssende, kreisrunde Hautentz√ľndungen¬†
  • Haarausfall
    – Rutenansatz
    – hintere R√ľckenpartie
  • Schwellungen
  • Zittern
  • Ver√§nderungen im Wesen und Verhalten
    РNervosität
    – Unkonzentriertheit
    – √Ąngstlichkeit
    РAggressivität

Hunde die von einer Futtermittelallergie betroffen sind, zeigen meistens Magen-Darm-Probleme.
Diese reichen von Durchfall, Erbrechen bis Blähungen.
Sie haben vielfach extremen Juckreiz, h√§ufig Ohrenentz√ľndungen und neigen zur Bildung von Hotspots.¬†

Die Futtermittelintoleranz bzw. Futtermittelunverträglichkeit

Im Gegensatz zu einer Futtermittelallergie ist bei einer Intoleranz oder wie sie auch genannt wird, Futtermittelunverträglichkeit, das körpereigene Abwehrsystem nicht beteiligt. Der Körper antwortet hier also nicht nicht mit einer immunologischen Reaktion. 

Bei einer Futtermittelintoleranz stehen dem Hundeorganismus bestimmte Enzyme oder Transportproteine nicht in ausreichender Menge zur Verf√ľgung, um bestimmte Nahrungsbestandteile, wie beispielsweise Histamin, Fruktose oder Laktose aufzunehmen.¬†

Dies bedeutet also keine Beteilung des Immunsystems, sondern ist eine Störung des normalen Verdauungsprozesses bei der Nahrungsaufnahme des Hundes, etwa wie schon beschrieben, durch einen Enzymmangel.

Eine Futtermittelintoleranz kann verschiedene Ursachen haben.
Zwei möchte ich dir hier näher erläutert:

1. Futtermittel-Idiosynkrasie (Enzymdefekt)

Davon spricht man, wenn eine Intoleranz durch Histamin freisetzende Faktoren, zum Beispiel durch histaminreiches Futter verursacht wird. 

Zum histaminreichen Futter z√§hlen Wurstwaren wie Wiener W√ľrstchen etc, verschiedene K√§sesorten, N√ľsse, Bananen, Hefeextrakte, Frischmilchprodukte und Spinat, um nur einige zu nennen.
Die Ursache f√ľr eine Histamin-Intoleranz, ist ein Mangel an Diaminoxidase (DAO). Hier fehlt dieses Enzym, das Histamin abbauen kann bzw. es ist in zu geringer Menge vorhanden.¬†¬†

Wichtiger Hinweis:
Ein Vitamin-B6-Mangel gef√§hrdet eine Toleranzschwelle gegen√ľber Histamin, da Vitamin B6 das ‚ÄěEiwei√üverdauungs-Vitamin‚Äú ist.

2. Metabolische Futtermittelreaktion

Hierbei zeigt der Hund eine Reaktion auf Futter, etwa bei einem Mangel des Enzyms Laktase (Laktoseintoleranz).
Hierbei kann der Körper die in der Milch enthaltene Laktose nicht verdauen. 

Auch wenn die gezeigte Unverträglichkeits-Reaktionen auf Futter oder Futterzusätze, denen einer Futtermittelallergie ähneln, geht ihnen bei der Futtermittel-Intoleranz, keine vorherige Sensibilisierungsphase voraus.
Bei einer Futtermittelintoleranz bzw. -unverträglichkeit können Krankheitssymptome bereits beim Erstkontakt auftreten.

Symptome einer Futtermittelintoleranz

Die Beschwerden können sich bei einer Futtermittelintoleranz äußern in Durchfall, Blähungen und Erbrechen auf bestimmte Futtersorten.

Da sich die Krankheitsanzeichen sowohl bei der Futtermittelallergie, als auch bei der Futtermittelintoleranz stark ähneln, macht dies eine genaue Bestimmung der jeweiligen Erkrankung äußerst schwierig. 

Therapie der Futterumstellung

Gerade eine Futtermittelallergie kann den Krankheitsausbruch einer IBD beg√ľnstigen.

Daher ist der erste Therapieschritt eine zwingend notwendige Futterumstellung. Nur so kann man Symptome der Haut bzw. des Magen-Darm-Traktes nachhaltig zur Ruhe bringen. 

Hier wird eine Ausschluss- bzw. Eliminationsdi√§t genutzt, bei der der Hund mit nur einer Proteinquelle gef√ľttert wird, also mit einer Fleischsorte, die er vorher noch nie bekommen hat.¬†

Dies gilt auch f√ľr √Ėle, Gem√ľse und Kohlenhydrate, die verf√ľttert werden. Hat dein Hund bisher keinen Kontakt zu den F√ľtterungskomponenten gehabt, ist die Wahrscheinlichkeit h√∂her, dass er sie vertr√§gt.¬†

Das hei√üt im Umkehrschlu√ü, je mehr Futterkomponenten an den Hund verf√ľttert werden, desto wahrscheinlicher ist es eine Allergie auszul√∂sen.¬†

Beim Thema ‚ÄěF√ľtterung‚Äú, m√ľssen wir auch auf den Punkt ‚ÄěLeckerchen‚Äú genauer eingehen.¬†

Auch die Leckerchen f√ľr deinen Hund sollten bei der Ausschlu√üdi√§t der Proteinquelle entsprechen, mit der dein Hund gef√ľttert wird. Die Leckerchen sollten absolut rein, daher solltest du pr√ľfen, ob sie keine weiteren Inhaltsstoffe enthalten.
Stelle außerdem unbedingt sicher, dass dein Hund auch auf euren Spaziergängen oral nichts aufnehmen kann. Dabei ist das Tragen eines Maulkorbs nach meiner Erfahrung bei einigen Hunden unverzichtbar.

Weitere Informationen zum Thema ‚ÄěMaulkorb‚Äú findest du im Interview mit Verena Helfrich,
vom Maulkorb-Shop ‚ÄěChick & Scharf in der Folge 020 als Teil 1 und in der Folge 021 als Teil 2.

Hältst du alle beschriebenen Maßnahme gewissenhaft ein, sollten sich die Magen-Darm-Symptome nach spätestens zwei bis drei Wochen deutlich verbessert haben.
Symptome der Haut brauchen zur Abheilung meist vier bis sechs Wochen. 

Das Wichtigste bei der Ausschlussdiät ist immer, daß sie gewissenhaft eingehalten wird. Selbst kleinste Mengen einer nicht vertragenen Proteinquelle macht den Therapieerfolg und damit den anfänglichen besseren Gesundheitszustand des Hundes zunichte. 

Die mögliche Provokationsdiät

Da selbst kleine Mengen einer allergieausl√∂senden Proteinquelle den Therapieerfolg zunichte machen k√∂nnen, scheuen sich Hundebesitzer vielfach davor, eine anschlie√üende Provokationsdi√§t bei ihrem Hund durchzuf√ľhren. Bei einer Provokationsdi√§t wird der Hund wieder mit ‚Äěalten‚Äú tierischen Eiwei√üen bzw. einer weiteren neuen Eiwei√üquelle in Kontakt gebracht wird.
Reagiert der Hund auf dieses Bestandteil, wird es sofort wieder weggelassen und auf Dauer vermieden. 

Reagiert der Hund nicht, erweitert man den F√ľtterungsplan um die vertragene Komponente.

Doch mit dem Nichtvertragen wird immer auch ein Wiederaufflammen von Symptomen riskiert und dies bedeutet f√ľr den Hund erneutes Aufflammen von Darmentz√ľndungen.
Daher ist die Alternative, so lange das gut vertragene Futter anzubieten, wie es der Hund verträgt.
Eine Allergie kann sich aber auch nach Jahren auf die jeweiligen Futterkomponenten ausbilden.

Die Herausforderung der Ausschlussdiät / Eliminationsdiät

Neben der selbst zubereiteten Futterration f√ľr den Hund, bietet der Handel auch spezielle Fertigdi√§t-Futter an.¬†

Doch was sich zun√§chst als einfacher Weg bei der Behandlung der IBD anh√∂rt, um ausl√∂sende Stoffe aus der F√ľtterung wegzulassen, so herausfordernd kann sich schlie√ülich die Umsetzung gestalten.¬†

Meine Erfahrung ist, dass gekauftes Di√§tfutter, egal ob Trockenfutter oder Nassfutter, immer weit weniger zu einem Abklingen von Entz√ľndungen beitr√§gt, als wenn die Mahlzeiten f√ľr den Hund, individuell zusammengestellt und selbst zubereitet werden.¬†

Das hat verschiedene Gr√ľnde.

Zun√§chst ist schon auf den Futtermittelettiketten, durch eher schwammige Formulierungen, wie ‚ÄěFleisch und tierische Nebenerzeugnisse‚Äú oder ‚Äěgemahlenes Getreide‚Äú etc. nicht zu erkennen, um welche genauen Futtermittel es sich handelt.
So bezeichnet die Deklaration ‚Äětierische Nebenerzeugnisse‚Äú zum Beispiel nicht f√ľr den menschlichen Verzehr geeignete Schlachtabf√§lle.¬†

Bei gemahlenem Getreide etwa, wird alles gemahlen. Auch der ganze Maiskolben.

Außerdem gibt es bei Konservierungsmittel eine Besonderheit. 

Denn sind die verwendeten Rohstoffe bereits konserviert, dann ist der Hersteller nicht gezwungen, zu deklarieren, da√ü √ľberhaupt Konservierungsmittel zugef√ľhrt wurden.¬†

Auch auf direkte Nachfrage beim jeweiligen Hersteller bekommt man meist keine konkrete Antwort. Entweder weil jeweils das kosteng√ľnstigste Angebot in die Rezeptur des Futters einflie√üt oder der Hersteller mit dem Schutz der Rezeptur argumentiert.¬†

Daher ist der einzig sichere Weg die Zusammenstellung des Futters selbst zu √ľbernehmen. Nur so hast du wirklich unter Kontrolle was in dem Napf deines Hundes landet.¬†

Grundsätzliches zur Ernährung

Das Futter f√ľr den Hund mit IBD sollte:

  1. gut verdaulich sein
    Der Darm muss unbedingt zur Ruhe kommen, das hei√üt das Immunsystem des Hundeorganismus muss sich beruhigen und die Nahrung deines Hundes sollte den Darm nicht √ľberfordern.¬†
  2. glutenfrei sein
    Gluten erh√∂ht die Durchl√§ssigkeit des Darms, daher f√ľttere kein Getreide.
  3. allergenarm sein
    Um das Risiko von Entz√ľndungsreaktionen des Darms zu reduzieren.
    Daher f√ľttere keine:
    – unterschiedlichen Fleischsorten
    – unterschiedlichen √Ėle
    – unterschiedliche Kohlenhydrate
    Рkein Milcheiweiß,
      damit nichts auf Kuhmilchbasis oder Ziegenmilchprodukte
  4. fettarm sein
    Fett wird zum Teil unvollständig verdaut und kann dadurch den Durchfall verschlimmern.

All diese Punkte eines darmschonenden Futters unterst√ľtzen die Gesundung deines Hundes.¬†

Was deinem Hund zusätzlich hilft

Verteile die F√ľtterung deines Hundes auf 3- 4 Mahlzeiten.

Kleinere Gerichte werden meist besser angenommen, als etwa 2 große Portionen zu den Hauptmahlzeiten.

Mögliche Proteinquellen 

Gleich zu beginn, es gibt nicht die ‚Äěallergenarme‚Äú Fleischsorte!

Ein Hund kann auf jede nur mögliche Fleischsorte mit einer Intoleranz oder Allergie reagieren. Daher ist es wichtig, den Auslöser möglichst genau zu definieren. Dann hilft nur die konsequente Vermeidung der problematischen Futtersorte.
So ist es zu Beginn wichtig dem Hund eine neue Proteinquelle anzubieten, mit der er vorher noch keinen Kontakt hatte.

Ein √úberblick √ľber Fleischarten¬†

  1. Rind und Kalb
    Fleisch vom Rind und Kalb sind sehr häufig im Tierfutter, daher sind sie häufig eben auch allergieauslösend. 
  2. Lamm- und Pferdefleisch
    Lamm- und Pferdefleisch sind nicht sehr häufig im Standard-Tierfutter. Daher ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Hund gegen diese Sorten noch keine Unverträglichkeit ausgebildet hat. 
  3. Gans und Ente
    Gans und Ente ist eher selten im Hundefutter vertreten, da Gans teuer ist.
    Bei Huhn und Pute hingegen kommt es häufig zu Intoleranzen. 
  4. Kaninchen-Fleisch
    Kaninchen-Fleisch war lange Zeit der menschlichen Ernährung vorbehalten. Daher ist auch hier die Gefahr einer Allergie gering. 
  5. Thunfisch und Lachs
    Thunfisch und Lachs sind sehr beliebt. Langezeit galt die Zucht von Thunfisch als unm√∂glich. Mittlerweile werden beide Fischarten in Fischfarmen gez√ľchtet und gem√§stet. Beide k√∂nnen daher Allergien hervorrufen.
  6. Forelle und Rotbarsch
    Forelle kommt hingegen, eher selten im Tierfutter vor, kann also eine F√ľtterungsalternative sein. Ebenso der Rotbarsch.
  7. B√ľffel, Fasan, K√§nguru, Ziege, Kamel
    Alles eher seltene Fleischsorten, mit denen der Hund vermutlich noch keine Ber√ľhrung hatte.
    Nur B√ľffelfleisch mit der verwandtschaftlichen N√§he zum Hausrind kann hier Probleme verursachen.¬†

Meine Empfehlung

Bei einer IBD solltest du weder Trockenfutter noch Na√üfutter als Hauptmahlzeit f√ľttern.
Beides ist verarbeitet und reizt sowohl die Magen- als auch die Darmschleimhaut weiter.

Um einen genauen √úberblick √ľber m√∂gliche Ursachen von Durchf√§llen oder anderen Symptomen und damit aufflammenden Entz√ľndungen zu erhalten, hilft es alles was den Alltag mit deinem Hund betrifft aufzuschreiben.¬†

Das Futtermitteltagebuch

Bew√§hrt hat sich das F√ľhren eines Futtermitteltagebuches. Hierin notierst du alles, was nur im Ansatz wichtig sein k√∂nnte.¬†

Dazu zählt auf jeden Fall:

  • Futter √ľber den Tag
  • Stimmung Halter & Hund
  • Kotabsatz (evtl. mit Foto dokumentieren)
  • Wetter
  • Stressoren
  • und anderes

Den Download eines Futtermitteltagebuches stellen wird dir kostenlos zur Verf√ľgung.
Klicke dazu ‚ÄěHIER‚Äú.

Dieses Tagebuch liefert wichtige Informationen um m√∂gliche Ausl√∂ser f√ľr einen erneuten Krankheitsschub ausfindig zu machen.

Die Juckreizskala

Weil eine Allergie bzw. Futtermittelintoleranz h√§ufig mit Hautbeschwerden einhergeht, hat es sich neben dem Futtermitteltagebuch auch bew√§hrt eine sogenannte ‚ÄěJuckreizskala‚Äú zu f√ľhren.¬†

In der ‚ÄěJuckreizskala‚Äú tr√§gst du alle Beschwerden und Ver√§nderungen der Haut oder des Fells deines Hundes ein.¬†

Dabei sind folgende Punkte wichtig:

  • Wie oft kratzt sich dein Hund?
  • Wo liegt der Juckreiz?
  • Zeigen sich R√∂tungen, Pusteln oder Quaddeln auf seiner Haut?
  • Leidet dein Hund unter Haarausfall oder Schuppen?
  • Hat dein Hund Ohrenentz√ľndungen?
  • Hat dein Hund die von dir beschriebenen Beschwerden ganzj√§hrig?

Auch dazu stellen wir dir einen Download zur Verf√ľgung.
Deine ‚ÄěJuckreizskala‚Äú f√ľr deinen Hund kannst du ‚ÄěHIER‚Äú herunterladen.¬†

Weitere wichtige F√ľtterungskomponenten

Werden nur noch wenige Nahrungsmittel vertragen, muss gleichzeitig auch die Versorgung mit Vitaminen und Mineralien gut geplant werden.

Neben den entsprechenden Eiwei√üquellen, muss die Zusammensetzung der F√ľtterung gleichzeitig daher so beschaffen sein, dass der Hundeorganismus mit entsprechenden N√§hr- und Vitalstoffen, gut versorgt wird.¬†

Vitamine & Co. als Erg√§nzung und Unterst√ľtzung

Nahrungserg√§nzungsmittel f√ľr den Hund ebenso wie sein Hauptfutter, seine Leckerli und m√∂gliche Kauartikel, m√ľssen alle f√ľr deinen Hund, unter seiner Allergie, f√ľr ihn geeignet sein.

Nahrungserg√§nzungsmittel werden dabei immer nur √ľber einen begrenzten Zeitraum gegeben. Etwa bis der Mangel behoben bzw. bis die belastende Situation √ľberstanden ist. Doch bei chronischen Erkrankungen kann auch eine dauerhafte Gabe sinnvoll und notwendig sein.

Halte dazu immer R√ľcksprache mit deinem Tierarzt, deinem Tierheilpraktiker oder einem Ern√§hrungsberater und geben deinem Hund keinesfalls aufgrund einer Eigendiagnose Vitaminpr√§parate!

Wasserlösliche Vitamine B und C

B-Vitamine sind an sehr vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und sorgen f√ľr eine optimale Funktion der Nervenzellen. So ist zum Beispiel das Vitamin B12 f√ľr die Blutbildung n√∂tig und f√∂rdert ein gesundes Bakterienwachstum.

Besonders bewährt haben sich bei einem chronisch erkrankten Hund Injektionen von Vitamin B12 und Folsäure. Gerade das Medikament Sulfasalazin (Antibiotikum), daß auch als Dauermedikation verabreicht wird, entzieht dem Hundeorganismus Folsäure.
Besprich dich hier mit deinem Tierarzt. 

Vitamin C wird ben√∂tigt f√ľr die Bildung von Gallens√§uren und die Beschleunigung von Heilungsprozessen. Eine gute Versorgung mit Vitamin C kann Hagebuttenpulver*¬†sein.¬†

Fettlösliche Vitamine A, D, E und K

Vitamin D reguliert Entz√ľndungsprozesse und ein √ľberschie√üendes Immunsystem.

Vitamin A unterst√ľtzt die Heilung der Schleimh√§ute.

Vitamin K2 (Knochenvitamin) und das Vitamin E sind zur Gesunderhaltung von Knochen und Haut wichtig. 

Zink & Selen

Sie sind die ‚ÄěImmun-Spurenelemente‚Äú und verantwortlich f√ľr ein funktionierendes Immunsystem.
Dabei ist Zink auch ma√ügeblich am Zellstoffwechsel¬†von Haut/Schleimhaut beteiligt . Gleichzeitig ist es mitverantwortlich f√ľr die¬† Bildung von Enzymen, die f√ľr den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Proteinen und Lipiden (Fette) ben√∂tigt werden.
Selen fördert die Reparatur des Darms und die körpereigene Entgiftung.

Omega-3 Fettsäuren

Omega-3 Fetts√§uren sind entz√ľndungshemmend und f√∂rdern ebenfalls ein gesundes Bakterienwachstum.

Die zerstörte Darmschleimhaut

Bei einer chronischen Entz√ľndung des Darmes ist auch immer die Darm-Schleimhautbarriere gest√∂rt. So k√∂nnen Antigene, also Substanzen, die das Immunsystem als ‚Äěfremd‚Äú erkennt, aus der Nahrung in den K√∂rper gelangen und damit weitere Allergien und Unvertr√§glichkeiten verursachen, weil das Immunsystem diese Substanzen sofort bek√§mpft.
Damit weitet sich eine Überempfindlichkeit immer weiter aus, etwa auf weitere Nahrungsarten und verstärkt sich so. 

Umso wichtiger ist die individuell, passende Umstellung der Ern√§hrung f√ľr die erfolgreiche Behandlung der IBD beim Hund.

Wenn die Darmwand geschädigt ist

Unter der IBD ist die Schutzbarriere der Darmwand deines Hund geschädigt.
Bei dieser Erkrankung liegt oft auch ein Ungleichgewicht von n√ľtzlichen und sch√§dlichen Bakterien vor.

Die Zahl der Bakterien, die f√ľr den F√§ulnis und G√§rungsprozess der Nahrung verantwortlich sind, nimmt zu.
Dadurch wird die Schutzbarriere des Darms aufgelöst.

Der Angriff auf¬īs Immunsystem

Normalerweise läßt die Darmschleimhaut nur kleinste Teilchen passieren, etwa Nährstoffe und Wasser.
Doch unter der IBD ist diese Schutzbarriere jetzt löchrig. 

Nun gelangen auch gro√üe Molek√ľle in die Blutbahn des Hundes, wie zum Beispiel Krankheitskeime, also Bakterien und auch deren Giftstoffe.

Diese greifen jetzt das Immunsystem des Hundes an.
Die nat√ľrliche Reaktion auf diese Gifte sind Abwehrreaktionen in Form von Entz√ľndungen.
Durch das Eindringen von Viren oder Bakterien, wird das Immunsystem des Hundes aktiviert.

Das Immunsystem versucht jetzt seine Aufgabe wahrzunehmen und beginnt sich gegen die Angriffe von Krankheitserregern und schädlichen Substanzen zu wehren. 

Wie es zu den Entz√ľndungsreaktionen kommt

Die Immunzellen sind die weißen Blutkörperchen im Körper, auch Leukozyten genannt.

Sie werden durch Bakteriengifte oder Botenstoffe angelockt.
Leukozyten sind nicht an die Blutbahn gebunden, sondern wandern durch alle Gewebe, um gegen Entz√ľndungsreaktionen vorzugehen.

Ist die Darmschleimhaut stark geschädigt, beginnt der Organismus die Gifte, die in ihn eindringen in Fettzellen, Muskulatur und Bindegewebe einzulagern.
Eine Entz√ľndungsreaktion ist dann ein Zeichen daf√ľr, dass der K√∂rper die Giftstoffe abbaut, das hei√üt, die wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukozyten)¬†nehmen diese Gifte oder Erreger auf und bauen sie ab.

Unter den Leukozyten, gibt es sogenannte Freßzellen. Diese sind sehr groß, etwa 15 bis 20 Mikrometer.
Sie sind im Vergleich etwa um das Zehnfache größer als Bakterien.
Nur aufgrund ihrer Gr√∂√üe k√∂nnen sie ganze Zellen ‚Äěfressen‚Äú.¬†

Die großen, weißen Blutkörperchen gehen aber auch durch die Schleimhautzellen des Darms, so werden genau diese Zellen noch weiter geschwächt. 

Es kommt also zu:

  • einer Schw√§chung des Immunsystems und gleichzeitig zu
  • chronischen und entz√ľndlichen Prozessen

Denn durch die Einlagerung der Giftstoffe im Organismus können unterschiedliche Erkrankungen entstehen. 

Werden zum Beispiel geh√§uft, Nahrungsmitteleiwei√üe durch die l√∂chrige Darmwand aufgenommen, beg√ľnstigt dies Nahrungsmittelunvertr√§glichkeiten.

Krankheiten die aus der löchrigen Darmwand entstehen, sind: 

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie
    ‚Äď Bl√§hungen
    ‚Äď anhaltender Durchfall
    ‚Äď aber auch Verstopfung
    ‚Äď chronische Magenschleimhautentz√ľndung
    ‚Äď Colitis ulcerosa (Darminfektion)
    ‚Äď chronische entz√ľndliche Darmerkrankungen (wie etwa IBD, engl.: Inflammatory Bowel Desease)
    ‚Äď Reizdarmsydrom
  • Infektanf√§lligkeit
  • Allergien

Anzeichen, daß dein Hund betroffen sein könnte, sind:

  • h√§ufige Infekte
  • chronischer Durchfall
  • st√§ndige Darmbeschwerden
  • Allergien
  • und anderes

Die Darmgesundheit Schritt f√ľr Schritt¬†

Der Darm

Der Darm des Hundes hat eine L√§nge von ungef√§hr dem 4fachen der eigentlichen K√∂rperl√§nge. Damit ist der Darm des Hundes mit bis zu 10 m L√§nge ein √ľberaus gro√ües Organ.¬†

Unterteilt wird der Darm in D√ľnn- und Dickdarm.
Dabei ist der Darm ein sogenanntes Hohlorgan und besteht aus 3 Schichten. 

Die Schichten des Darms sind:
von außen nach innen:

  • 1. H√ľlle (bleibt hier au√üen vor)
  • 2. Muskelschicht und Nervenfasern
  • 3. Darmschleimhaut ¬†

Die Aufgaben des Darms:

  • Nahrung verdauen und dabei N√§hrstoffe resorbieren
  • Wasserhaushalt regulieren
  • Abwehrzellen des Immunsystems ausbilden
  • Botenstoffe und Hormone produzieren

Laß uns mit der zweiten Schichten des Darms beginnen

2. Muskelschicht mit Nervenfasern

Die Nervenfasern des Darms bilden das enterische Nervensystem. 

Dieses enterische Nervensystem hat ungef√§hr 4 – 5 mal so viele Nervenzellen wie das R√ľckenmark.¬†

R√ľckenmark und Gehirn wiederum bilden das zentrale Nervensystems, auch ZNS genannt.¬†

Aufgaben des enterische Nervensystems:

  • Darmbeweglichkeit
  • Ionentransport
  • Durchblutung des Darms
  • immunologische Funktion

√úber den Vagus-Nerv, den Sympathikus und Parasympathikus,¬†kommuniziert das enterische mit dem zentralen Nervensystem, √ľber elektrische Impulse in den Nervenbahnen.

Doch auch √ľber Botenstoffe, wie GABA, Serotonin und Hormone sind das Gehirn und der Darm miteinander gekoppelt.

Dies nennt man auch die Darm-Hirn-Achse. 

Wenn also dein Hund seinen Hundehaufen abgesetzt hat und den Haufen zuscharrt, dann ist diese bewußte Reaktion auf seine Darmtätigkeit, Teil der Darm-Hirn-Achse. So sind Gehirn und Darm sehr eng mit einander verbunden und ein Austausch erfolgt in beide Richtungen. 

Auf diesen wichtigen Aspekt der Darm-Hirn-Achse kommen wir zu einem sp√§teren Zeitpunkt noch einmal zur√ľck.

Der Krankheitsverlauf einer IBD

Bei der IBD haben wir es je nach Krankheitsverlauf mit unterschiedlichen Problemen in den einzelnen Abschnitten des Verdauungssystems zu tun. 

So k√∂nnen Beschwerden wie schon beschrieben den Dickdarm, aber auch den Magen oder den D√ľnndarm betreffen.¬†

Gleichzeitig zu den Krankheitssymptomen im Verdauungstrakt, zeigen sich die Symptome einer IBD irgendwann nicht mehr nur √ľber die Probleme bei der Verdauung. Durch die eingeschr√§nkte Verwertung von N√§hrstoffen, betrifft die krankhafte Ver√§nderung den gesamten Hundeorganismus.¬†

So treten häufig weitere Beschwerden auf, wie:

  • d√ľnner werdendes Fell
  • Appetitverlust
  • niedriger Vitamin-B12-Spiegel
  • niedriger Eiwei√ügehalt im Blut (Hypoprotein√§mie)
  • Blutarmut
  • Dehydrierung (Austrocknung)

Die chronische Darmentz√ľndung im Zentrum des Dickdarms

Es gibt bei einer IBD die bereits beschriebenen allgemein g√ľltigen Symptome. Daneben gibt es bestimmte Krankheitsanzeichen f√ľr die chronische Darmentz√ľndung, je nachdem in welchem Verdauungstrakt sie besonders ausgepr√§gt ist.¬†

Liegt das Zentrum der IBD im Dickdarm ist die Verfassung des Hundes häufig unbeschwert und damit ist auch ein Verlauf in der Regel lange Zeit unauffällig. 

Erst wenn der Hund länger Zeit an der IBD erkrankt ist, wird seine Erkrankung augenscheinlich.

Dann äußert sich die IBD die vom Dickdarm ausgeht, mit folgenden Symptomen:

  • h√§ufiger Kotabsatz (nat√ľrlich auch abh√§ngig von der F√ľtterung!)
  • oft schleimiger Kot
  • Darmgrummeln
  • Behandlung des Durchfalls durch Schonkost und vorsichtiges Anf√ľttern, aber auch eine Antibiotika-Gabe hilft nur kurz und es kommt immer wieder zu neuen Krankheitssch√ľben.¬†
  • Cortisongabe bringt eine direkte Verbesserung¬†
  • aufgekr√ľmmter R√ľcken durch Schmerzen und Kr√§mpfe

Die chronische Darmentz√ľndung im Zentrum von Magen bzw. D√ľnndarm

Zeigt sich die IBD mit dem Schwerpunkt auf dem Magen und D√ľnndarm, fallen dir die Symptome sehr viel mehr ins Auge.¬†

Symptome die mit dem Magen zusammenhängen:

  • schleimiges-w√§ssriges Erbrechen
  • Erbrechen ist dabei oft gelblich-gr√ľn

Erbricht der Hund gelb und hell, ist dies Magenfl√ľssigkeit.
Gr√ľn Erbrochenes stammt aus dem Zw√∂lffingerdarm, dem Bereich der Galle.
Hier ist Gallenfl√ľssigkeit in den Magen zur√ľckgeflossen.
Dies geschieht nur dann, wenn eine chronische Entz√ľndung und die Schlie√ümuskel, die den Gallenr√ľckfluss ansonsten verhindern, gesch√§digt sind.¬†

Die Symptome hier sind:

  • w√§ssrig-schleimiges Erbrechen
  • Magenreflux
  • h√§ufige Schmatzger√§usche
  • hoher Speichelfluss
  • oftmals Belecken der Pfoten
  • laute Darmger√§usche

Das Mikrobiom 

Unter dem Darm-Mikrobiom versteht man alles Lebende, was den Darm bewohnt,
daher spricht man hier auch von der Darmflora, also zum Beispiel:

  • Bakterien
  • Pilze
  • Hefen

Das Mikrobiom ist ein noch recht neues Feld in der Präventionsmedizin. 

Der Mensch trägt ca. 2 Р4 kg Darm-Mikrobiom in sich. 

Bisher kennt die Forschung rund 1.600 verschiedene ‚ÄěDarm-Bakterienarten‚Äú. Diese Arten haben nicht alle die gleiche Aufgabe, sondern haben eigene, spezifische Eigenschaften. Das hei√üt im Darm ist ein Multi-Kulti-Bakterien-Milieu angesiedelt, was sich gegenseitig perfekt erg√§nzt. Genau diese gro√üe Vielfalt bringt den gro√üen gesundheitlichen Vorteil.¬†

3. Die Darmschleimhaut

Größter Teil des Immunsystems liegt im Darm

Im Moment geht man davon aus, daß 80 % der Immunzellen, also der größte Teil des Immunsystems, an der Darmoberfläche sitzt und gleichzeitig das Immunsystem an der Darmschleimhaut auch trainiert wird. 

Durch den Nahrungsbrei kommen hier neben harmlosen Nahrungsbestandteilen, auch Keime, Bakterie und andere gef√§hrliche Stoffe an. Sie trainieren das Immunsystem darin, diese zu unterscheiden und so sorgen die Stoffe indirekt immer wieder daf√ľr, dass das Immunsystem fit bleibt.¬†

Die Darmschleimhaut

Die Fläche der Darmschleimhaut, also ihre Oberfläche beträgt bis zu 500 Quadratmetern.
Damit ist die Darmschleimhaut unfassbar groß. Wie groß genau, da sind sich Forscher immer noch nicht einig. Die große Darmoberfläche ist so wichtig, weil die Zellen der Darmschleimhaut so, hervorragend die Nährstoffe aufnehmen können. 

Die Aufgabe der Darmschleimhaut 

Die Darmschleimhaut hat unter anderem die Aufgabe N√§hrstoffe und Wasser in den K√∂rper hineinzutransportieren. Gleichzeitig verhindert sie, da√ü unerw√ľnschte und f√ľr den Organismus sch√§dliche Stoffe ins K√∂rperinnere gelangen.

Aber es werden auch von bestimmten Zellen der Darmschleimhaut körpereigene Antibiotika (sogenannte Defensine) gebildet, um krankheitserregende Keime zu bekämpfen.  

Wo befindet sich die Darmflora?

Vor allem den Dickdarm besiedelt die Darmflora.
Dagegen kommen durch die zerst√∂rende Wirkung der Magens√§ure, im D√ľnndarm nur wenige Mikroorganismen vor.¬†

Wie kommt es zu dieser enormen Fläche an Darmschleimhaut?

Diese gro√üe Resorptionsfl√§che kommt durch die zahlreichen Zotten und Vertiefungen zustande. Der gesamte D√ľnndarm ist mit etwa 4 Milliarden kleiner Zotten ausgestattet.¬†

Anders als der Dickdarm, dessen Aufgabe eine andere ist. 

Stelle dir zum bessern Verst√§ndnis eine Haarb√ľrste vor. Die Haarb√ľrste an sich, ist relativ klein. Doch durch ihre vielen Borsten, vergr√∂√üert sich ihre Oberfl√§che. Damit ist die B√ľrste mit ihren Borsten in etwa so aufgef√§chert, wie die Darmschleimhaut mit ihren vielen Darmzotten und Vertiefungen auch. Durch diese ausgekl√ľgelte Oberfl√§che des D√ľnndarms ist seine Fl√§che um das 500-fache vergr√∂√üert.

Auf dieser vergr√∂√üerten Fl√§che der D√ľnndarmschleimhaut findet die Verdauung der N√§hrstoffe statt.

Gleichzeitig verf√ľgen die Darmzotten noch √ľber Saumzellen, die kleinen H√§rchen √§hneln. Sie verf√ľgen √ľber Enzyme, die den Verdauungsprozess unterst√ľtzen. So ergibt sich der riesige Lebensraum f√ľr die Darmbakterien.¬†

Die Darmschleimhaut als ‚ÄěFirewall‚Äú

Um sich die Darmschleimhaut und ihre besondere Aufgabe besser vorstellen zu können, stelle dir hier einen sehr feinen Filter vor. So verhält es sich nämlich mit der Darmschleimhaut. Hier sitzen die Zellen sehr eng beieinander und werden gleichzeitig durch spezielle Verbindungsproteine fest miteinander verbunden.
Die Darmschleimhautzellen, sind quasi die ‚ÄěFirewall‚Äú – ein Sicherheitssystem des K√∂rpers. Ihre Aufgabe ist es, wichtige N√§hrstoffe und Wasser in den K√∂rper hineinzulassen, allerdings Proteine, Keime und gr√∂√üere Giftmolek√ľle unverdauter Futterbestandteile, sicher abzuhalten.¬†

Die Darmschleimhaut schirmt damit das im Darm sitzende Immunsystem davor ab, Allergien zu entwickeln. 

Durch die entz√ľndlichen Prozesse an der Darmschleimhaut bei einer IBD (inflammatory bowel disease) wird dieser ‚ÄěFilter‚Äú, also die Darmschleimhaut zerst√∂rt und damit die Darmwand durchl√§ssig.
Die Darmwand verliert damit quasi ihren Eigenschutz. Jetzt gelangen nicht nur Nährstoffe in den Körper, sondern auch Keime und allergieauslösende Stoffe. 

Die Darmbakterien

Milliarden von Bakterien auf der Schleimhaut des Dickdarms bilden die sogenannte Darmflora oder auch Mikrobiom genannt.

Diese Darm-Bakterien bilden wichtige Stoffe f√ľr den Organismus. Die Darmflora √ľbernimmt damit vielf√§ltige und wichtige Aufgaben:¬†

  • Aufspaltung der Nahrung
  • Aufnahme von Mineralstoffen und Vitaminen¬†
  • Schutz des Immunsystems:
    – ‚Äěgute‚Äú Darmbakterien verdr√§ngen potentielle Krankheitserreger
    – ‚Äěgute‚Äú Darmbakterien verhindern, da√ü sich sch√§dliche Bakterien an die Darmwand anheften, sich dort ausbreiten und Infektionen hervorrufen
  • Training des Immunsystems:
    – um zwischen harmlosen Substanzen und ‚Äěfeindlichen‚Äú zu unterscheiden
  • Produktion lebenswichtiger Vitamine
    – Vitamin B2 (Riboflavin)
    – Vitamin B12
    – Biotin
    РFolsäure
    – Vitamin K2, wichtig f√ľr die Blutgerinnung
    * kurzkettige, essentielle Fettsäuren
  • Produktion von Enzymen
  • Produktion von Aminos√§uren
  • Produktion von Serotonin und Dopamin
  • Produktion von 80 % der Immunzellen
  • Produktion von viren- und baktierent√∂tenden Eiwei√üstoffen (‚ÄěImmunglobuline‚Äú)

Doch Darmbakterien k√∂nnen au√üerdem auch giftige, also toxische und krebserregende Substanzen wie polyzyklische aromatische Wasserstoffe, die etwa beim Grillen, Braten, R√§uchern und Trocknen entstehen neutralisieren, ebenso wie Nitrosamine, die dann f√ľr den Organismus nicht mehr so sch√§dlich sind.¬†

Daher ist eine gro√üe Vielfalt und ein gesundes Gleichgewicht des Mikrobioms f√ľr die Gesundheit essentiell. Nur so kann der Hundeorganismus flexibel auf Umweltbedingungen reagieren.

Im Darm werden gleichzeitig √ľber 20 Hormone gebildet und dies in Abh√§ngigkeit der Darmflora.¬†

Darunter das Gl√ľckshormon Serotonin und das Schlafhormon Melatonin.

Die gesunde Darmflora

Wie beschrieben, hat die gesunde Darmflora einen erheblichen Einfluss auf die gesamte Gesundheit deines Hundes. 

Zum Beispiel produzieren ‚Äěgute‚Äú Darmbakterien, Fetts√§uren und senken so den ph-Wert im Dickdarm. Dadurch entsteht dort ein saures Milieu, also eine Umgebung, die einen Anstieg von sch√§dlichen Bakterien verhindert bzw. verlangsamt. So haben diese Bakterien keine Chance √ľberhandzunehmen, auch wenn sie die Magens√§ure √ľberlebt haben. Somit ist die Darmflora belastbar und von nachteiligen Bakterien geht weniger Risiko aus.¬†

Au√üerdem verhindert die gesunde Darmflora eben auch, dass Keime ins Blut gelangen bzw. dass Keime √ľberleben.¬†

Die Balance zwischen ‚Äěguten Darmbakterien‚Äú und ‚Äěschlechten Bakterien‚Äú kann massiv durch die Ern√§hrung beeinflu√üt werden.¬†

Darmflora und Abwehrkräfte

Nur √ľber eine stabile Darmgesundheit, geht es auch dem gesamten Organismus des Hundes gesundheitlich gut, denn nur dann kann er sich effektiv gegen Krankheiten wehren.¬†

Daf√ľr braucht es ein gro√ües Spektrum der Darmflora. Ist hier eine Vielfalt nicht gegeben, ist die Immunabwehr des K√∂rpers geschw√§cht und der Hundeorganismus ist anf√§llig f√ľr Darmbeschwerden (Durchfall, Bl√§hungen etc.) bis hin zu chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen, wie etwa der IBD.

Woher kommen die Darmbakterien

Heute geht man davon aus, da√ü bereits im Fruchtwasser der Mutterh√ľndin, Bakterien von ihr auf den Welpen √ľbertragen werden.¬†

Der Großteil der Bakterienbesiedlung erfolgt dann bei der Geburt. 

Bis dahin ist der Welpe in der Fruchtblase √ľber die gesamte Tragezeit gut gesch√ľtzt.¬†

Dies bedeutet f√ľr den Verdauungstrakt des Welpen, dass noch keine bakterielle Darmflora vorhanden ist.¬†

Wenn sich der Welpe bei der Geburt durch den Geburtskanal schiebt, √ľbertragen sich die Bakterien der Mutterh√ľndin von ihrem Darm und auch die der Vaginalflora auf den Welpen. Die Bakterien siedeln sich auf der Haut ebenso wie auf seinem Fell an und der Welpe schluckt Bakterien auch teilweise ab, so da√ü sich diese Bakterien auch in ihm ansiedeln.¬†

Auch w√§hrend der Welpe an der Zitze saugt, gelangen weitere Bakterien in den Verdauungstrakt und beginnen diesen zu besiegen und sich dort zu vermehren. Das klappt am Anfang seines Lebens beim Welpen auch deshalb so gut, weil die Magenschleimhaut erst ab dem 18. Lebenstag beginnt, Magens√§ure zu produzieren. Einen wichtigen Schutz vor Krankheiten erh√§lt der Welpe daher in den ersten Lebenstagen nach seiner Geburt √ľber das sogenannte Colostrum (die Vormilch), die ihn mit wichtigen Antik√∂rpern versorgt.¬†

Die Entwicklung des Darm-Mikrobioms im Hundeleben 

Im Laufe seines Hundelebens kommen nat√ľrlich immer mehr Bakterien hinzu. Welche Bakterien dies sind und in welchem Umfang sie im Darm-Mikrobiom ‚Äěleben‚Äú, h√§ngt vor allem von den Lebensbedingungen ab. Denn die Zusammensetzung dieser Bakterien ver√§ndern sich st√§ndig. Von welchen Menschen wird der Hund gestreichelt, welche Oberfl√§chen ber√ľhrt er und vor allem wie wird der Hund ern√§hrt oder welche Medikamente muss er vielleicht auch einnehmen. Daher ist das Darm-Mikrobiom ein eigenes kleines Universum und bei jedem Hund anders.¬†

Der Unterschied beim Kaiserschnitt-Baby 

Beim Menschen ist bereits in den ersten 5 Lebensminuten ein gro√üer Unterschied erkennbar, zwischen einem Kaiserschnitt-Baby und einem Kind, das vaginal, also auf nat√ľrlichem Wege auf die Welt gekommen ist.
Kaiserschnitt-Kindern entgehen durch das Fehlen der Reise durch den Geburtskanal, die Bakterien der Mutter. 

In Schweden macht man daher in den Krankenhäusern einen Vaginalabstrich und reibt das Kaiserschnitt-Baby mit dem Vaginal-Sekret der Mutter ein bzw. gibt man dem Kaiserschnitt-Kind einen Q-tipp auf dem sich das Vaginal-Sekret der Mutter befindet, um es daran nuckeln zu lassen. So stellt man sicher, dass es die Bakterien der Mutter herunterschluckt und diese in den Magen-Darm-Trakt des Babys gelangen. 

Kaiserschnitt-Welpen

Welpen, die per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden m√ľssen, kommen vor allem zun√§chst mit einer keimfreien Umgebung der Tierarztpraxis oder Tierklinik in Kontakt und den verwendeten Latexhandschuhen. Sp√§ter nat√ľrlich auch mit Hautbakterien von Menschen, die die kleinen Fellnasen betreuen. Damit wird die Darmflora eines Kaiserschnitt-Welpen vor allem mit diesen Bakterien besiedelt, denn die spezifischen Keime der Mutterh√ľndin fehlen hier, ebenso wie bei einem Kaiserschnitt-Baby.
Damit dauert es in der Regel viel länger, bis sich eine normale Darmflora beim Welpen bzw. beim Junghund gebildet hat. Damit verbunden ist immer ein erhöhtes Risiko von Allergien. 

Darmbakterien der Mutter stärken Immunsystem des Babys

Warum legt man auf die Übertragung der Bakterienstämme von der Mutter auf das Baby so viel Wert?
Heute wei√ü man, dass das Risiko f√ľr Typ-2-Diabetes bei Kaiserschnitt-Kindern erh√∂ht ist, ebenso wie sie ein erh√∂htes Risiko haben an Fettleibigkeit zu erkranken. Die Darmbakterien stehen also im engen Zusammenhang mit dem Stoffwechsel.¬†

Interessant dabei ist, dass fehlende Bakterien aus dem Mikrobiom der Mutter, auch nicht bei den Kindern nachgewiesen werden konnten. Bakterien, die die Mutter also nicht hat, kann sie nicht an ihr Kind weitergeben. 

Daher wird heute bereits werdenden M√ľttern Probiotika, Pr√§biotika und eine Ver√§nderung des Lebensstils nahegelegt.
Denn bereits w√§hrend der Schwangerschaft gestalten die Darmbakterien der Mutter, √ľber bakterielle Molek√ľle, das Immunsystem des Babys durch die Plazenta und sp√§ter √ľber Antik√∂rper in der Muttermilch, mit.¬†

Dein Chance die Darmbakterien bei deinem Hund mitzugestalten. 

Doch du hast zu jeder Zeit die Chance diese wichtigen Bakterien mehr oder weniger gut im Darm deine Hundes anzusiedeln.

Was uns wieder zum gro√üen Feld der Ern√§hrung f√ľhrt. Denn Ern√§hrung h√§ngt unmittelbar mit dem Darm zusammen und damit auch mit den Bakterien die im Darm leben.

Dabei solltest du wissen, dass das Darm-Mikrobiom am schnellsten auf eine Ernährungs- bzw. Lifestyle-Umstellung reagiert. Ganz im Gegensatz zu anderen Körperteilen, wie etwa eine Veränderung der Muskelmasse oder des Gewichts. 

Denn je nach Zusammensetzung der jeweiligen Mahlzeit vermehren sich die entsprechenden Bakteriengruppen oder aber wenn sie ihre Nahrungsquelle als Lebensgrundlage nicht vorfinden, sterben diese aus. 

Damit ist es m√∂glich, √ľber die Entscheidung der Ern√§hrung die Bakterienarten und deren Menge im Darm zu beeinflussen.

In der Humanmedizin gilt die Faustregel, dass man √ľber die richtige Ern√§hrung (clean, mit vielen Ballaststoffen und naturbelassen) innerhalb von 3 Wochen, 30 % des Mikrobioms, also die Darmflora¬† zum Positiven ver√§ndern kann.¬†

Die √Ąhnlichkeit zwischen Mensch und Hund

Wenn es um die Darmflora geht, greife ich innerhalb dieses Blogbeitrages auch auf die Erkenntnisse aus der Humanmedizin zur√ľck und ziehe auch den Vergleich zwischen Mensch und Hund. Warum? Durch die Domestikation, also Haustierwerdung des Hundes, ver√§nderte sich nicht nur sein Erbgut und der Hund wurde im Gegensatz zum Wolf, zahmer und schloss sich enger dem Menschen an. Es zeigten sich bei Forschungen au√üerdem auch eine Ver√§nderung von Genen, die mit der Verdauung in Zusammenhang stehen, etwa mit der F√§higkeit St√§rke zu verdauen.

Nur so war es m√∂glich, dass Hunde sich dem Menschen eng anschlossen, um in fr√ľheren Zeiten unsere menschlichen Essensreste zu verwerten und davon zu profitieren.¬†

So l√§√üt sich erkl√§ren, warum die Darmflora des Hundes, als ‚Äěbester Freund‚Äú des Menschen, der des Menschen am meisten von allen Tieren √§hnelt. Die Bakterienbesiedlung ist bei Mensch und Hund fast identisch.¬†

Deswegen geht man heute davon aus, dass die Darmflora des Hundes in der gleichen Art und Weise wieder hergestellt werden kann, wie das Mikrobiom des Menschen. 

‚ÄěGute‚Äú Darmbakterien

Die Aufgaben, seine Funktionen und die Abl√§ufe innerhalb des Mikrobioms sind hochkomplex. Verantwortlich daf√ľr sind dabei einzelne Bakteriengruppen im Hundedarm.¬†

Im Hundedarm finden wir ‚Äěgute‚Äú Bakterien, wie Escherichia (E.)coli, Enterokokken, Laktobazillen, Bifidobakterien und diverse nicht so gute bis ‚Äěschlechte‚Äú Bakterien wie z.B. Clostridien, Streptokokken, Pseudomonas, die zwar auch immer anteilig vorhanden sind, aber bei einem Darm, der in Balance ist, keine Schwierigkeiten machen, jedoch sofort gern mitmischen und st√∂rend in Aktion treten, wenn die erstgenannten ‚ÄěGuten‚Äú schw√§cheln.

Spricht man von ‚Äěguten‚Äú Darmbakterien, meint man n√ľtzliche Bakterien, die dem Hund bei der Verdauung von N√§hrstoffen helfen. Meist sind dabei Lactobazillen, Escherichia (E.)coli, Enterokokken und Bifidobakterien gemeint.

Lacotbazillen etwa produziert Vitamine, wie das Vitamin B12 und Vitamin K2. 

Gleichzeitig sorgen Bakterien wie Enterococcus faecium, Lactobazillen und Bifidobakterien f√ľr die Energiegewinnung aus Ballaststoffen, die sie zu kurzkettigen Fetts√§uren abbauen. Dies hat eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel des Hundes.¬†

Die Krankmacher

Im Darmtrakt kommen nur wenige wirklich krank machende Bakterien vor. 

Zu ihnen gehören: 

  • Salmonellen,¬†
  • enteroh√§molytische Escherichia coli (EHEC)
  • Shigellen
  • Yersinia enterocolitica

Wichtiger ist diese Gruppe von Bakterien ‚Äěim Auge zu behalten‚Äú, die nur dann st√∂rend f√ľr den Hundeorganismus werden, wenn sie sich durchsetzen und vorherrschen. Dann schw√§chen sie die Abwehrkr√§fte des Hundes, was beispielsweise zu chronischen Erkrankungen f√ľhren kann, wie eben einer IBD.

Zu den krank machenden Bakterien zählen: 

  • Clostridien
  • Streptokokken
  • Pseudomonas,¬†

Was dem Darm schadet 

Die Darmflora ist also ein eigenes √Ėkosystem. Entsprechend empfindlich reagiert diese Struktur auf √§u√üere Einfl√ľsse.¬†

Antibiotika

Doch sollte es bei deinem Hund n√∂tig sein, ihm ein Antibiotikum zu geben, dann solltest du ihm schon w√§hrenddessen und auch noch nach der Antibiotika-Therapie ein passendes Probiotikum geben. Dadurch wird das Immunsystem bereits dann schon unterst√ľtzt und der positive Allgemeinzustand gef√∂rdert. Gleichzeitig wird nicht nur die Darmflora wieder aufgebaut, sondern vor allem f√ľr H√ľndinnen wichtig, die Vaginalflora wieder aufzubauen. Dieser Punkt wird bei H√ľndinnen h√§ufig vergessen, da√ü ein Antibiotikum auch die Vaginalflora durcheinanderbringt und hier ebenfalls Bakterien abget√∂tet werden. So kommt es nach einer Antibiotika-Gabe h√§ufig zu Blasenentz√ľndungen, weil dies eben auch mit der Vaginalflora zusammenh√§ngt. Daher ist es so wichtig zu kl√§ren, wie man nach einer Antibiotika-Therapie das Mikrobiom wieder aufbauen kann.¬†

Zucker

Zuckerreiche Lebensmittel, wie etwa zuckerreiches Obst, schaden dem Darmmikrobiom insofern, als da√ü sie Bakterien wachsen lassen, weil sie sie f√ľttern, die allerdings nicht in einer so gro√üen Zahl im Darm sein sollten.

Zusatzstoffe

Da sind zu nennen, Titandioxid (Zusatzstoff in Zahnpasta) oder auch andere Zusatzstoffe, wie Emulgatoren und Konservierungsmittel, die in verarbeiteten Lebensmittel enthalten sind. Diese Stoffe lassen bestimmte Bakterienst√§mme im Mikrobiom wachsen, die Stoffwechselprodukt herstellen, die zu Depressionen f√ľhren oder die die Darmschleimhaut durchl√§ssig machen, so da√ü Bakterien ins Blut wandern k√∂nnen.¬†

Pestizide

Wie f√ľr uns Menschen, sind auch Pestizide f√ľr den Hund ein gro√ües Problem. F√ľr den Darm ist es ein gro√üer Unterschied, ob der Hund Lebensmittel mit Pestiziden oder ohne Pestizide zu sich nimmt. Daher solltest du f√ľr deine Hund zum Beispiel Gem√ľse unbedingt immer gut waschen oder wenn es dir m√∂glich ist, ihn mit Bioprodukte f√ľttern.

Gluten

Als t√§glicher Bestandteil der Ern√§hrung ist Gluten nicht zu empfehlen. Gluten ist vor allem im Weizen enthalten. Gluten dockt an der Darmwand an und lockert diese Verbindungen auf. Gluten f√ľhrt dazu, da√ü die Darmzellen, die eigentlich fest miteinander verbunden sind, auseinanderweichen und die N√§hrstoffe aus der Nahrung damit nicht durch die Zelle weitergeleitet werden, sondern durch den gebildeten Spalt, also quasi zwischen zwei Zellen hindurchgehen. Gluten macht die Darmwand also durchl√§ssiger.¬†

Das ist ein Mechanismus des ‚ÄěLeaky Gut‚Äú, dem durchl√§ssigen Darm, dessen Krankheitsbild in der Humanmedizin weiterhin nicht anerkannt ist und nicht im Krankheitskatalog aufgenommen ist.¬†

Doch bei dem durchl√§ssigen Darm geht der Nahrungsbrei sofort ins Blut und nicht stoffwechselphysiologisch zum Beispiel auch mal durch die Leber. Somit verschiebt sich auch der Leberstoffwechsel und Entz√ľndungszellen vermehren sich. So hat man beim Menschen bereits einen Zusammenhang zwischen Gluten und der Blasenentz√ľndung und auch Diabetes festgestellt.
Das Leaky Gut РSyndrom kennen wir beim Hund ebenfalls. 

Wurmkuren

Viele Tier√§rzte empfehlen den Hund alle drei Monate zu entwurmen. Obwohl du den Kot deines Hundes vor der Verabreichung einer Wurmkur, auf W√ľrmer und Parasiten testen kannst. Denn nur bei einem Befall macht die Gabe einer Wurmkur Sinn.¬†

Bei der Gabe des Wurmmittels werden W√ľrmer im Bereich des Darms abget√∂tet.
Allerdings wird dabei auch ein Gro√üteil der nat√ľrlichen Darmflora des Hundes gesch√§digt.
Dann braucht der Darm deines Hundes Zeit die Wirkstoffe vollständig abzubauen und die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. 

Du findest hilfreiche Informationen zum Thema ‚ÄěWurmkur beim Hund‚Äú in unserem Blogbeitrag und in den entsprechenden Podcast-Folgen.¬†

Klicke ‚ÄěHIER‚Äú um zum Blogbeitrag „Wurmkur beim Hund“ zu gelangen.¬†

Klicke ‚ÄěHier‚Äú f√ľr die Podcast-Folge: ‚Äě027 Wurmkur beim Hund‚Äú

Impfungen

Impfungen beim Hund bleiben ein umstrittenes Thema.
Was auf der einen Seite Leben retten kann, wenn sich das Immunsystem mit der Bek√§mpfung verschiedenster Erreger besch√§ftigt, f√ľhrt auf der anderen Seite zu einer starken Belastung des Organismus, besonders der Entgiftungsorgane.

So gab es jahrelang eine erbitterte Diskussion um Quecksilber in Impfstoffen, dass beim Menschen in Verbindung gebracht wurde mit Autismus und anderen gesundheitlichen Störungen. 

Heute wird stattdessen Aluminium verwendet, von dem man jetzt weiß, das es die Entstehung von Alzheimer fördert. 

Denn die chemischen Eigenschaften der verwandten Schwermetalle in Impfstoffen binden sich an die Proteine des Hundeorganismus und können deren Struktur verändern.
Auch Immunzellen zählen zu diesen Proteinen. 

Schwermetalle und damit eine Impfung, bringen so immer auch die Darmflora aus dem Gleichgewicht. 

Krankheiten

Auch beim Hund läßt sich nicht jede Krankheit verhindern. Doch die Abwehr von Viren und Bakterien erfordert Höchstleistungen vom Organismus deines Hundes. Damit sein Immunsystem diese Arbeit verrichten kann, braucht es viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Je nach Verfassung des Hundes und der Dauer seiner Erkrankung sind so körpereigene Reserven schnell aufgebraucht.
Gleichzeitig wird vor allem der Darm gefordert, in dem das Immunsystem deines Hundes, wie schon beschrieben, sitzt. 

Darmgesundheit

‚ÄěDer Darm ist der Sitz der Gesundheit.‚Äú¬†Das wu√üte schon Hippokrates.¬†

Gerade deshalb ist der Hund, was er isst. (nach Paracelsus)

Daher ist eine gesunde und stabile Darmflora so wichtig,
denn ohne sie gibt es keine gesunde Schleimhaut und umgekehrt.
Ist die Darmschleimhaut nicht gesund, ist auch die Darmflora nicht im Gleichgewicht. 

Eine gesunde Darmflora sorgt f√ľr:

  • eine Regeneration der Darmschleimhaut
  • die Bildung von Fetts√§uren und Vitaminen
  • die Abwehr von krankheitserregenden Keimen
    (Viren und Bakterien, aber auch Pilze, ebenso wie Parasiten)
  • einen Schutz des Immunsystems
  • eine optimale N√§hrstoffverwertung
  • eine Verbindung zum Gehirn (Bauchhirn)

2. Therapie-Säule: Darmsanierung

Den kranken Darm erkennen

Mit den bereits beschriebenen Symptomen und den diagnostischen Verfahren ist die Diagnose IBD, bei deinem Hund zu diesem Zeitpunkt bereits gestellt. 

Doch Hundehaltern rate ich im weiteren Verlauf der Behandlung immer die Schutzfunktion der Darmschleimhaut konkret zu √ľberpr√ľfen.¬†

Der Darmflora-Screening

Das Kotscreening ist ein weiterer wichtiger diagnostischer Schritt. 

Hierbei werden Parasiten (W√ľrmer) und auch Giardien und Kokzidien ausgeschlossen.

Gleichzeitig gibt ein Darmflora-Screening, Aufschluss √ľber die Qualit√§t der Darmflora, die Verdauungsenzyme, m√∂gliche pathogene Keime, wie z. b. Salmonellen und den ph-Wert des Kots.

F√ľr eine genaue Kotuntersuchung sammelst du einfach und unkompliziert den Kot deines Hundes in einem oder mehrerer R√∂hrchen.¬†

Denn nur die Kotuntersuchung verschafft ein genaues Bild √ľber den Zustand der Darmschleimhaut und des Mikrobioms. Daher solltest du folgende Parameter im Kot deines Hundes kontrollieren lassen:

  1. Darmflora-Analyse
  2. Sekretorisches IgA:
    Dieser Wert gibt dir einen ersten √úberblick √ľber die Funktion der Schleimhautabwehr.
    Deren Aufgabe es ist das Eindringen und Ansiedeln von potentiell gefährlichen Bakterien, Viren oder Pilzen zu verhindern und unverträgliche Nahrungsbestandteile und Giftstoffe zu neutralisieren.
  3. Alpha-1-Antitrypsin:
    Er dient der Regulation von Entz√ľndungsreaktionen. Erh√∂hte Werte geben Hinweise¬†auf eine erh√∂hte Durchl√§ssigkeit der Darmschleimhaut.
  4. Zonulin:
    Das Protein ist ebenfalls ein wertvoller Marker f√ľr die Durchl√§ssigkeit der Darmschleimhaut beim Hund.¬†

Die Darmsanierung

√úber eine gezielte Darmsanierung verhilft man der Darmschleimhaut zu regenerieren.

Dabei sind vor allem folgende Aspekte wichtig:

  1. stoppen von Entz√ľndungsprozessen,
    durch z. B. Umstellung der Ernährung 
  2. abheilen der geschädigten Darmschleimhaut,
    durch sch√ľtzende Heilmittel
  3. Wiederaufbau der Schleimschicht, die normalerweile die Darmschleimhaut sch√ľtzt
  4. Regulierung der Darmflora,
    durch ein Verringern sch√§dlicher Darmbakterien etc. und eine Vermehrung ‚Äěguter‚Äú Darmbakterien

Aufbau der Darmschleimhaut und Gleichgewicht des Mikrobioms

Wie kann man nun eine Bakterienvielfalt fördern?

Das Mikrobiom deines Hundes ist ebenfalls stark von der Nahrungszusammensetzung, der Proteinqualität, aber auch der Proteinmenge, dem Fasergehalt und vielem mehr abhängig. 

Denn auch wenn sich die Darmschleimhautzellen innerhalb von wenigen Tagen vollst√§ndig erneuern, brauchen sie f√ľr diese unglaubliche Leistung besondere N√§hrstoffe.¬†

Dazu zählen:

  • Zink
  • Vitamin A
  • Vitamin B2
  • Vitamin B12
  • Biotin
  • Niacin

Weitere Faktoren um die guten Darmbakterien zu unterst√ľtzen sind:

  • L-Glutamin

Eine ausreichende Versorgung mit der Aminos√§ure L-Glutamin ist wichtig f√ľr die Schleimh√§ute, sowohl des Dickdarms, als auch des D√ľnndarms.
Denn L-Glutamin liefert die n√∂tige Energie f√ľr die Neubildung von Darmzellen und sorgt so daf√ľr, dass die Darmschleimhaut bei Sch√§den schneller regeneriert.

  • Vitamin D

Untersuchungen zeigten, dass Vitamin D die Zunahme einer positiven Darmflora unterst√ľtzt.
Ein Mangel setzt die Produktion von Peptiden herab, die in der Darmschleimhaut gebildet werden und Einfluss auf die Dichte der Schleimhaut haben, d. h. sie kann d√ľnner oder sogar undicht werden. Gleichzeitig k√∂nnen sich bei einem Mangel des Vitamin Ds, ‚Äěschlechte‚Äú also ung√ľnstige Keime vermehren und die guten Bakterien verdr√§ngen. ¬†

  • Omega-3-Fetts√§uren

Omega-3-Fetts√§uren leisten einen gro√üen Beitrag zur Darmgesundheit, weil sie aus Entz√ľndungshemmern bestehen. Somit senken sie den Anteil an Bakterien die entz√ľndungsf√∂rdernd wirken und f√∂rdern eine gesunde Darmflora.¬†

Aufbau des Darmmikrobioms

Der tats√§chliche Aufbau der ins Ungleichgewicht gerutschten Darmflora deines Hundes, kann dabei mehrere Wochen bis einige Monate in Anspruch nehmen. Bringt man die gest√∂rte Darmflora wieder ins Gleichgewicht, spricht man umgangssprachlich auch von einer ‚ÄěDarmsanierung‚Äú.¬†

Durch den Einsatz von nat√ľrlichen Pr√§biotika, Probiotika und Vitalstoffen wird die Darmgesundheit deines Hundes gezielt gef√∂rdert.¬†

Gleichzeitig werden auch Entz√ľndungssymptome gelindert.¬†

All dies wirkt sich auf den gesamten Hundeorganismus aus und beeinflußt gleichzeitig auch das Nervensystem deines Hundes positiv. 

Da wir wissen, dass eine m√∂gliche Ursache von IBD, Stress sein k√∂nnte, ist dies gerade f√ľr Hunde die unter Dauerstress stehen, ein zus√§tzlicher Pluspunkt und wichtiger Aspekt.

Präbiotika fördern die Darmgesundheit

Bestimmte Futterbestandteile f√∂rdern eine gute Darmgesundheit ‚Äď dies sind die sogenannten Pr√§biotika.
Dabei handelt es sich um Ballaststoffe, die das Wachstum von ‚Äěguten Darmbakterien‚Äú unterst√ľtzen.¬†

Doch beim Thema ‚ÄěBallaststoffe in der Hundeern√§hrung‚Äú tauchen h√§ufig Fragen auf wie: Sind sie nicht v√∂llig ‚Äě√ľberfl√ľssig‚Äú und nur ‚Äěbilliger F√ľllstoff‚Äú oder sogar ‚Äěgesundheitssch√§dlich‚Äú?¬†

Exkurs Ballaststoffe

Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind Bestandteile der Nahrung, die entweder nur schlecht oder v√∂llig unverdaulich sind. Was sich jetzt vielleicht sehr negativ anh√∂rt, macht diese Fasern jedoch f√ľr den Hundeorganismus sehr wertvoll.¬†

Ballaststoffe sorgen nicht nur f√ľr eine gesunde Darmschleimhaut, sondern unterst√ľtzen im Darm auch den Nahrungsbrei beim Weitertransport und regen den Darm zu seiner Bewegung an. ¬†

Dabei werden die ‚ÄěBallaststoffe‚Äú in langsam fermentierbare und schnell fermentierbare Fasern unterschieden.¬†

Wir wollen uns hier auf die schnell fermentierbaren Fasern konzentrieren. 

Hierzu zählen:

  • Fructo-Oligosaccharide (FOS),
    (Mehrfachzucker aus Fruchtzucker)
  • Pektine
    (enthalten im Apfel, M√∂hre und Zuckerr√ľbenschnitzeln),
  • Laktulose
    (ein Baustein des Milchzuckers)
  • Laktose
    (Milchzucker)
  • Inulin
    (enthalten z.B. in Chicorée, Artischocke)

Hinweis:
√Ąpfel und auch Zuckerr√ľben haben einen hohen Zuckergehalt. Sie sollten daher in der Hundeern√§hrung in Ma√üen bzw. nur als¬†‚ÄěTrester‚Äú beziehungsweise ‚ÄěSchnitzel‚Äú gef√ľttert werden. Dann ist ihnen der Zucker bereits entzogen worden.

Alle Pr√§biotika sind Nahrung f√ľr die n√ľtzlichen Bakterien und so f√∂rderst du mit diesen Futterbestandteilen deren Wachstum im Dickdarm deines Hundes. Dies f√ľhrt gleichzeitig dazu, dass sch√§dliche Bakterien, wie etwa Chlostridien, zur√ľckgedr√§ngt werden.¬†

Doch durch diese fementierbaren Fasern passiert noch viel mehr. Es entstehen kurzkettige Fetts√§uren. Sie unterst√ľtzen auf der einen Seite, zus√§tzlich die Ern√§hrung der Darmzellen, sorgen aber auf der anderen Seite f√ľr eine Ans√§uerung des Nahrungsbreis.
Dadurch werden die Bedingungen f√ľr die ‚Äěschlechten‚Äú Darmbakterien noch einmal herabgesetzt und der Heilungsprozess unterst√ľtzt.

Wichtig
Bei diesen schnell fermentierbaren Fasern gilt nicht, viel hilft viel.

Mag die Erläuterung auch diesen Anschein zunächst erwecken.  

Präbiotika sollten bei Hunden mit Bedacht eingesetzt werden, da sich auch krankmachende Bakterien von diesen Kohlenhydraten ernähren können.
Auch k√∂nnen gr√∂√üere Mengen von ihnen zu Durchfall f√ľhren.
Besonders zu Beginn einer angepa√üten F√ľtterung solltest du sie daher immer langsam einschleichen.¬†

Auch Probiotika beim Hund kann sinnvoll sein

Was sind Probiotika?

Bei Probiotika handelt es sich um Kulturen von lebenden Mikroorganismen. Sie werden dem Futter des Hundes als Pulver zugegeben oder dem Hund als Kapsel oral verabreicht. 

So versucht man das Verh√§ltnis der guten Darmbakterien √ľber eine direkte Einnahme anzuheben.¬†

Dabei ist die Herstellung von Probiotika strengen gesetzlichen Regeln unterworfen. Probiotika gelten als Futtermittelzusatzstoffe und sind so zulassungspflichtig. 

Bei den zugelassenen Mitteln f√ľr den Hund, sind daher nur Mikroorganismen enthalten, welche f√ľr den Hund unbedenklich sind und deren Nutzen f√ľr den Hund auch nachgewiesen wurde.¬†

Laut EU-Verordnung f√ľr Hunde sind aktuell nur zwei Bakterienst√§mme zugelassen. Das sind Enterococcus faecium und Lactobacillus acidophilus.

Wie wirken Probiotika?

Auch √ľber die Gabe eines Probiotikas wird versucht unerw√ľnschte Bakterien zu hemmen und die ‚Äěguten‚Äú Darmbakterien zu st√§rken.¬†

Gleichzeitig bewirken Probiotika beim Hund eine Zunahme von Milchs√§urebakterien und erh√∂hen die Bildung von Fetts√§uren, was wiederum entz√ľndungshemmend wirkt.¬†

Die Voraussetzung f√ľr einen m√∂glichst positiven Effekt ist jedoch, dass die Probiotika in einer gro√üen und ausreichenden Menge im Darm ankommen.¬†

Wie wendest du Probiotika an?

Wie schon beschrieben enthalten die meisten Probiotika zwei Bakterienst√§mme f√ľr Hunde unteranderem Enterococcus faecium, ein Bakterium, dass man vor allem im D√ľnndarm findet.¬†

Doch vielfach spielen sich Entz√ľndungsreaktionen auch im Dickdarm des Hundes ab. Somit ist es sinnvoll auch ihn zu unterst√ľtzen, auch wenn es keine speziellen Bakterienst√§mme f√ľr genau diese Region gibt.¬†

Vor allem ist es wichtig, dass Bakterienkulturen, resistent gegen√ľber der Magens√§ure, den Gallens√§uren und den Verdauungsenzymen sind. Probiotika m√ľssen also zun√§chst die Darmpassage unbeschadet passieren, um schlie√ülich einen positiven Einfluss auf das Gleichgewicht der Darmflora nehmen zu k√∂nnen.¬†

Gleichzeitig braucht Probiotika die F√§higkeit, sich an der Darmwand anzuheften, um die Darmflora zu unterst√ľtzen.¬†

Daher braucht es oft verschiedene Therapeutika jeweils f√ľr denn Dick- bzw. D√ľnndarm.¬†

Wichtig: 

  1. Ein Probiotika solltest du grunds√§tzlich einschleichen. Der angegriffene Darm kann gerade am Anfang mit den Bakterienkulturen √ľberfordert sein und so kommt es trotz aller Vorsicht h√§ufig zu Bl√§hungen, weichem Kot oder auch Schleimbildung. Diese Begleiterscheinungen verschwinden in der Regel nach einigen Tagen.
  2. Damit sich √ľber das Probiotika Darmbakterien ansiedeln k√∂nnen, mu√üt du sie deinem Hund entsprechend lange zuf√ľttern.
    In der Regel mindestens 4 bis 16 Wochen.
    Doch gerade bei chronischen Erkrankungen ist es notwendig, das Probiotika sogar √ľber mehrere Monate zu geben.
    Die Faustformel ist hier: Je l√§nger die Erkrankung besteht, desto l√§nger sollte du auch ein Probiotika in die F√ľtterung dazugeben.

Achtung bei fermentierten Lebensmitteln

Sicher hast du schon gehört, dass einige Lebensmittel bereits Mikroorganismen enthalten.
So werden immer wieder fermentierte, also probiotische Lebensmittel f√ľr die Darmgesundheit angepriesen, wie etwa:

  • Joghurt
  • Quark
  • H√ľttenk√§se
  • Buttermilch
  • Kefir¬†

Diese k√∂nnten ebenfalls einer Fehlbesiedlung des Darms beim Hund entgegenwirken, w√§re da nicht die h√§ufige Unvertr√§glichkeit gegen√ľber Milchprodukten. Da Hunde die an einer IBD leiden h√§ufig auch eine Laktoseintoleranz aufweisen, empfehle ich Milchprodukte eher nicht in die F√ľtterung einzubeziehen.

Sauerkraut, der fermentierte Weißkohl

Anders als bei den genannten Milchprodukten verh√§lt es sich mit Sauerkraut. Hierbei befinden sich die Milchs√§urebakterien auf der Blattoberfl√§che des Wei√ükohls und sorgen so f√ľr die Fermentierung zum Sauerkraut. Damit eignet sich Sauerkraut gut zur gelegentlichen Beimengung zum Hauptfutter deines Hundes und ist als kleine Portion eine gesunde Komponente f√ľr den Darm deines Hundes.¬†

Interessant:

Eine Kombination aus Pr√§biotika und Probiotika nennt man Synbiotika. Hier werden die positiven Eigenschaften der unterschiedlichen Bestandteile vereint, um die Darmgesundheit optimal zu unterst√ľtzen, denn die Wirkstoffe erg√§nzen sich in der Regel wunderbar.¬†

Konkrete Umsetzung der Darmsanierung

Was sich hier als schnelle und einfache Lösung darstellt, empfiehlt sich nicht, als blinde Verabreichung irgendeines Probiotikums an den betroffenen Hund.

So wie bei anderen Supplements, sprich Nahrungserg√§nzungsmitteln, √ľbrigens auch, dieses Vorgehen NICHT zu empfehlen ist.¬†

Meine Vorgehensweise ist hierbei immer: 

messen, Рsupplementieren, Рnachmessen 

Genau diese Vorgehensweise l√§√üt sich beim Darmmikrobiom auch durchf√ľhren.¬†

Dazu l√§√üt man eine Stuhlprobe des Hundes, wie oben bereits angesprochen, analysieren. Hierbei kann man genau erkennen, welche Bakterienst√§mme sind im Darm deines Hundes vorhanden und vor allem, wie genau sind sie dort verteilt. Anschlie√üend w√ľrde man supplementieren. Also genau die Bakterienst√§mme auff√ľllen, die der Hund nicht hat, die ihm aber aufgrund seiner Beschwerden guttun w√ľrden oder aber die f√ľr seine allgemeine Gesundheit und sein Wohlbefinden positiv sind.¬†

Anschlie√üend w√ľrde man zum Beispiel nach 3 Monaten oder nach einem halben Jahr erneut die Entwicklung der Bakterien¬†nachmessen.
Hierbei w√ľrde man sich ansehen, sind die gew√ľnschten Bakterienst√§mme wirklich angesiedelt worden, das hei√üt, war die Therapie erfolgreich?¬†

Wenn du deinem Hund einfach irgendwelche Bakterienst√§mme √ľber ein Probiotika verabreichst, √§hnelt das Vorgehen eher dem Gie√ükannenprinzip. Ein bisschen von diesem und ein wenig von jenem, ist zwar irgendwie gesundheitsf√∂rdernd, zielf√ľhrend ist solch ein ungeplantes Vorgehen allerdings nicht und damit rausgeschmissenes Geld.¬†

Weitere nat√ľrliche Heilmittel zur Darmsanierung

Bei einer Darmsanierung streben wir im naturheilkundlichen Bereich nicht nur die Steuerung der Darmgesundheit durch Prä- und Probiotika an.

Bei der Darmsanierung werden gezielt drei Thematiken verfolgt. 

  1. Erholung der gesch√§digten Darmschleimhaut und damit Drosselung der Entz√ľndungsprozesse.
  2. Schutz der Darmschleimhaut, durch Aufbau der sch√ľtzenden Schleimschicht.
  3. Regulierung der Darmflora.

Diese Ziele einer Darmsanierung erreicht man mit den folgenden Massnahmen, wobei wir zunächst auf die Ernährung eingehen und anschliessend auf die einzelnen der drei Punkte:

Weitere Anliegen die dabei unterst√ľtzt werden sollen, ist sowohl der Schutz des Darms, also auch die Ausleitung m√∂glicher Giftstoffe.

Der Schutz der Darmschleimhaut

Gerade ein Schutz des Magen- und Darmbereichs ist bei Verdauungsproblemen, vor allem in Verbindung mit chronischen Entz√ľndungen, wie hier bei der IBD des Hundes, immer besonders wichtig.
Die Erkrankung einer IBD, betrifft immer den gesamten Magen- und Darmbereich.
Sind die Darmw√§nde und die des Magens gesch√ľtzt, drosselt dies entz√ľndlich verlaufende Prozesse. Gleichzeitig wird zus√§tzlich die Darmschleimhaut bei ihrer Regeneration unterst√ľtzt.¬†

Dazu stehen uns in der naturheilkundlichen Praxis einige Mittel zur Verf√ľgung.¬†

Flohsamenschalen – Anwendung und Wirkung

Die Heilpflanze РFlohsamen 

Flohsamen sind die Samen eines Wegerichgewächses aus Indien, Pakistan und dem Iran.
Bereits im Altertum war die positive Wirkung auf die Verdauung von Flohsamen bekannt. 

Flohsamen zählen ebenfalls zu den schnell fermentierbaren Fasern. Damit liefert der Flohsamen wertvolle Ballaststoffe.
Mit Flohsamen bzw. Flohsamenschalen werden zwei Aspekte der Verdauung beeinflussen. Auf der einen Seite¬† haben sie eine positive Wirkung auf Durchf√§lle des Hundes und wirken auf der anderen Seite aber auch leicht abf√ľhrend, was sich positiv bei Verstopfung auswirkt.¬†

Die Wirkungsweise

Flohsamen binden Wasser im Darm und verdicken so den Kot des Hundes. Gleichzeitig bilden sie einen Schleim, der die Darmschleimhaut sch√ľtzt und wie ein Gleitmittel wirkt.

Au√üerdem enthalten Flohsamen viele √Ėle und Proteine. Neben dem gebildeten Schleim schmieren diese fetten √Ėle ebenfalls die Darmw√§nde. Damit sch√ľtzen und pflegen sie den Darm zus√§tzlich.¬†

Flohsamenschalen n√§hren gleichzeitig durch ihre probiotischen Eigenschaften die ‚Äěguten‚Äú Darmbakterien und sorgen so f√ľr ein besseres Gleichgewicht innerhalb der Darmflora.

Doch Flohsamen wirken auch abf√ľhrend.
Dabei helfen sie Schadstoffe abzutransportieren, was gerade bei chronischen Darmentz√ľndungen, wie der IBD, wichtig ist.¬†

Über die Schleimstoffe, die sich in den Schalen der Flohsamen befinden, können sie viel Wasser binden. Dies nennt man Quellindex. Dadurch erhöht sich das Kotvolumen und der Kot wird schneller weiterbefördert.

Was es mit dem Quellindex auf sich hat

Flohsamen oder Flohsamenschalen

Der Flohsamen besteht aus dem Samenkern und seiner Schale. 

Seine Quelleigenschaft kann man wie bei allen Ballaststoffen messen. Dazu ermittelt man den sogenannten Quellindex. Das ist das Volumen, das ein Gramm nach vier Stunden quellen zeigt. 

Dabei hat man festgestellt, das ganze Flohsamen einen Quellindex von neun aufweisen. 

Flohsamenschalen sind die Samenschalen der Pflanze Plantage ovata. Sie enthalten viele lösliche Ballaststoffe.
Daher kommen Flohsamenschalen auf einen vielfach höheren Quellindex von vierzig. 

Darauf solltest du achten

Da Flohsamenschalen stark aufquellen, mu√üt du sie immer vor der F√ľtterung deines Hundes mit Wasser √ľbergie√üen und vorquellen. Gleichzeitig mu√üt du daf√ľr sorgen, dass dein Hund w√§hrend der Gabe von Flohsamenschalen zus√§tzlich ausreichend trinkt.¬†

Quellen die Flohsamenschalen nicht ausreichend, bilden sich zu wenig Schleimstoffe und die positive Wirkung bleibt aus. 

Vorsicht

Grunds√§tzlich solltest du Flohsamen nicht anwenden, wenn bei deinem Hund gerade noch eine akute Entz√ľndung im Magen-Darm-Trakt besteht.¬†

Sollte dein Hund Medikamente einnehmen m√ľssen, die √ľber den Darm wirken, kann die zeitgleiche Gabe von Flohsamen, die Aufnahme der Arzneimittel behindern.¬†

Zwischen der Einnahme von Flohsamen und der nötigen Medikamente sollten mindestens 1 Р1 1/2 Stunden vergangen sein.
Besprich dich hier√ľber unbedingt mit deinem Tierarzt.¬†

Leidet dein Hund an Erkrankungen der Nieren oder des Herzens, bei denen er nicht viel trinken darf, besprich dich ebenfalls unbedingt mit deinem Tierarzt, ob Flohsamen f√ľr deinen Hund geeignet sind.¬†

Leinsamen- Anwendung und Wirkung

Heilpflanze РLeinsamen 

Was ist Leinsamen?

Leinsamen oder auch Leinsaat genannt, ist der Samen von Flachs. 

Lein ist eine sehr alte Pflanze und wird fast in der ganzen Welt angebaut.
Leinsamen enthalten rund 40 Prozent Fett und sind der Rohstoff f√ľr Lein√∂l.
Je nach Sorte hat der Leinsamen unterschiedliche Bezeichnungen. So gibt es den Goldleinsamen, der eine gelbe Schale hat und braunen Leinsamen.

Wirkungsweise von Leinsamen 

In der Schale des Leinsamens stecken viele Ballaststoffe, die eine gesunde Darmflora fördern. Dies sind sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe. 

Diese Schleimstoffe haben verschiedene positive Effekte auf Durchfallerkrankungen, Verdauungsbeschwerden und den Cholesterinspiegel bzw. die Blutfette. 

Vor allem die unl√∂slichen Ballaststoffe sind wichtige N√§hrstoffe f√ľr die ‚Äěguten‚Äú Dambakterien im Dickdarm. Durch dieses Nahrungsangebot wird ihre Anzahl im Dickdarm vermehrt.¬†

Aber diese nicht-abbaubaren Ballaststoffe des Leinsamen wirken auch wie eine Art ‚ÄěSchwamm‚Äú. Ebenso wie bei Flohsamenschalen, quellen diese Schleimstoffe in Verbindung mit Wasser um das 4 – 8-fache ihres urspr√ľnglichen Volumens auf. Diese Quellstoffe binden Giftstoffe und bef√∂rdern sie aus dem Darm hinaus.

Inhaltsstoffe von Leinsamen 

Neben den Ballaststoffen enth√§lt Leinsamen auch Proteine und fette √Ėle. So findet sich im Leinsamen ein hoher Anteil an Omega-3-Fetts√§uren. Diese unges√§ttigten Fetts√§uren haben¬† eine entz√ľndungshemmende Wirkung und damit auf den gesamten Hundeorganismus einen positive gesundheitlichen Effekt.¬†

Doch auch so wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Folsäure, Kalium, Kalzium und Lezithin sind im Leinsamen enthalten.
Ebenso einige Vitamine, wie Vitamin B1, B2, und B6 und Vitamin E. 

Gleichzeitig helfen die √Ėle bzw. die Fetts√§uren dabei, Nahrungsreste mit einem ‚ÄěFilm‚Äú zu √ľberziehen. Das macht den Kot deines Hundes weicher, was wiederum dem Magen- und Darmtrakt hilft, den Kot leichter weiter zu bef√∂rdern und schlie√ülich auszuscheiden.¬†

Leinsamen – ganz oder geschrotet?

Der ganze Leinsamen durchläuft den Magen- und Darm-Trakt deines Hundes häufig völlig unverdaut. So aber kann der Leinsamen seine Wirkung nicht entfalten. 

Eine bessere Wirkung erzielst du, wenn der Leinsamen geschrotet wird. Nur so gelangen die Schleimstoffe aus dem Samen und es vergrößert sich die Oberfläche, an der Wasser gebunden werden kann. Gleichzeitig setzt sich so das Leinöl frei. 

Doch da geschroteter Leinsamen eine kurze Haltbarkeit hat, zerkleinere die ben√∂tigte Menge vor dem Verf√ľttern zum Beispiel in einem M√∂rser.¬†

Ein weiterer positiver Aspekt ist der hohe Magnesiumanteil in den Leinsamen. Sie st√§rken Knochen, Muskeln und das Nervensystem deines Hundes. Gleichzeitig sch√ľtzt Magnesium Neven und Herz.

Leinsamen und das Thema ‚ÄěBlaus√§ure‚Äú

Immer noch wird vielfach an der Fehlinformation festgehalten, dass Leinsamen aufgrund der angeblich enthaltenen Blausäure besser gemieden werden sollte, da er giftig sei. 

Wie aber bei so vielem gilt auch hier:
‚ÄěAlle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.‚Äú nach Paracelsus.

Doch Leinsamen enth√§lt keine reine Blaus√§rue. Geringe Mengen Blaus√§ure entsteht erst beim Abbau einer chemischen Verbindung, den cyanogenen Glycosiden. Diese Verbindung ist nat√ľrlicherweise in vielen Pflanzen enthalten und kann unter bestimmten Umst√§nden Blaus√§ure freisetzten.

Vielleicht ist dir der Zusammenhang von Amygdalin aus Bittermandel√∂l und Aprikosenkernen bekannt. Bei √ľberm√§√üigem Verzehr, k√∂nnen sie zu einer Blaus√§urenvergiftung f√ľhren.¬†

Beim Verschlucken des ganzen Leinsamens, wird dieser nicht gespalten und daher auch keine ‚ÄěBlaus√§ure‚Äú freigesetzt.
Anders ist es, wenn Leinsamen zerkaut oder geschrotet verzehrt wird, denn dann werden kleine Mengen der chemischen Verbindungen zwar freigesetzt, sie stellen jedoch bei verzehr√ľblichen Mengen keine Gef√§hrdung der Gesundheit dar. ¬†

Durch die funktionierende Entgiftung des K√∂rpers, was in der Regel der Fall ist, werden die geringen Mengen an Blaus√§uren, die beim Abbau der chemischen Verbindung entsteht, √ľber den Harn ausgeschieden.¬†

Wir schauen genauer hin

Beim Menschen sind 1 bis 2 mg reine Blausäure pro Kilogramm Körpergewicht tödlich.
Bei einem Durchschnittskörpergewicht beim Mann von 80 kg, wären dies zwischen 80 bis 160 mg reine Blausäure. 

Rechnung: 

In einem Gramm Leinsamen befinden sich durchschnittlich 0,2 mg Blausäure. 

Klammern wir die nat√ľrliche Entgiftung des K√∂rpers an dieser Stelle der Einfachheit halber einmal aus.
Um dann eine t√∂dliche Menge an Leinsamen aufzunehmen, m√ľ√üte die Person, bei 80 kg K√∂rpergewicht, 400 g – 800 g Leinsamen auf einmal essen.¬†

Eine solche Menge entspricht nicht dem t√§glich, √ľblichen Verzehr.¬†

Wichtig ist festzuhalten:
Experten sind sich weiterhin nicht einig, ob die Blaus√§ure im Leinsamen √ľberhaupt zum Tragen kommt.¬†

Goldener und brauner Leinsamen – der Unterschied

Der Unterschied zwischen den beiden Leinsamen-Sorten liegt in ihrer Quellfähigkeit und in den Fettsäuren. 

Goldleinsamen
Der gelbe Leinsamen besitzt eine stärkere Quellfähigkeit, als brauner Leinsamen.
Daher ist er besonders wirkungsvoll bei Verstopfung, denn er regt die Darmbewegeung (Darmperistaltik) an. 

Brauner Leinsamen
Brauner Leinsamen verf√ľgt √ľber eine gr√∂√üere Menge an Omega 3-Fetts√§uren und enth√§lt mehr Schleimstoffe.

Daher w√§hle den Leinsamen sorgsam f√ľr deinen Hund aus.¬†

Darauf solltest du achten 

Kaufe Leinsamen immer nur ganz. Leinsamen der bereits geschrotet ist, kann bereits nach einer Woche ranzig werden. 

Der Leinsamen quillt auf, daher ist es unter Umst√§nden wichtig ihn vorher gut quellen zu lassen und ihn dazu mit entsprechend viel Wasser zu √ľbergie√üen. Ein entsprechendes Aufquellen ist besonders wichtig bei einer Verstopfung.¬†

Gleichzeitig ist es hier hilfreich, wenn dein Hund zusätzlich viel trinkt, um einer Verstopfung zusätzlich entgegenzuwirken. 

Achtung:
Wird der Leinsamen bei einer Verstopfung mit zu wenig Fl√ľssigkeit gef√ľttert wird, kann dies zum Darmverschluss f√ľhren!

Es ist nicht wirklich sicher, ob die Blaus√§ure die im Leinsamen enthalten ist, √ľberhaupt im Organismus des Hundes wirksam wird.
Solltest allerdings im Leinsamen eine Gefahr sehen, so kannst du Leinsamen kurz aufkochen. Blausäure ist wasserlöslich und verdampft beim Kochen.

Brauner Leinsamen bei einer IBD des Hundes

Bei einer Magen-Darm-Entz√ľndung eignet sich besonders der braune Leinsamen.
Diese Sorte hat einen besonders hohen Gehalt an Schleimstoffen.
Kochst du den braunen Leinsamen noch vorher, werden die Schleimstoffe besonders wirksam und legen sich √ľber die angegriffenen Schleimh√§ute. So werden Darmschleimh√§ute vor Reizungen gesch√ľtzt und k√∂nnen regenerieren. Zus√§tzlich helfen die im braunen Leinsamen enthaltenen Fetts√§uren gegen Entz√ľndungen.
Was bei einer IBD des Hundes absolut w√ľnschenswert ist.¬†

Vorsicht!

Wie schon bei den Flohsamenschalen beschrieben, könnte auch Leinsamen die Passage von Medikamenten aus dem Darm in die Blutbahn behindern. So werden die Wirkstoffe von Medikamenten schlechter aufgenommen.

Daher solltest du deinem Hund Medikamente und Leinsamen nicht gleichzeitig geben, sondern zeitlich versetzt f√ľttern. Das hei√üt, wenn es dir m√∂glich ist, verabreiche deinem Hund Medikamente mindestens 1 – 1 1/2 Stunden vor dem F√ľttern von Leinsamen.

Dosierung bei Hunden

Da du Leinsamen nicht √ľberdosieren kannst, brauchst du keine genaue Berechnung nach dem K√∂rpergewicht des Hundes.
Orientiere dich grob an der Größe deines Hundes. 

Hier gilt:

  • kleine Hunde erhalten rund ¬† 5 g Leinsamen t√§glich¬†
  • gro√üe Hunde erhalten rund 10 g Leinsamen t√§glich¬†

Viele Hunde sind bei ihrem Futter sehr w√§hlerisch. Daher gebe deinem Hund zun√§chst kleine Mengen an vorbereitetem Leinsamen mit in seine normale Hauptmahlzeit. Akzeptiert er diese Beimischung, dann steigere die Menge langsam, bis du bei der empfohlenen Dosierung f√ľr deinen Hund angelangt bist.¬†

Anwendung

Nat√ľrlicher Schleim aus geschrotetem Leinsamen

Schrote die Menge des ben√∂tigten Leinsamens und √ľbergie√üe ihn mit 2 –¬† 3 Essl√∂ffel hei√üen Wassers.
Lasse ihn etwa 10 Minuten ziehen und abk√ľhlen.

Anschließend gibst du den Leinsamenschleim mit ins Hauptfutter deines Hundes. 

Du kannst auch etwas geriebene Karotte dazugeben. Du kannst auch einen geraspelten Apfel daruntergeben, wenn es dein Hund verträgt.

W√§hrend du deinem Hund den Schleim als Therapie verabreichst, sorge unbedingt f√ľr eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr.
Gleichzeitig halte Abstand zur Einnahme von Medikamente wie beschrieben.

Erst nach dem Schutz de Darmschleimhaut, k√ľmmert man sich um deren Heilung und Regeneration.
Um dann im Anschlu√ü den Aufbau der Darmflora (Mikrobiom) zu unterst√ľtzen.¬†

Leinsamen selber schroten

Da geschroteter Leinsamen schnell ranzig wird oder gar schimmelt, lohnt es sich, ihn selbst zu schroten oder zu mahlen. 

Dazu hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • M√∂rser:
    Hier bleibt der Leinsamen besonders grob. 
  • Kaffeem√ľhle:
    In einer Kaffeem√ľhle wird der Leinsamen ebenfalls gut geschrotet oder je nach Einstellung auch gemahlen.¬†
  • Mixer:
    √Ąhnlich wie das Nutzen einer Kaffem√ľhle, wird auch hier der Leinsamen gemahlen.¬†

Leinsamen im Mörser schroten 

Gebe zun√§chst die ben√∂tigte Menge der Leinsamen in einen M√∂rser. Reibe anschlie√üend, in kreisenden Bewegungen, mit dem St√∂√üel √ľber die Leinsamen

Sobald die Leinsamen gen√ľgend zerkleinert sind kannst du sie, wie beschrieben mit Wasser √ľbergie√üen und quellen lassen.¬†

Leinsamen im Mixer mahlen 

Dieses K√ľchenger√§t erm√∂glicht es dir, die Leinsamen unterschiedlich grob zu mahlen.¬†

Dazu gebe die benötigte Menge Leinsamen in den Mixbehälter.
Schalte das Ger√§t f√ľr nur einige Sekunden ein. So bildet sich zun√§chst grober Leinsamenschrot. M√∂chtest du die Leinsamen feiner mahlen, starte den Mixer erneut f√ľr wenige Sekunden.

Regeneration der Darmschleimhaut

Bei der IBD des Hundes liegt immer eine gesch√§digte Darmschleimhaut vor. Die Naturheilkunde bietet viele M√∂glichkeiten, die Darmschleimhaut bei ihrer Regeneration zu unterst√ľtzen.¬†

Einige möchte ich dir hier gerne vorstellen. 

Huminsäuren

Huminsäuren sind die wichtigsten Bestanteil des Moores.
Humins√§uren enthalten nat√ľrliche Huminstoffe.¬†

Dabei wirkt Huminsäure auf unterschiedliche Weise.
Ein Teil der aufgenommenen Huminsäure wird vom Körper aufgenommen und fördert die Funktion des Immunsystems, denn es regt die Produktion von Antikörpern an. 

Gleichzeitig wirkt Huminsäure auch direkt im Darmtrakt.

So wirkt Huminsäure grundsätzlich einem gereizten Magen-Darm-Trakt entgegen, denn sie beruhigen die Schleimhäute. 

Zum einen legt sich ein d√ľnner, gelartiger Film auf die Schleimhaut des Darms, um diesen zu sch√ľtzen.
Andererseits f√∂rdert diese Gelschicht auch die Heilung von Entz√ľndungen der Darmschleimhaut. Die nat√ľrlichen Huminstoffe bedecken nicht nur die Schleimh√§ute des Darms, sondern beruhigen auch die Nervenden in den Schleimh√§uten. So werden Schmerzen reduziert.¬†

Zusätzlich hat Huminsäure auch eine antistressige Wirkung.
Huminsäure beeinflußt die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradenalin, die in den Nebennieren produziert werden.
Ein hoher Spiegel dieser Hormone weist auf massiven Stress hin. 

Humins√§ure bindet nun die √ľberfl√ľssig produzierten Hormone. Damit gelangen sie nicht mehr an die Zellen, um deren Funktion zu steigern.

Die antibakterielle Wirkung der Humins√§uren regt die ‚Äěguten‚Äú Darmbakterien zur Vermehrung an und hemmt so die ‚Äěschlechten‚Äú, pathogenen Bakterien im Darm und auch die nat√ľrliche Darmbewegung stellt sie wieder her.

Huminsäuren wirken außerdem entgiftend. Durch ihre besondere chemische Struktur können sie Stoffwechselprodukte, Pestizide und Umweltgifte binden und aus dem Körper transportieren. 

Damit hat die Huminsäure einen sehr breiten Wirkungsbereich. 

Darauf solltest du achten

Bekommt dein Hund regelmäßig Medikamente, solltest du zur Gabe von Moor einen zeitlichen Abstand von 2 Stunden einhalten. 

Denn Moor bindet nicht nur Giftstoffe im Darm, sondern auch die wichtigen Wirkstoffe aus den Medikamenten. 

Die Gabe von Huminsäure bei einer IBD deines Hundes kann als Langzeittherapie angebracht sein. Besprich dich daher unbedingt mit deinem Tierarzt, einem Ernährungsberater oder Tierheilpraktiker. 

Wenn ich dich bei der IBD Erkrankung deines Hundes unterst√ľtzen soll, dann schreibe mir gerne unter lernpfote@web.de und wir besprechen uns zun√§chst in einem kostenlosen Erstgespr√§ch.¬†

3. Therapie-S√§ule: Unterst√ľtzung mit Naturheilkunde

Eine hom√∂opathische Unterst√ľtzung etwa durch Sch√ľsslersalze oder hom√∂opathische Mittel, kann an dieser Stelle nicht umfassend aufgezeigt werden.

Daher gehe ich in meinen weiteren Ausf√ľhrungen nun auf die M√∂glichkeiten einer naturheilkundlichen Unterst√ľtzung ein.¬†

Bei der Behandlung einer IBD hat sich unter anderem die Anwendung von Zeolith bewährt. 

Zeolith

Zeolith ist ein Vulkangestein und wird als Pulver oder in Form von Kapseln zur Entgiftung des Körpers und zur Entlastung der Leber eingesetzt. Als reines Mineral ist Zeolith frei von Zucker, Laktose und Gluten. Daher achte auf die Empfehlung deines Tierheilpraktikers oder Tierarztes.
Das Produkt sollte weder Laktose noch Kohlenhydratverbindungen enthalten. Gerade bei der hochsensiblen Verdauung des an IBD erkrankten Hundes, braucht es ein reines Zeolith-Pulver.

Zeolith besitzt eine schwamm√§hnliche Oberfl√§che. Da es selbst unverdaulich ist, bindet es Giftstoffe, allergieausl√∂sende Stoffe, wie Histamin und bestimmte Schwermetalle, im Magen-Darm-Trakt, noch bevor sie √ľber den Darm aufgenommen werden. Es f√§ngt also mit der Nahrung aufgenommene Stoffe ab.
Gleichzeitig bindet es aber auch im Hundeorganismus gebildete Giftstoffe und Ammoniak und sch√ľtzt so die Darmschleimhaut vor weiterer Sch√§digung.¬†

Darauf solltest du achten 

Halte unbedingt einen Mindestabstand von mindestens einer Stunde zur Einnahme von Medikamenten ein, da sonst die Inhaltsstoffe der Medikamente gebunden werden. 

Dein Tierheilpraktiker wird dir hier genaue Empfehlungen aussprechen. 

Es empfiehlt sich Zeolith √ľber 6 – 8 Wochen alle 6 Monate anzuwenden.¬†

Enzym-Therapie

Enzyme sind an vielen wichtigen, biochemischen Vorgängen im Organismus beteiligt. Dabei greifen sie nur dort ein, wo ihre Reparatur- oder Regulationsaufgaben nötig sind. 

Im Zusammenspiel mit Vitaminen und Mineralstoffen, beeinflussen mehr als 5.000 Enzyme die verschiedenen Stoffwechselprozesse. 

Dabei gibt es Enzyme die der K√∂rper selbst herstellen kann und Enzyme, die er √ľber die Nahrung aufnehmen muss.

Damit ist es √ľber Enzyme m√∂glich, ein √ľbersteigert arbeitendes Immunsystem abzumildern, ebenso wie √ľber die Gabe von Enzymen ein geschw√§chtes Immunsystem gest√§rkt wird.

Achtung:
Besprich dich immer, auch bei vermeintlich ‚Äěnur‚Äú hom√∂opathischen Mitteln mit einem Tierheilpraktiker oder deinem Tierarzt.¬†

Denn kontraindiziert, also bei bestimmten Medikamenten und therapeutischen Ma√ünahmen nicht anwendbar, ist eine Enzym-Therapie evtl. bei einer Azathiprin- oder Ciclosporin-Behandlung, also bei einer Behandlung zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Immunabwehr!

Die Mykotherapie

Enzymtherapie mit Heilpilzen

Die Pilzheilkunde hat ihren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). 

Mit mehr als 4.000 Jahren Erfahrung in der asiatischer Heilkunst, ist die Wirkung von Heilpilzen mittlerweile durch viele wissenschaftliche Studien belegt.

Heilpilze werden auch Vitalpilze oder medizinisch wirksame Pilze genannt. 

Werden in unseren Breiten bei Krankheitsanzeichen meist ‚Äěnur‚Äú die Symptome behandelt, liegt das Augenmerk in der TCM auf dem Verst√§ndnis der Gesundheit. Man will in der TCM die Ursache einer Erkrankung erkennen und mit Hilfe der Mykotherapie beseitigen.¬†

Damit ist die Pilzheilkunde eins der ältesten Naturheilverfahren der Welt. 

Dabei stabilisieren Heilpilze das Immunsystem, hemmen Entz√ľndungen, entgiften den Organismus und sch√ľtzen die Darmschleimhaut.¬†

Therapie mit Heilpilzen

In der Therapie mit Heilpilzen wird mit dem ganzen Pilz gearbeitet, weil hier alle wichtigen Inhaltsstoffe enthalten sind. 

Wichtige Inhaltsstoffe der Heilpilze sind:
* Vitamine

  • Mineralien
  • Glykoproteine
  • Triterpene
  • Chitin
  • Adenosine
  • essenzielle Aminos√§uren¬†
  • Enzyme

Tausendsassa – Triterpene, Glykoproteine und Enzyme

Diese Wirkstoffe möchte ich besonders herausstellen. 

Neben den wichtigen Enzymen der Heilpilze, zählen auch Triterpene und Glykoproteine zu den wirkungsvollsten Inhaltsstoffen von Heilpilzen. 

Triterpene

Zu den Triterpenen zählen Stereoide, Gallensäuren und das Vitamin D. Triterpene sitzen vor allem in den Sporen und Lamellen des Pilzhutes. 

Das Wirkungsspektrum von Triterpene reicht von 
* antioxidativ

  • antibakterielle
  • antiviral
  • antikarzongen ¬† bis zu
  • fungizid

Glykoproteine

Glykoproteine sind komplexe Molek√ľle und Proteine und haben eine immunregulierende und antitumorale Wirkung.¬†

Enzyme 

Die Enzyme in den Pilzen sind an den schon beschriebenen Abläufen im Organismus beteiligt.
Allen voran handelt es sich um antioxidative Enzyme.
Dazu zählen Glutathion (GSH), Laccase und Superoxiddismutase (SOD). 

Andere Enzyme unterdr√ľcken ein Zellwachstum bzw. die Vermehrung von Gewebe. Hier spricht man von einer Zellproliferation. Sie √§u√üert sich im Zellwachstum und in der Zellteilung (Protease und Glukose-2-Oxidase).¬†

Außerdem sind Enzyme an der Entgiftung des Organismus beteiligt. 

Pilze sind sehr enzymreich und spalten Giftstoffe auf, verändern deren Struktur und leiten diese aus dem Köper heraus. 

Bei der Spaltung von Giftstoffen entstehen freie Radikale. Gegen deren schädliche Wirkung steuern direkt Enzyme mit ihrer antioxidativen Wirkung entgegen. 

Dieser Prozess der Entgiftung läuft bei einer Erkrankung im Hundeorganismus mit voller Kraft und vor allem in Situationen mit hohem Stresspotenzial. Beides ist bei der Erkrankung an IBD gegeben. 

Daher ist es hierbei besonders wichtig den K√∂rper mit den ben√∂tigten Wirkstoffen zu unterst√ľtzen.¬†

Heilpilze in der Anwendung

Bei der medizinischen Anwendung von Heilpilzen solltest du darauf achten, dass du Produkte aus einem zertifizierten Anbau verwendest.

Nur √ľber eine hohe Qualit√§t ist gew√§hrleistet, dass die verwendeten Pilze, den K√∂rper bei seiner Entgiftung unterst√ľtzen und nicht weitere Gift- oder Schadstoffe in den Hundeorganismus mit hineinbringen.¬†

Wird ein Pilzpulver verwendet achte darauf, dass der ganze Pilz verwendet wurde. Nur so ist ein hoher Enzymgehalt sichergestellt. 

Außerdem sind nur bei der Verwendung des ganzen Pilzes weitere verschiedene Vitamine, wie etwa Vitamin A, B-Vitamine (B1, B2, B3, B6 und B12), Vitamin C, Vitamine D und E enthalten. Ebenso wie die Spurenelemente Eisen, Kalium, Kalzium und Selen. 

Diese Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine werden gebraucht, um die Enzyme zu unterst√ľtzen.¬†

Gleichzeitig sollte bei der Pilzpulverherstellung eine schonende und erntefrische Trocknung, bei bis zu maximal 40¬į C, erfolgen. Nur so ist sichergestellt, dass die empfindlichen Enzyme und Proteine durch den Einsatz von Hitze nicht zerst√∂rt wurden.¬†

Lasse dich in der Anwendung von Heilpilzen unbedingt von einem erfahrenen Tierheilpraktiker unterst√ľtzen, denn eine Therapie sollte einschleichend erfolgen.¬†

Kurkuma

Vielleicht kennst du Kurkuma, denn es ist ein wesentlicher Bestandteil des Currypulvers. 

Kurkuma ist eine Pflanze, die schon sehr lange in der indischen Ayurveda-Medizin und chinesischen Medizin eingesetzt wird. Kurkuma, Gelber Ingwer oder Gelbwurz, wie sie auch genannt wird, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergew√§chse und stammt aus S√ľdasien.¬†

Dem Hauptinhaltsstoff der Kurkuma-Knolle, dem Curcumin, werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.

Zu den positiven Eigenschaften gehören:
* stark antioxidative Wirkung
* antibiotische und antivirale Wirkung
* entz√ľndungshemmende Wirkung
* schmerzlindernde Wirkung
* unterst√ľtzt bei chronischen Magen-Darm-Erkrankungen wie IBD

Achtung
So positiv dies auch alles klingt, solltest du die Gabe von Curcumin immer mit deinem Tierarzt oder einem Tierheilpraktier absprechen.
Vor allem wenn dein Hund Medikamente bekommt oder eine Chemo-Therapie erhält.
Denn Curcumin kann durchaus zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln f√ľhren und auch die Menge des Chemotherapeutikums beeinflussen.¬†

Die „Goldene Paste“ bei IBD¬†

Schon lange wird das ayurvedische Heilrezept beim Menschen angewendet.
Dem Hund wird es, in etwas abgewandelter Form als ‚ÄěGoldene Paste‚Äú gef√ľttert.

Die Zusammensetzung als ‚ÄěGoldene Paste‚Äú beschr√§nkt sich auf wenige Zutaten.
Neben gemahlenem oder frischen Kurkuma, braucht es noch frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer und Kokosöl. 

Die Besonderheiten der Zutaten

Die Bioverf√ľgbarkeit von 2 g Curcumin wurde in einer Studie von 1998 um 2.000 % gesteigert. Hier erhielten die Teilnehmer zus√§tzlich 20 mg Piperin.

Piperin ist ein Bestandteil des schwarzen Pfeffers.
Im schwarzen Pfeffer, ist der h√∂chste Gehalt an Piperin enthalten. Er sorgt daf√ľr, dass das Curcumin besser aufgenommen und in der Leber langsamer verstoffwechselt wird, damit das Curcumin so seine ganze Wirkung entfalten kann.

Kokos√∂l braucht es, da Curcumin fettl√∂slich ist und nur so besonders gut vom K√∂rper aufgenommen wird. So verbessert zus√§tzliches Fett, die Bioverf√ľgbarkeit von Curcumin ebenfalls. Kokos√∂l hat gegen√ľber Lein√∂l noch den Vorteil, dass es beim Erkalten fest wird. So l√§√üt sich die Paste sp√§ter gut f√ľr deinen Hund dosieren.¬†

Zutaten ( am besten in Bio-Qualität)

  • 250 ml Waser
  • 50 g Kurkuma (gemahlen oder frisch)
  • 60 g Kokos√∂l
  • 1 Teel√∂ffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Zubereitung der ‚ÄěGoldene Paste‚Äú

  • Nutzt du frisches Kurkuma, reibe oder p√ľriere es zun√§chst.
    Da Kurkuma stark färbt, verwende dazu Handschuhe.
  • Gebe Wasser und das gemahlene oder p√ľrierte, frische Kurkuma in einen Topf und erw√§rme es unter R√ľhren.
  • Nun lasse das Kurkuma bei leichter (!) Hitze noch etwa 10 Minuten eindicken.¬† Es darf nicht mehr kochen!
    Es sollte eine dickfl√ľssige Paste werden. Wenn n√∂tig gebe noch etwas Wasser oder Kurkuma hinzu.¬†
  • Den Topf vom Herd nehmen und das Kokos√∂l und den frisch gemahlenen Pfeffer, gr√ľndlich in die Masse einr√ľhren.¬†
  • F√ľlle nun die Paste in ein Schraubglas und lasse sie abk√ľhlen.¬†
  • Anschlie√üend bewahre die ‚ÄěGoldene Paste‚Äú im K√ľhlschrank auf.
    Dort hält sie sich 2 Р3 Wochen. 

Dosierung

Gerade wenn du bei der IBD Erkrankung deines Hundes mit Durchf√§llen zu k√§mpfen hast, solltest du deinen Hund m√∂glichst langsam √ľber ein bis zwei Wochen an die ‚ÄěGoldene Paste‚Äú gew√∂hnen und gleichzeitig darauf schauen, ob er sie tats√§chlich vertr√§gt. Die ‚ÄěGoldene Paste‚Äú gibst du deinem Hund mit ins Futter.

Beginne zun√§chst mit einer erbsengro√üen Menge und steigere diese, wenn dein Hund die ‚ÄěGoldene Paste‚Äú gut vertr√§gt.¬†

Bemerkst du eine Verbesserung seiner Symptome, bei der Anwendung der ‚ÄěGoldenen Paste‚Äú, dann behalte die aktuelle Dosierung bei.

  • kleine Hunden: bis zu 2 bis 3x t√§glich ¬ľ Teel√∂ffel
  • mittelgro√üe Hunden: bis zu 2 bis 3x t√§glich ¬Ĺ Teel√∂ffel
  • sehr gro√üe Hunden ab 40 kg: bis zu 2 bis 3x t√§glich 1 Teel√∂ffel

Achtung!
F√ľr Katzen ist die ‚ÄěGoldene Paste‚Äú NICHT geeignet!

Unser Rezept¬† ‚ÄěGoldene Paste‚Äú f√ľr deinen Hund, kannst du dir auch mit einem Klick ‚ÄěHIER‚Äú herunterladen.¬†


4. Therapie-Säule:  psychische Stabilisierung

Bei der Gesundheit des Hundes nimmt, bei der Erkrankung an IBD, auch sein psychisches Wohlbefinden einen großen Stellenwert ein.   

Ein Hund der an einer IBD erkrankt ist hat ein gestörtes Immunsystem. Das Immunsystem ist immer eng mit der Psyche verbunden. 

Was im Darm deines erkrankten Hundes vor sich geht, beeinflußt daher immer auch seine Stimmung und Konzentration. 

Bei Stress wird der Darm weniger gut durchblutet. Dadurch werden N√§hrstoffe aus der Nahrung weniger gut aufgenommen. Die Energie f√ľr den Verdauungsprozess ist schlichtweg nicht vorhanden. Gleichzeitig werden weniger Schleimstoffe produziert,¬†

Die Immunzellen im Darm sch√ľtten daraufhin immer mehr Signalstoffe aus, die das ‚ÄěDarmhirn‚Äú weiter sensibilisieren und die Reizschwelle noch weiter herabsetzen. Damit f√ľhrt Stress im Darm zu vermehrter Besiedlung von ‚Äěschlechten‚Äú Bakterien, als bei entspannten Lebenssituationen.¬†

Darmbeschwerden beim Stress 

Darmbeschwerden hängen sehr häufig auch mit Stress zusammen. Dabei reagieren Hunde,  wie der Mensch auf Langzeitstress mit ähnlichen Erkrankungen. 

Die langanhaltende oder durchgehende Aussch√ľttung von Stresshormonenen hat neben Herz- & Kreislauferkrankungen, eben auch Magen- und Darmerkrankungen zur Folge, die dazu noch oft chronisch werden.

Neben einer IBD, sind dies:
* Magenschleimhautentz√ľndung (Gastritis)

  • Leaky Gut Syndrom
  • Allergien

Daher ist Stress und Stressmanagment ein wichtiger Faktor bei der IBD.
Bei empfindlichen Hunden kann Stress bereits einen erneuten Krankheitsschub auslösen. 

Gerade Hunde aus dem Tierschutz sind, wie schon beschrieben,häufig betroffen. Tierschutzhunde leiden oft unter einem stark belasteten Stress-Hormon-System. Dies hat immer die schon beschriebenen  Auswirkungen auf den gesamten Hundeorganismus zur Folge. 

Um den Stressoren deines Hundes auf die Spur zu kommen, flie√üen erste Beobachtungen bereits ins F√ľtterungstagebuch (LINK !!!!) ein. So gewinnst du erste Anhaltspunkte, mehr Ruhe in euren Alltag und Entspannung f√ľr deinen Hund zu gew√§hrleisten.¬†

Adaptogene Heilpflanzen gegen Stress

Adaptogene bezeichnet sekund√§re Pflanzenstoffe, die dem Organismus helfen sollen, sich in Stresssituationen besser anzupassen. Der Begriff leitet sich vom englischen Wort ‚Äěto adapt‚Äú (anpassen) ab.¬†

Dazu zählen:

  • ¬†Flavonoide
  • Terpene
  • Polysaccharide¬†

All diese nat√ľrlichen Stoffe k√∂nnen die Stressempfindlichkeit und ein Angstempfinden beim Hund herabsetzen und wirken entspannend.¬†

Gleichzeitig sch√ľtzen Adoptogene, Nerven und Zellen ebenso wie sie Hormone bzw. das Hormonsystem regulieren.¬†

Zu diesen Pflanzen gehören:

  • Amla
  • Ashwagandha
  • Cordyceps (Heilpilz)
  • Maca (Peru Ginseng)
  • Rhodiola (Rosenwurz)
  • sibirische Ginseng
  • Taigawurzel

Die Darmflora und das Wohlbefinden deines Hundes

Der Hund mit einer IBD ist oftmals auch depressiv. Ihn qu√§len sowohl Durchfall, Unwohlsein und Bauchschmerzen. Wie schon beschrieben leiden die vierbeinigen Patienten oftmals zus√§tzlich noch unter R√ľckenschmerzen, weil unter der Last der Erkrankung alles verspannt.¬†

Doch auch das Darmmikrobiom, also die Darmflora, hat Einfluss auf das Wohlbefinden und die Psyche deines Hundes. Im Darm wird auch ein Gro√üteil des Serotonins gebildet, also das Gl√ľckshormon, da√ü deinen Hund zufrieden und gl√ľcklich macht. Damit kann ein gesundes Mikrobiom das Wohlbefinden massiv mit beeinflussen.¬†

Bakterien die im Darm sitzen, geben unterbewu√üt Feedback √ľber die Mikrobiom-Darm-Hirnachse. Die Darmbakterien stellen n√§mlich √ľber 30 verschiedene Botenstoffe her (Wissenstand heute, vermutlich sind es aber noch weit mehr), die die Stimmung beeinflussen. Dazu z√§hlt unteranderem auch Dopamin, was ma√ügeblich die Motivation beeinflu√üt.¬†

Die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn

Der gesamte Darm ist von mehr Nervenzellen (Neuronen) umgeben, als das R√ľckenmark. Daher spricht man beim Darm auch vom enterischen Nervensystem, kurz ENS. Der Darm besitzt also ein eigens Nervensystem.

Dabei ist das ENS mit dem Nervensystems des Gehirn zu vergleichen. Beide verst√§ndigen sich √ľber Neurotransmitter, darunter Serotonin, eben dem Gl√ľckshormon.¬†

Diese Verbindung zwischen Darm und Gehirn nennt man auch Darm-Hirn-Achse. Da es hier ein so enges Zusammenspiel gibt, spricht man beim Darm auch vom 2. Gehirn oder ‚ÄěBauchhirn‚Äú.¬†

Dabei regen bestimmte Stoffwechselprodukt der Darmflora, die Herstellung von Serotonin im Körper an.
Genau dieses Hormon ist f√ľr die Stimmungslage jedes Individuums verantwortlich und wird auch f√ľr die Darmbewegung gebraucht.¬†

Serotonin und Stresstoleranz

Ein niedriger Serotonin-Spiegel steht in Zusammenhang mit verst√§rkter √Ąngstlichkeit und einer geringen Stresstoleranz. Gleichzeitig kann der Hund eine h√∂here Reaktivit√§t, aufweisen, also ein extremes Verhalten auf Au√üenreize zeigen und auch mit √ľberdurchschnittlich, aggressivem Verhalten reagieren.

Stimmt allerdings der Serotoninspiegel, ist der Hund ausgeglichener, gelassener und zufriedener.
Auch negative Gef√ľhle, wie Angst, Aggressivit√§t oder Trauer, werden durch das Hormon Serotonin abgeschw√§cht.¬†

Der n√∂tige Rohstoff f√ľr den Neurotransmitter Serotonin ist die lebenswichtige Aminos√§ure L-Tryptophan. Diese mu√ü √ľber die Nahrung aufgenommen werden.¬†

Dann gilt es noch eine Schwierigkeit zu √ľberwinden.
Neben L-Tryptophan konkurrieren weitere Aminosäuren um den Eintritt ins Hirn. Damit gelangen häufig nur geringe Mengen an L-Tryptophan durch die Blut-Hirn-Schranke.
Die Aufnahme von L-Tryptophan im Gehirn, wird durch eine gleichzeitig eingenommen kohlenhydratreiche F√ľtterung verbessert. Da L-Tryptophan als einzige Aminos√§ure nicht von der Muskulatur aufgenommen wird, kann es so die Blut-Hirn-Barriere passieren.¬†

Die Darm-Hirn-Achse

Der Vagusnerv ist praktisch die ‚ÄěStandleitung‚Äú zwischen dem ENS (‚ÄěNervensystem – Darm‚Äú) und dem Gehirn. Er verbindet praktisch Gehirn und Verdauungssystem und bietet eine Kommunikationsm√∂glichkeit dieser beiden K√∂rperregionen.¬†

So f√ľhrt Stress beim Hund zu Magen- und Darmproblemen, w√§hrend gleichzeitig Entz√ľndungsprozesse im Darm, das Gehirn beeinflussen. Denn der Darm teilt ein Stressempfinden auch dem Gehirn mit. Damit k√∂nnen diese Beschwerden etwa die Aussch√ľttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol beeinflussen und zu depressiven Verstimmungen f√ľhren.¬†

Der Teufelskreis 

Bei der Behandlung einer IBD beim Hund, ist es neben der Unterbrechung entz√ľndlicher Sch√ľbe unbedingt n√∂tig, auch stressreduzierende Ma√ünahmen zu ergreifen.

Denn die chronisch entz√ľndliche Darmerkrankung IBD verursacht beim Hund Stress, w√§hrend Stress gleichzeitig das Krankheitsbild weiter verschlechtert. Ein regelrechter Teufelskreis entsteht.¬†

Es gibt also direkte Zusammenhänge zwischen Darmerkrankungen, Stress und das Fällen von Entscheidungen, dem Wohlbefinden und auch psychischen ebenso wie physischen Erkrankungen.
Denn bei einer intakten Darmflora stimmt auch der Serotoninspiegel und der Hund ist emotional ausgeglichen. 

90% des Gl√ľckshormons Serotonin wird im Darm gebildet.¬†

Behandlung mit L-Tryptophan

Daher setzte ich in der Behandlung einer IBD auf das Protein L-Tryptophan. L-Tryptophan ist eine essenzielle Aminos√§ure. Der K√∂rper kann sie nicht selbst produzieren und ist daher auf die ausreichende Aufnahme √ľber die Nahrung angewiesen. L-Tryptophan ist die Vorstufe des ‚ÄěGl√ľckshormons‚Äú und Neurotransmitter Serotonin.¬† L-Tryptophan wirkt daher stimmungsaufhellend und beeinflusst das Wohlbefinden. Gleichzeitig ist L-Tryptophan am Schlaf-Wach-Rhythmus und dem Schmerzempfinden beteiligt.¬†

Der Blick in die Zukunft

Einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit verspricht die noch recht neue Methode der Übertragung von Kot gesunder Spender-Tiere in den Darm von an IBD erkrankten Hunden. 

Diese Methode wird auch ‚ÄěFecal Microbiota Transplantation‚Äú, kurz FMT (f√§kale Mikrobiota-Transplantation) genannt.

Bei der Kottransplantation wird der Kot des gesunden Spenders mit Kochsalzl√∂sung vermengt und dem Patienten √ľber eine Sonde in den Dickdarm verabreicht.¬†

Danach ist es nötig, dass der Hund drei bis vier Stunden keinen Kot absetzt, damit die transplantierten Mikroorganismen Zeit bekommen, Einfluss auf das Mikrobiom des Patienten zu nehmen. 

Mit der √úbertragung des Darminhalts soll Durchfall verringert und die Darmgesundheit verbessert werden, etwa im Fall eines Giardienbefalls oder einer chronischen Darmerkrankung.

In Studien soll jetzt herausgefunden werden, welche Bedingungen ein guter Spender erf√ľllen muss und wie genau Spender und Empf√§nger f√ľr eine Kottransplantation am besten ermittelt werden.¬†

Mein Fazit

Ein gesunder Darm ist ma√ügeblich f√ľr einen gesunden und lebensfreudigen Hund verantwortlich.¬†

Besonders von chronischen Darmentz√ľndungen sind Hunde betroffen, die st√§ndig √§ngstlich und nerv√∂s oder auch angespannt sind. Au√üerdem Hunde, die durch Umweltreize schnell ablenkbar sind und schnell mit Stressanzeichen reagieren.

Dies gilt auch f√ľr Hunde die regelm√§√üig chemische Substanzen einnehmen m√ľssen, wie:
* Wurmkuren 

  • Spot-ons gegen Parasiten
  • Halsb√§nder gegen Parasiten

Auch die dauerhafte F√ľtterung von Kr√§utern, die stets eine heilende Wirkung haben, muss kritisch hinterfragt werden. So haben meines Erachtens, Gew√ľrze und immunSTIMMULIERENDE Stoffe, als Dauergabe im Hauptfutter eines Hundes nichts zu suchen.¬†

MERKE

Eine Allergie, die der IBD deines Hundes m√∂glicherweise zu Grunde liegt, ist eine √ľberschie√üende Abwehrreaktion des Immunsystems.
In der Tiermedizin wird, um das Immunsystem in seiner √úberreaktion zu d√§mpfen bzw. zu unterdr√ľcken, ein Cortison-Pr√§parat eingesetzt. Ein ImmunSUPPRESSIVA.¬†

Verheerend wäre es hier ein immunSTIMULIERENDES Mittel zu verwenden, weil es die Überreaktion des Immunsystems weiter verstärkt und sich Symptome bei deinem Hund heftiger zeigen.

Doch die meisten Kräuter im Hundefutter sind genau solche ImmunSTIMULANTIEN. 

Dazu zählen:

  • ¬†Chlorella¬†
  • Echinacea
  • Goji-Beeren
  • Kapuzinerkreesse
  • Spirulina
  • Umckaloabo
  • ebenso wie Pilze oder Hefen.¬†

Eine Behandlung kann hier nur √ľber immunMODULIERENDE Mittel erfolgen. Sie fahren das Immunsystem weder rauf (ImmunSTIMULANTIEN), noch drosseln sie das Immunsystem (ImmunSUPPRESSIVA).¬†

Immunmodulierende Wirkungen haben die von mir vorgestellten Heilpilze und ausgewählte Heilkräuter, wie der erwähnte Ginseng oder die Taigawurzel.

Ebenfalls kritisch sehe ich eine hohe Verarbeitung von Fleisch im Futter und der teilweise hohe Anteil an Getreide.

Auch wenn eine Heilung der IBD nicht m√∂glich ist, kann man die Schwere der Erkrankung verringern und die Abst√§nde zwischen den Krankheitssch√ľben verl√§ngern.¬†

Damit sich die Lebensqualität deines an IBD erkrankten Hundes verbessert, brauchst du Geduld und Durchhaltevermögen, denn eine gesundheitliche Verbesserung braucht ihre Zeit. 

Ein Hund der an IBD erkrankt ist, kann mit einer auf seine individuellen Bed√ľrfnisse angepa√üten Therapie, das hei√üt bei einer entsprechenden F√ľtterung, mit einem gesunden Darm und einem gest√§rkten Immunsystem, viele Jahre symptomfrei und vor allem gl√ľcklich leben.

Wichtig bei all dem ist nat√ľrlich, dass immer der jeweilige, betroffene Hund individuell betrachtet wird.

Wenn ich dich bei der IBD Erkrankung deines Hundes unterst√ľtzen soll, dann schreibe mir gerne unter lernpfote@web.de und wir besprechen uns zun√§chst in einem kostenlosen Erstgespr√§ch.¬†

Empfehle uns gerne weiter, bleib mit deinem Hund gesund und liebe Gr√ľ√üe

deine Stephanie

 

Anmerkung

Alle meine Darlegungen und Empfehlungen sind sorgfältig recherchiert, sind aber ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. 

Immer braucht es die Betrachtung der individuellen Umstände und damit eine individuelle Vorgehensweise.

Suche dir daher immer Unterst√ľtzung und Hilfe an kompetenter Stelle.¬†

 

Dieser Blogbeitrag wurde veröffentlicht am 19. Oktober 2021,
erweitert am 2. November 2021, 16. November 2021 und 30. November 2021.


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Quellen

B√ľcher:¬†

 

  • Studie: ‚ÄěCompanion animals symposium: development of the mammalian gastrointestinal tract, the resident microbiota, and the role of diet in early life‚Äú¬†von R. K. Buddington und P. T. Sangild vom May 2011
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27285902/
  • Studie: ‚ÄěA dysbiosis index to assess microbial changes in fecal samples of dogs with chronic inflammatory enteropathy‚Äú¬†von M. K. AlShawaqfeh,¬†B. Wajid,¬†Y. Minamoto,¬†M. Markel,¬†J. A. Lidbury,¬†J. M. Steiner,¬†E. Serpedin und¬†J. S. Suchodolski vom November 2017
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29040443/
  • Studie: ‚ÄěSimilarity of the dog and human gut microbiomes in gene content and response to diet‚Äú
    von Luis Pedro Coelho, Jens Roat Kultima, Paul Igor Costea, Coralie Fournier, Yuanlong Pan, Gail Czarnecki-Maulden, Matthew Robert Hayward, Sofia K. Forslund, Thomas Sebastian Benedikt Schmidt, Patrick Descombes und Janet R. Jackson vom 19. April 2018
    https://microbiomejournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40168-018-0450-3
  • Studie: ‚ÄěThe maternal microbiota drives early postnatal innate immune development‚Äú von Mercedes Gomez de Ag√ľero,¬†Stephanie C Ganal-Vonarburg,¬†Tobias Fuhrer,¬†Sandra Rupp,¬†Yasuhiro Uchimura,¬†Hai Li,¬†Anna Steinert,¬†Mathias Heikenwalder,¬†Siegfried Hapfelmeier,¬†Uwe Sauer,¬†Kathy D McCoy und Andrew J Macpherson vom 18. M√§rz 2016
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26989247/
  • Studie: ‚ÄěSix-month outcome of critically ill patients given glutamine-supplemented parenteral nutrition‚Äú von R. D. Griffiths, C. Jones und T. E. Palmer vom 13. April 1997
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9178278/
  • Studie: ‚ÄěAddition of glutamine to total parenteral nutrition after elective abdominal surgery spares free glutamine in muscle, counteracts the fall in muscle protein synthesis and improves nitrogen balance‚Äú von¬† F. Hammarqvist,¬†J. Wernerman,¬†R. Ali,¬†A. von der Decken und¬†E. Vinnars vom April 1089
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2494960/

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