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Die Geschichte der zwei Wölfe

Lernpfote e.V.; Themen rund um den Hund

Was zwei Wölfe mit dir zu tuen haben

Ich weiß, dieser Beitrag hat nicht direkt mit dem Thema „Hund“ zu tun.
Der Beitrag ist speziell für dich, – den Hundehalter.
Hundeerziehung hat sehr viel mit Emotionen zu tun.
Viele Indianer-Geschichten geben wunderbar die Natur des Menschen wieder.
Seit Beginn dieses „Hunde-Projektes“ begleitet mich
diese indianische Weisheit des Schwarzen und Weißen Wolfes,
deshalb gebe ich dir heute diese Geschichte wieder.

Der Schwarze und der Weiße Wolf

Lernpfote; Geschichte der zwei Wölfe
Geschichte der zwei Wölfe

 

Eines Abends saß ein alter Indianer mit seinem Sohn am Lagerfeuer.
Es war dunkel geworden.
Die Bäume um sie herum warfen schaurige Schatten und das Feuer knackte und knisterte, während die Flammen in den Himmel züngelten.

 

 

 

Der Indianer schaute nachdenklich in die Flammen.

„Das Flammenlicht und die Dunkelheit, sind wie die zwei Wölfe,
die in unseren Herzen wohnen.“

Fragend schaute ihn sein Sohn an.
Nach einer Zeit des Schweigens begann der Indianer seinem Sohn
eine Geschichte zu erzählen.

„Der eine, – der Schwarze Wolf ist böse.
Er arbeitet mit Angst, Ärger, Sorgen, Schuld, Lügen, Unterdrückung, Vorurteile, Eifersucht, Neid, Gier, Überheblichkeit, Arroganz, Feindschaft und Hass.
Er ist rachsüchtig, aggressiv und grausam.

Der andere, – der Weiße Wolf ist gut.
Er nutzt Zuneigung, Vertrauen, Aufrichtigkeit, Offenheit, Liebe, Wohlwollen, Güte, Verständnis, Mitgefühl, Freundschaft, Frieden, Rücksicht, Gelassenheit, Hoffnung, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Wahrheit und Freude.
Dieser Wolf ist liebevoll, sanft und mitfühlend.

In jedem von uns lebt ein Weißer und ein Schwarzer Wolf.
Zwischen beiden Wölfen findet ein immer währender Kampf statt.“

Der Enkel schaute nachdenklich in die Flammen des lodernden Feuers.
Er dachte über die Worte seines Vaters nach.
Nach einer Weile frage er:
„Sag Vater, welcher der Wölfe gewinnt den Kampf?“

Der Indianer sah ihn eindringlich an und antwortete:
„Es gewinnt der Wolf, den du am häufigsten fütterst!“

Bedeutung für uns

Diese Metapher der zwei Wölfe,
dem Schwarzen – bösen Wolf und dem Weißen – guten Wolf,
macht deutlich:
Wir spüren alle negative und positive Gefühle.

Welchen Wolf fütterst du regelmäßig?
Freude, Gelassenheit, Mitgefühl, Dankbarkeit?

Lernpfote; zwei Wölfe
Geschichte der zwei Wölfe

 

Oder Selbstzweifel, Perfektionismus, Neid, Grübeleien, Selbstkritik und Neid?

Die Erkenntnis dieser Geschichte ist:
All diese Gefühle existieren in uns.
Sie sind alle vorhanden.

 

Wie Gefühle entstehen

Sie tauchen nicht unberechenbar, plötzlich aus dem Nichts auf.
Das Gefühl ist nicht von einer Sekunde zur anderen, wie aus heiterem Himmel da.
Gefühle entstehen nicht unerwartet.

Das Gegenteil ist der Fall:
Jeder von uns hat Einfluss auf seine Gefühle.

Meine Gefühle entstehen, weil ich eine Situation bewerte und deute!
Diese Wahrnehmung der Situation läuft mehr oder weniger bewusst ab.
Gefühle entstehen durch meine Gedanken.
Ich „füttere“ meine Gefühle, ob es Wut und Angst oder
Freude und Hoffnung sind, durch meine Selbstgespräche.
Durch dieses „Affengeschnatter“ halte ich all meine Gefühle,
positive und negative, am Leben.

Entscheidung = Wirkung 

Es ist also meine Entscheidung, wie ich mich fühle!!
Worauf ich mich konzentriere, das wächst.
Worauf ich meinen Fokus richte, das wird größer.

Ich kann bei Regenwetter, darüber fluchen, dass ich jetzt mit dem Hund raus muss.
Ich kann den Schwarzen Wolf füttern, indem ich mich fokussiere, wie ungerecht und traurig mein Leben ist und das mein Hund wieder nicht hört.
Es ist meine Entscheidung!

Oder ich freue mich auf eine gemeinsame Gassirunde.
Lasse den Hund ein paarmal den Apportbeutel suchen, um die gemeinsame Zeit zu nutzen
und ihm eine Freude zu machen.
Ich freue mich auf den Genuss einer leckeren Tasse Kaffee,
später im Warmen und vielleicht … esse ich ein paar Kekse dazu.
Ich nähre den Weißen Wolf.
Es ist meine Entscheidung!

Wie immer ich mich entscheide, ich werde Recht behalten!!

„Der einzige Unterschied zwischen Menschen,
die glücklich sind und denen, die es nicht sind,
sind ihre Gewohnheiten.“
Marci Shimoff

Treffe deine Entscheidung

Deshalb lade ich dich ein, schaffe dir gute Gewohnheiten.
Eine Routine aus Handlungen und Gedanken,
die deine positiven Gefühle stärken und wachsen lassen.

Wie ich mich fühle, ist meine Entscheidung.
In jeder einzelnen Minute.
An jedem einzelnen Tag.

Lernpfote; zwei Wölfe
Geschichte der zwei Wölfe

 

Wenn du glücklich sein willst, musst du dich bewusst entscheiden.
Du musst Ausschau halten, nach all dem Positiven,
das dir jeden Tag begegnet.

 

 

 

Ohne, die andere Seite prinzipiell zu verleugnen oder so zu tun,
als gäbe es keine negativen Gefühle in mir.
Doch verliere ich mich in negativen Gefühlen und lasse ihnen freien Lauf,
umso stärker werden sie.
Ich füttere den dunklen Wolf.
Ich bin gefangen in Unmut, Ärger, Wut, Hass und
Selbstzweifel, mit dem Gedanken: „Warum immer ich?“.
Meine Körperhaltung und mein Gesichtsausdruck folgen meinen Gedanken.
Die Menschen in meinem Umfeld spiegeln mein Verhalten.
Wie reagieren meine Mitmenschen auf mich,
wenn ich als „Schwarzer Wolf“ unterwegs bin?
– Wütend, gehässig, niederträchtig und zornig?
Werden sie freundlich und liebevoll reagieren, wenn sie auf mich treffen?
Oder werden sie zurückschrecken und Abstand wahren?

– Möchte ich das? –

Füttere den Weißen Wolf – täglich!

Schärfen wir stattdessen unseren Blick, für die erfreulichen Dinge,
die uns täglich passieren und rücken diese in unseren Fokus.
Was kann mein Hund gut? Was gelingt uns prima?
Füttere den Weißen Wolf!

Durch diese bewußte Wahl und durch die Wiederholungen,
deine Aufmerksamkeit auf das Gute zu lenken,
lernt dein Gehirn neue Gewohnheiten und neue Muster.

Lernpfote; zwei Wölfe
Geschichte der zwei Wölfe

 

Du siehst dadurch häufiger und selbstverständlicher, Positives und ziehst es an.
Durch dein kontinuierliches, tägliches Training, bildest du deinen „Positiv-Muskel“ aus.

 

 

 

Je mehr du deine positiven Gefühle „fütterst“, und damit den Weißen Wolf, umso stärker werden diese und umso häufiger spürst du sie.
So setzt du unmerklich einen positiven Kreislauf in Gang.

Es hilft dir gelassener mit deinem Hund umzugehen.
Den Widrigkeiten des Alltags nicht zu viel Raum zu geben.
Sie als Situationen anzuerkennen und auf sie zu reagieren.

Immer öfter!
Immer leichter!  

Willst du glücklicher sein, halte nach Positivem ausschau.

 

Hier kannst du dir die Geschichte noch einmal ansehen.

Viel Spaß dabei!

 


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