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Zwingerhusten beim Hund erkennen und behandeln

Lernpfote e. v. Blogbeitrag Zwingerhusten beim Hund

INHALTSVERZEICHNIS

Alle wichtigen Fakten zum Thema Zwingerhusten

Der Herbst steht vor der T√ľr und damit beginnt auch wieder f√ľr den Menschen die Erk√§ltungszeit.
Was viele Hundehalter nicht wissen, auch der Hund kann an der Hundegrippe – dem Zwingerhusten – erkranken.
Hier erfährst du alle wichtigen Informationen zum Zwingerhusten beim Hund, damit du gut mit deinem Vierbeiner durch diese Zeit kommst. 

  1. Was ist Zwingerhusten?

Der Zwingerhusten ist eine sehr ansteckende Erkrankung der oberen Atemwege beim Hund. Bei dieser Infektion, sind vor allem die Luftröhre, auch Trachea genannt und die Bronchien des Hundes betroffen. Daher spricht man beim Zwingerhusten auch von einer infektiösen Tracheobronchitis.

Der Begriff ‚ÄěZwingerhusten‚Äú entstand dadurch, dass fr√ľher besonders h√§ufig Hunde erkrankten, die mit anderen Hunden auf engem Raum in Zwingern gehalten wurden.

Allerdings ist diese Bezeichnung nicht richtig, da sich jeder Hund mit Zwingerhusten infizieren kann, auch wenn er alleine in einem Haushalt lebt. Daher bezeichnet man den Zwingerhusten heute auch als ‚ÄěHundegrippe‚Äú oder ‚ÄěHundehusten‚Äú.¬†

Der Zwingerhusten wird durch unterschiedliche Erreger ausgelöst. 

Der Haupterreger ist das Virus der Caninen Parainfluenza (CPIV). Hinzukommt meist eine bakterielle Infektion durch das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Daher spricht man auch von einer Mischinfektion, da immer mehrere und verschiedene Erreger an dieser Erkrankung beteiligt sind. 

Während der Erkrankung werden die Schleimhäute der Atemwege angegriffen. Durch ein zusätzlich angegriffenes Immunsystem kommt es anschließend häufig zu bakteriellen Folgeerkrankungen. Hunde jeden Alters können an Zwingerhusten erkranken und das auch durchaus mehrmals im Jahr. 

Typisch f√ľr den Zwingerhusten ist ein starker ‚Äěbellender‚Äú, trockener Husten, meist verbunden mit einem W√ľrgen des Hundes, was Hundehalter zun√§chst sehr be√§ngstigt.
Der Husten setzt anfallsartig ein und ist vergleichbar mit dem Keuchhusten beim Menschen. 

Wichtig
Die Bezeichnung ‚ÄěZwingerhusten‚Äú ist der √úberbegriff f√ľr eine Vielzahl von Infektionen der oberen Atemwege!

  1. Was sind die Ursachen f√ľr Zwingerhusten beim Hund?

Der infekti√∂sen Tracheobronchitis (Entz√ľndung der Luftr√∂hre und der Bronchien) liegen mehrere Ursachen zugrunde:

Der Zwingerhusten wird meist durch Erreger wie Viren und Baktieren verursacht. 

Den Haupterreger des Zwingerhustens das Canine Para-Influenza-Virus (CPIV) haben wir schon angesprochen.
Das Canine Herpes-Virus (CHV) und das Canine Adeno-Virus Typ 2 (CAV-2) sind weitere Erreger des Zwingerhustens. Ebenso das schon erwähnte Bakterium Bordetella bronchiseptica. 

In den meisten Fällen von Zwingerhusten infizieren sich die Hunde zunächst mit Viren, die die Bronchien besiedeln. Gleichzeitig schädigen diese Viren die Atemwege.

Die Schleimhaut der Atemwege besteht aus dem so genannten Flimmerepithel. Genau diese werden durch die Viren geschädigt. 

Das Flimmerepithel, stell dir wie einen Teppich aus Millionen von Zellen mit beweglichen H√§rchen, den Flimmerh√§rchen, vor. Hier zwischen liegen einzelne, schleimbildende Becherzellen. Diese produzieren einen w√§ssrigen, durchsichtigen Schleim, der sich √ľber den Zellteppich legt und so die gesamte Oberfl√§che der Schleimhaut benetzt und st√§ndig feucht h√§lt. In diesem Schutzfilm bewegen sich die Flimmerh√§rchen und zwar wellenartig in Richtung Rachen. Ungef√§hr 1.000 Mal pro Minute vollf√ľhren sie diese Wellenbewegung.¬†

So bleiben kleine Teilchen, wie etwa Staubpartikel, Pollen und Bakterien auf der feuchten Schleimhaut haften und werden dann von den sich rhythmisch bewegenden Flimmerhärchen, fast wie auf einem Fließband nach oben, in Richtung Rachen transportiert.

Im Rachen angekommen sind die kleinen Fremdpartikel bereits im Schleim gebundenen. So werden sie meist unwillk√ľrlich vom Hund abgeschluckt und in den Magen bef√∂rdert.

Beim Zwingerhusten werden also die Atemwege geschädigt und hier das Flimmerepithel. Der Teppich mit den Flimmerhärchen ist damit in seiner Funktion gestört oder vollständig zerstört. Damit können Bakterien oder auch Pilze leichter weitere Infektionen auslösen. Dann spricht man auch von einer Sekundärinfektion. 

Sehr viel seltener tritt eine bakterielle Infektion beim Zwingerhusten zuerst auf. 

  1. Die einzelnen Erreger vom Zwingerhusten

Virale Erreger

Das Canine Parainfluenzavirus (CPiV 2)

Das Canine Parainfluenzavirus siedelt sich haupts√§chlich in den Schleimh√§uten der Atemwege an. In der Nase, der Luftr√∂hre, den Bronchien und der Lunge werden die nat√ľrlichen Abwehrmechanismen des Hundes geschw√§cht.¬†

Die nat√ľrliche Reaktion des Hundeorganismus sind Abwehrreaktionen in Form von Entz√ľndungen. Denn durch ein Eindringen von Viren oder Bakterien, wird das Immunsystem des Hundes aktiviert.

Das Immunsystem versucht jetzt seine Aufgabe wahrzunehmen und beginnt sich gegen die Angriffe von Krankheitserregern und schädlichen Substanzen zu wehren. 

Wie es zu den Entz√ľndungsreaktionen kommt

Die Immunzellen sind die weißen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt.

Sie werden durch Bakteriengifte oder Botenstoffe angelockt.

Leukozyten sind nicht an die Blutbahn gebunden, sondern wandern durch alle Gewebe, um gegen Entz√ľndungsreaktionen vorzugehen.

Ist die Schleimhaut stark geschädigt, beginnt der Organismus die Gifte, die in ihn eindringen in Fettzellen, Muskulatur und Bindegewebe einzulagern.

Eine Entz√ľndungsreaktion ist dann ein Zeichen daf√ľr, dass der K√∂rper die Giftstoffe abbaut, das hei√üt, die wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukozyten)¬†nehmen diese Gifte oder Erreger auf und bauen sie ab.

Unter den Leukozyten, gibt es sogenannte Freßzellen. Diese sind sehr groß, etwa 15 bis 20 Mikrometer.

Sie sind im Vergleich etwa um das Zehnfache größer als Bakterien.

Nur aufgrund ihrer Gr√∂√üe k√∂nnen sie ganze Zellen ‚Äěfressen‚Äú.¬†

Die weißen Blutkörperchen gehen aber auch durch die Schleimhautzellen, so werden genau diese Zellen noch weiter geschwächt und zerstört.

Es kommt also zu:

  • einer Schw√§chung des Immunsystems und gleichzeitig zu
  • chronischen und entz√ľndlichen Prozessen.

Auf diesen angegriffenen Schleimhäuten haben Bakterien anschließend ein leichtes Spiel. 

Das Canine Adenovirus Typ 2 (CAdV 2)

Die Ursache f√ľr eine Entz√ľndung des Kehlkopfes, der Luftr√∂hre und der Mandeln ist das Canine Adenovirus Typ 2. Diese Infektion √§hnelt einem „grippalen Infekt‚Äú beim Menschen.
Auch wenn ein solcher Infekt nicht so stark ausgeprägt ist, wie der beim Parainfluenzavirus, wird er durch das Bakterium Bordetella bronchiseptica häufig verstärkt.

Das Canine Herpesvirus 1 (CaHV-1)

Das Canine Herpesvirus 1 ist ebenfalls ein Primärerreger des Zwingerhustens.

Eine Ansteckung durch den Herpesvirus kann sich beim Hund ebenfalls zu einer Infektion der Atemwege, hier meist zu einer Entz√ľndung der Nase und der Luftr√∂hre, entwickeln.¬†

Wichtig
Die Besonderheit der Herpesviren ist, dass sie dauerhaft im K√∂rper des Hundes bleiben ‚Äď gleiches gilt √ľbrigens auch f√ľr Herpesviren beim Menschen. Das CaHV-1 ist imstande, sich in bestimmten Zellen des Immunsystems unerkannt zu verstecken.¬†

Unter Stresssituationen des Alltags, aber auch die einer Geburt oder bei Erkrankungen des Hundes die das Immunsystem beeinträchtigen, kann es zu einer Aktivierung der ruhenden Viren kommen. Jetzt vermehren sie sich rapide und es kommt zum Ausbruch einer sichtbaren Erkrankung. 

Achtung
Canine Herpesviren k√∂nnen auch durch einen Behandlung mit cortisonhaltigen Arzneimitteln oder unter einer Therapie, die das Immunsystem des Hundes unterdr√ľcken, wieder aktiviert werden.¬†

Eine zusätzliche Besiedelung der Schleimhäute mit Bakterien bewirkt dann eitrigen Nasenausfluß und Husten.

Reovirus

Renovieren werden in verschiedene Gattungen und Untergruppen unterteilt.
Die drei wichtigsten sind:

  • Orthoreovirus
  • Rotavirus
  • Orbivirus

Orthoreovirus

Orthoreoviren kommen bei vielen Säugetieren in der Nase und den oberen Atemwegen, sowie dem Verdauungstrakt vor. Sie sind vor allem an Infekten der oberen Atemwege und dem Zwingenhusten beteiligt. 

Rotavirus

Rotaviren verursachen vor allem Infektionen des Magen-Darm-Trakts.
Dabei kommt es zu akuten Durchfallerkrankungen. 

Zusammenfassung möglicher Erreger beim Zwingerhusten

Virale Erreger:

  • Canine Parainfluenzavirus (CPiV 2)
  • Canine Adenovirus 2 (CAdV 2)
  • Canine Herpesvirus 1 (CaHV 1)
  • Influenza-A-Virus,
  • Hundestaupevirus (CDV)
  • Reoviren,

Bakterielle Erreger:

  • Bordetella bronchiseptica

Erreger, die das Krankheitsbild zusätzlich verkomplizieren:

  • Mykoplasmen
  • Klebsiellen
  • Pseudomonaden
  • Pasteurellen
  • Streptokokken
  • Staphylokokken
  1. √úbertragungswege bei Zwingerhusten

Eine √úbertragung von Zwingerhusten erfolgt √ľber den Nasen-Rachen-Raum durch eine Tr√∂pfcheninfektion. Erreger k√∂nnen √ľber Mund-, Augen- und Nasensekret √ľbertragen werden.
Hier werden die Viren und Bakterien durch Niesen oder Husten auf gesunde Hunde √ľber die Luft √ľbertragen.¬†

Aber auch durch Beschnuppern kann sich der gesunde Hund mit dem Zwingerhusten anstecken. Die Krankheitserreger k√∂nnen etwa an Gegenst√§nden haften, wie etwa Hundespielzeug oder Wassern√§pfe. Selbst eine √úbertragung an infizierten Grasb√ľscheln ist nicht ausgeschlossen. Daher k√∂nnen sich Hunde auch bei jeder Gassirunde und auf jedem Spaziergang, gerade in beliebten Auslaufgebieten schnell mit dem Zwingerhusten anstecken.¬†

Hunde, die auf engem Raum zusammen leben, wie etwa in Tierheimen oder zeitweise in einer Tierpension, aber auch in Zwingern sind besonders gefährdet. Hier erhöht die Gruppenhaltung und eine Überbesetzung die Infektionsgefahr besonders. 

Doch auch auf Hundeausstellungen, Zuchtbetrieben, in der Hundeschule und auf dem Hundeplatz oder auf sogenannten Hundeauslaufwiesen, ebenso wie auf Sportveranstaltungen, zum Beispiel f√ľr Agility, besteht eine Infektionsgefahr.
Auch das Wartezimmer beim Tierarzt, so es die Corona-Bedingungen wieder zulassen, bergen die M√∂glichkeit der Ansteckung mit dem Zwingerhusten. Daher vermeide hier ebenfalls den direkten Kontakt mit anderen Hunden. Hunde sind beim Tierarzt aus bestimmten Gr√ľnden. Meist vor allem weil sie krank sind, daher ist ein ‚ÄěHallo sagen‚Äú mit dem Artgenossen einen Sitzplatz weiter, nicht die allerbeste Idee!

Bei Hunden, die sich in der Schutzhunde-Ausbildung befinden, sollte beachtet werden, dass alle Hunde meistens in den gleichen Schutzarm bei√üen und sich auch hier√ľber sehr leicht gegenseitig anstecken k√∂nnen.¬†

Neben den schon beschriebenen bakteriellen und viralen Krankheitserregern, spielen noch weitere Ursachen bei der Infektion mit Zwingerhusten eine Rolle. 

Nicht-infektiöse Faktoren können sein: 

  • schlechte Hygiene
  • die Umgebungstemperatur:
    wie etwa zu hohe oder zu niedrige Temperaturen
  • Luftfeuchtigkeit:
    zu hohe oder zu niedrigere Luftfeuchtigkeit (trockene Heizungsluft)
  • k√∂rperlicher und psychischer Stress
  • Mangelern√§hrung
  • Immunschw√§che
  • Wurmbefall

Achtung
Eine Ansteckung mit Zwingerhusten ist nicht nur von Hund zu Hund möglich, sondern auch vom Hund auf die Katze und umgekehrt!

  1. Symptome bei Zwingerhusten

In seinem Anfangsstadium zeigt sich der Zwingerhusten oft unauffällig, mit unspezifischen Symptomen beim Hund, wie:

  • geringe Belastbarkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Bindehautentz√ľndung mit tr√§nenden-eitrigen Augen
  • laufende Nase

Bei einer infekti√∂sen Tracheobronchitis (Zwingerhusten) sch√§digen wie schon beschrieben, Viren das Flimmerepithel der Schleimhaut der Atemwege. Ist die Funktion der Flimmerh√§rchen gest√∂rt oder ganz zerst√∂rt entsteht ein h√§ufiges Husten. Das Husten √ľbernimmt dann praktisch, f√ľr die gesch√§digten Flimmerh√§rchen, die Reinigung der Bronchien.

Um aus den Atemwegen möglichen Schleim, Staub oder Pollen oder zu entfernen, stößt der Hund beim Husten explosionsartig Luft aus.

Dabei wird der Husten von speziellen Rezeptoren ausgelöst, die auf bestimmte Reize reagieren. 

Damit ist das Hauptsymptom des Zwingerhustens ein wiederkehrender, trockener Husten beim Hund.
Dieser Husten macht sich zusätzlich bemerkbar durch:

  • krampfartiges Husten
  • bellendes Husten
  • schnell ausl√∂sbar, durch Druck auf die Luftr√∂hre
  • auftreten, teilweise nur unter Belastung¬†

Durch den starken Husten kann beim Hund ein W√ľrgereiz entstehen, was es f√ľr den Hund zus√§tzlich unangenehm macht.¬†

Hundebesitzer glauben dann oft irrt√ľmlicherweise der Hund h√§tte etwas verschluckt und versuche es durch erbrechen und husten wieder loszuwerden.

Doch auch eine Infektion durch Bakterien (Bordetella bronchiseptica) kann, wenn auch selten auftreten. 

Der erkrankte Hund leidet dann eher an einem feuchten Husten und der Tierarzt hört beim Abhören rasselnde Atemgeräusche.
Weitere Anzeichen f√ľr einen Schnupfen k√∂nnen Niesen und auch Augenausfluss sein.¬†

Bei schweren Krankheitsverl√§ufen kommt es zu Fieber und Entz√ľndungen im Rachenraum, wobei auch der Kehlkopf betroffen sein kann, sowie Entz√ľndungen der Mandeln und der Bronchien, ebenso kann die Entz√ľndung die Luftr√∂hre erfassen.¬†

Schwere Fälle treten vor allem dann auf, wenn bereits Sekundärinfektionen beim Hund vorliegen, wie etwa Hauterkrankungen oder Allergien. Also Infektionen bei denen das Immunsystem des Hundes bereits auf Hochtouren arbeitet und so bereits an seine Grenzen stößt. 

Stelle deinen Hund zur Abklärung einer Diagnose unbedingt deinem Tierarzt vor. 

Symptome einer Mandelentz√ľndung¬†

  • vermehrtes G√§hnen
  • vermehrtes Schlucken¬†
  • vermehrtes Schmatzen
  • vermehrter Speichelfluss
  • unangenehmer Maulgeruch

Oft fangen an einer Mandelentz√ľndung erkrankte Hunde vermehrt an Gras zu fressen. So versuchen sie den vermeintlichen Fremdk√∂rper abzuschlucken.

Andere w√ľrgen hin und wieder, um so das Gef√ľhl wegzubekommen, dabei kommt in der Regel wei√ülicher Schleim hervor.¬†

Verwechsle dies nicht mit einem Erbrechen, wie es unter einem Magen-Darm-Infekt auftreten kann. 

Sollte dein Hund wirklich Futter erbrechen, haben sich vermutlich die Symptome verschlimmert und der W√ľrgereiz ist st√§rker geworden.
Besprich dich hier√ľber unbedingt mit deinem Tierarzt.¬†

Die entz√ľndeten und stark vergr√∂√üerten Mandeln sind f√ľr deinen Hund jetzt √§u√üerst schmerzhaft, was ein Schlucken schwierig macht. Deinem Hund ist √§u√üerst unwohl und er versucht sich durch ein Reiben mit der Pfote am Hals und vermehrtes Kopfsch√ľtteln Erleichterung zu verschaffen.
Seine schmerzhaften Schluckbeschwerden f√ľhren vielleicht ausserdem zu einer Verweigerung seines Futters. Auch kann das Wassertrinken zu einem Hustenreiz f√ľhren, so da√ü der erkrankte Hund sich weigert zu trinken. H√§ufig kommt Fieber hinzu. Seine Beschwerden lassen den erkrankten Hund h√§ufig auch nachts nicht zur Ruhe kommen.¬†

Symptome einer Bronchitis

  • h√§ufiges Husten
  • hervorw√ľrgen von eitrigem Schleim (wird meist abgeschluckt)
  • Husten kann Erbrechen hervorrufen
  • eitriger Nasenausflu√ü
  • Fieber
  • meist verbunden mit einer Entz√ľndung der Luftr√∂hre (Trachea)
  • rasselnde bis knisternde Atemger√§usche
  • Kurzatmigkeit nach Anstrengung

Eine Bronchitis ist mit die häufigste Atemwegserkrankung beim Hund.
Bei einer Bronchitis entz√ľnden sich die unteren Luftwege im Bereich der Bronchien. Die Bronchitis beim Hund kann akut oder auch chronisch verlaufen, wenn sie l√§nger als zwei Monate andauert.
Neben den unteren Luftwegen sind gleichzeitig oft auch die oberen Atemwege, also Rachen und Kehlkopf, sowie die Luftr√∂hre entz√ľndet.¬†

Die Ursachen f√ľr eine Bronchitis beim Hund sind vielf√§ltig.¬†

Mögliche Ursachen können sein:

  • Allergie
  • Virusinfektion
  • zus√§tzliche Infektion mit Bakterien

Ursachen einer Bronchitis im Einzelnen

Eine Allergie gegen Pollen oder Gr√§ser tritt meist im Fr√ľhjahr bis zum Herbst hin auf, also oft nur zu bestimmten Jahreszeiten. Eine Verbesserung der Symptome erlebt der Halter bei seinem Hund meist in den Wintermonaten.¬†

Die empfindlichen Bronchien entz√ľnden sich am h√§ufigsten durch eine Virusinfektion. In den meisten F√§llen, von an Zwingerhusten infizierten Hunden, besiedeln Vieren die Bronchien und sch√§digen hier das Flimmerepithel der Atemwege.
Damit k√∂nnen Bakterien, wie Bordetellen oder Mykoplasmen, aber auch Pilze leicht das bereits entz√ľndete Gewebe besiedeln und weitere Infektionen ausl√∂sen.¬†

Dabei spricht man von einer Superinfektion. 

Die Superinfektion

Unter unterschiedlichen Erkrankungen können Superinfektonen entstehen.
Dabei kann sich eine Superinfektion zum Beispiel unter einer Erkältung oder einer Bronchitis entwickeln. 

Diese Infektionskrankheiten werden durch Viren ausgel√∂st. Diese besiedeln die Schleimh√§ute der Atemwege und verursachen dort eine Entz√ľndungsreaktion. Das setzt die Immunabwehr des K√∂rpers in Gang. Die Zellen der Immunabwehr k√ľmmern sich nun darum diese Vieren abzuwehren. Dies alles belastet und schw√§cht das gesamte Immunsystem.¬†

Damit haben jetzt Bakterien leichteres Spiel. Sie gelangen √ľber die Atemluft ebenfalls in die Atemwege. Stellt ein Vorgehen gegen Bakterien normalerweise f√ľr das Immunsystem kein Problem dar, belastet dies jetzt das Immunsystem zus√§tzlich und schw√§cht es. Dies macht es den Bakterien leicht, das bereits gesch√§digte Gewebe ebenfalls zu infizieren.¬†

So kommt es zu einer Superinfektion (bzw. Sekundärinfektion) mit zwei Arten von Erregern.

Nur eine Erkältung oder doch Zwingerhusten?

Die Symptome einer Erkältung unterscheiden sich nur wenig von denen des Zwingerhustens. 

So zeigt dein Hund auch bei einer Erkältung,

möglicherweise folgende Symptome:

  • tr√§nende Augen
  • laufende oder verstopfte Nase
  • reiben von Augen und Nase mit der Pfote
  • Niesen
  • Husten
  • der Hund w√ľrgt, aufgrund von Halsschmerzen
  • Appetitverlust
  • Abgeschlagenheit
  • leichtes Fieber¬†

Doch einige dieser beschriebenen Symptome treten beim Hund auch auf, wenn er an einem Zwingerhusten erkrankt ist. 

Merke:
Die Bezeichnung ‚ÄěZwingerhusten‚Äú ist der √úberbegriff f√ľr eine Vielzahl von Infektionen der oberen Atemwege!

Auch wenn dein Hund hustet, kann dies immer verschiedene Ursachen haben. 

Verh√§lt sich dein Hund dazu aber noch ungew√∂hnlich, stelle ihn unbedingt deinem Tierarzt vor und lasse den Grund daf√ľr abkl√§ren.¬†

Nur √ľber eine gesicherte Diagnose kannst du deinen Hund wirkungsvoll und schnell beim Gesundwerden unterst√ľtzen.¬†

  1. Verlauf der Erkrankung ‚ÄěZwingerhusten‚Äú

Von der Infektion, also dem Kontakt mit dem Erreger, bis zum Ausbruch der Krankheit können zwischen 2 bis 30 Tage vergehen. 

Sind an der Infektion nur Viren beteilgt, verl√§uft die Erkrankung meist harmlos. Dabei hat dein Hund einen trockenen Husten, seine Nase l√§uft und er hat eine anf√§ngliche Mandelentz√ľndung, bei der ihn Schluckbeschwerden und leichte Halsschmerzen plagen.

Diese unkomplizierte Form eines Zwingerhustens, ist vergleichbar mit einer Erk√§ltung beim Menschen. Der Zwingerhusten klingt mit den entsprechenden, unterst√ľtzenden Ma√ünahmen in der Regel nach 14 Tagen wieder problemlos ab.¬†

Achtung – Komplikationen beim Zwingerhusten

Bei einigen Hunden treten Komplikationen auf. Dann kann es beim Zwingerhusten zu einem schweren Verlauf der Infektion kommen. 

Die Erkrankung Zwingerhusten wird immer dann f√ľr den Hund bedrohlich, wenn sich zus√§tzlich zur der eigentlichen Infektion mit Viren noch Bakterien auf den bereits gesch√§digten Schleimh√§uten niederlassen.¬†

Hier rufen sie schwere, eitrige Entz√ľndungen der Atemwege, mit Fieber und Husten mit Auswurf hervor.¬†

Komplikationen beim Zwingerhusten können dann sein:

  • Lungenentz√ľndung
  • Mandelentz√ľndung

Je nachdem wie alt dein Hund ist, kann er besonders gefährdet sein, dass der Zwingerhusten einen ersten Verlauf nimmt.
Betroffen sind hier besonders Welpen und Seniorhunde.
Doch auch Hunde mit einem geschwächten Immunsystem, etwa bei einem gleichzeitigen Wurmbefall oder bei einer anderen bereits bestehenden Infektion, sind häufig von einem ernsten Verlauf der Erkrankung betroffen. 

Doch auch Stress, etwa durch eine falsche Haltung, einen Besitzerwechsel oder gar den Tod des Halters, kann das Immunsystem so weit schw√§chen, dass der¬† Zwingerhusten f√ľr den betroffenen Hund problematisch wird.

Der Zwingerhusten mit einem ernsten Verlauf äußert sich in Form von:

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Bronchitis¬†
  • Sch√§digung der Lunge
  • Sch√§digung des Herzens

Bei schweren Verläufen des Zwingerhustens, mußt du als Hundehalter von mehreren Wochen der Genesung deines Hundes ausgehen.

In besonders schweren F√§llen endet die Erkrankung ‚ÄěZwingerhusten‚Äú f√ľr den Hund t√∂dlich.¬†

  1. Diagnose bei Zwingerhusten

Dein Tierarzt stellt eine Diagnose auf Zwingerhusten aufgrund der typischen Symptome. Bei einer gr√ľndlichen Untersuchung deines Hundes wird er sich zun√§chst die Augen deines Hundes genau ansehen, er schaut auf die Nase und in die Ohren, h√∂rt sein Herz und seine Lunge ab.
Berichtest du von Husten und einem starken W√ľrgereiz, wird er die Luftr√∂hre deines Hundes untersuchen. So kann er ausschlie√üen, dass die Beschwerden nicht etwa durch einen Fremdk√∂rper verursacht werden.

Auch der Hinweis auf den Besuch eines Wettkampfs im Agility oder der Kontakt zu vielen anderen Hunden auf der Hundeauslaufwiese sind f√ľr deinen Tierarzt weitere wichtige Indizien f√ľr die m√∂gliche Diagnose ‚ÄěZwingerhusten“.¬†

Zunächst wird er davon ausgehen, dass es sich bei den Erregern um Viren handelt und die entsprechenden Symptome behandeln.

Erst wenn Komplikationen auftreten, wird der Tierarzt einen Abstrich an der Schleimhaut im Rachen des Hund f√ľr ein spezielles Antibiogramm durchf√ľhren.

Das Antibiogramm ist ein Labortest, bei dem zunächst eine Bakterienkultur vermehrt wird. Anschließend werden verschiedene Antibiotika in ihrer Wirksamkeit gegen diese Bakterien getestet. So ist es dem Tierarzt möglich, das wirksamste Antibiotika gegen die bestehende Infektion zu verabreichen. 

Vermutet der Tierarzt eine Lungenentz√ľndung oder ein Herzleiden, wird er eine R√∂ntgenuntersuchung sowohl der Lunge, als auch des Herzens veranlassen.¬†

Zusätzlich wird er eine Blutuntersuchung vornehmen. 

  1. Therapie des Zwingerhustens beim Hund

Zunächst richtet sich die Behandlung deines an Zwingerhusten erkrankten Hundes, nach seinen Symptomen und seinem allgemeinen Gesundheitszustand. 

So wird dein Tierarzt zunächst notwendige Medikamente verabreichen, zur

  • Hustenlinderung
  • Schleiml√∂sung
  • Fiebersenkung
  • Abwehrkr√§ftest√§rkung
  • und abschwellende Medikamente¬†

Wie schon besprochen kommt es häufig im Krankheitsverlauf zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien.
Da sich das Allgemeinewohlbefinden des Hundes durch den zusätzlichen Infekt verschlechtert, wird dein Tierarzt dann wenn nötig und sinnvoll, zu einem Antibiotikum raten. 

Antibiotika Рwas du wissen mußt

Merke:
Antibiotika wirken bei Erkrankungen die durch Bakterien ausgelöst werden. 

Häufig durch Bakterien ausgelöste Erkrankungen

  • Bronchitis¬†
  • Mandelentz√ľndungen
  • Lungenentz√ľndung
  • Blasenentz√ľndung
  • Borreliose
  • eitrige Hautentz√ľndungen

Antibiotika sind bei Erkrankungen durch Viren wirkungslos!

Viren rufen folgende Erkrankungen hervor 

  • Erk√§ltungskrankheiten, wie
    – Husten
    – Schnupfen
    – Halsschmerzen
  • Grippe (Influenza)

Wichtig: 

Zu Beginn einer Erkrankung ist es schwer auszumachen, ob es sich um eine bakterielle oder um eine virale Infektion handelt! Meist sind die Krankheitsanzeichen ähnlich. 

Wie Antibiotika wirken

Sind Bakterien in den K√∂rper eingedrungen, vermehren sie sich unaufhaltsam. Das l√∂st im Organismus Entz√ľndungen aus, eine zun√§chst normale Abwehrreaktion des K√∂rpers. Doch kommt das Immunsystem nicht gegen die Bakterienvermehrung an, sch√§digen sie auch Organe.¬†

Antibiotika unterst√ľtzen das Abwehrsystem des K√∂rpers und t√∂ten diese Bakterien ab oder verhindern, dass sie sich weiter vermehren.¬†

Doch ein Antibiotika wirkt nicht nur gegen die krankmachenden Bakterien, sondern geht auch gegen die n√ľtzlichen Bakterien, etwa auf der Darmschleimhaut vor. Ein Antibiotika unterscheidet nicht zwischen krankmachenden und n√ľtzlichen Bakterien.¬†

M√∂glichkeiten der Unterst√ľtzung bei einer Antibiotika-Gabe

Probiotika 

Unter dem Einsatz von Antibiotika, ver√§ndert sich immer auch die Darmflora. Und das ‚Äď negativ!

Denn unter der Gabe des Antibiotikums werden nicht nur die bakteriellen Erreger abget√∂tet, sondern unter dem Antibiotikum, werden auch n√ľtzliche Darmbakterien vernichtet

oder zumindest so stark minimiert, dass es zu einem ungesunden Verhältnis der Darmbakterien kommt und damit gleichzeitig zu einer Veränderung der Darmflora.

Diese Unter- oder √úberbesiedelung kann sowohl im Dickdarm, als auch im D√ľnndarm auftreten.

Um dies bereits unter der Antibiotika-Behandlung aufzufangen, kann man einer Fehlbesiedelung, mit der Gabe von Probiotika entgegensteuern.

Probiotika Gabe 

Das bedeutet, du solltest zeitgleich mit der Gabe eines Antibiotikums mindestens 14 Tage besser noch bis zu 4 Wochen, deinem Hund ein Probiotika geben,¬†um direkt n√ľtzliche Darmbaktierein zuzuf√ľhren.
Denn unter der Gabe von Probiotika lässt sich die Darmflora in gewissen Grenzen beeinflussen. 

Hierbei ist es wichtig, die Bakterien √ľber mangensaftresistente Kapseln zu verabreichen.
L√∂sen sich die Kapseln schon im Magen auf, gelangen nicht gen√ľgend Bakterien in den Darm, wo sie eigentlich hin sollen.¬†

Leider enthalten viele Probiotika eine große Menge an (Trauben-)Zucker oder Stärke.
Daher achte darauf, Produkte zu w√§hlen, die so wenig Kohlenhydrate wie m√∂glich enthalten, um nicht die „falschen“ Bakterien zu beg√ľnstigen.

Dabei setzt man häufig auf Synbiotika.

Dies ist eine Kombination aus Präbiotika, das sind unverdauliche Nahrungsbestandteile und Probiotika, das sind lebende Mikroorganismen.

Um einen wirklichen Wiederaufbau der Darmflora zu bewirken, solltest du deinem Hund, ein Synbiotika am besten √ľber mindestens 4 Wochen verabreichen.

Meine Empfehlung ist hier: 

Das Pr√§parat enth√§lt sechs hochdosierte Milchs√§urebakterien-Kulturen, die auch die Magenpassage √ľberleben.

Vivomixx ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit lebenden Milchsäurebakterien in hohen Konzentration.

Lasse dich bei einer gezielten Sanierung der Darmflora deines Hundes von einem Tierheilpraktiker mit dem Schwerpunkt ‚ÄěDarmflora‚Äú unterst√ľtzen.

Kolostrum

Bei Hunden mit einem geschwächten Immunsystem, wie etwa bei Welpen oder Seniorhunden und Hunden mit einer Grunderkrankung, hat sich eine Gabe von Kolostrum* bewährt.

Kolostrum ‚Äď was ist das?

Kolostrum, ist die erste Muttermilch (Erstmilch) nach der Geburt eines Kuhkälbchens.

Die besonderen Inhaltsstoffe des Kolostrum, versorgen das Jungtier mit einer hohen Konzentration an verschiedenen Stoffen,

wie den Immunglobulinen, sogenannten Antikörpern und auch mit Proteinen.

Sie alle spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des noch unreifen Immunsystem und dem Wachstum des Jungtieres.

Bei Wikipedia heisst es: ‚ÄěDas Kolostrum ( lat. colostrum) ist die Erstmilch f√ľr S√§ugetiere, die von der weiblichen Milchdr√ľse produziert wird, um das Neugeborene in den ersten Tagen optimal zu ern√§hren. Es wird auch als Vormilch, Kolostralmilch, Biestmilch (bei K√ľhen) oder Erstmilch bezeichnet und besteht aus Proteinen, Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Wachstumsfaktoren, Aminos√§uren und Antik√∂rpern. Auf diese Weise wird die St√§rkung und die Immunabwehr des Jungtieres unterst√ľtzt.‚Äú

Wof√ľr ist das Kolostrum gut?

Die im Kolostrum enthaltenen Substanzen tragen dazu bei, das Immunsystem zu unterst√ľtzen.

Das Kolostrum enthält weiße Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt.

Diese bilden Antik√∂rper gegen Viren und Bakterien und sch√ľtzen so das Neugeborene.

Dies scheint damit die wichtigste Aufgabe von Kolostrums zu sein.

Kolostrum liefert die gesamte Abwehrerfahrung der Mutter in Form dieser fertigen Antikörper. 

Im Kolostrum wurden Antikörper gegen:

  • Salmonellen,
  • Cryptosporidien,
  • Kolibakterien,
  • Shigella,
  • Streptococcus mutans,
  • Streptococcus pneumonia, und
  • Clostridien nachgewiesen.Untersuchungen belegen au√üerdem, dass Kolostrum Infektionen verhindert, von:
  • Enteroviren,
  • Rotaviren,
  • Haemophillus influenza und
  • Respiratory syncytial.

Das bedeutet, mit der Gabe von Kolostrum, geht das Immunged√§chtnis der Mutter, sofort auf den S√§ugling √ľber.

Damit verlaufen Abwehrreaktionen, beim Baby oder Jungtier, rasch und präzise. 

Au√üerdem sch√ľtzt es die Darmwand, f√∂rdert die Darmfunktion und unterst√ľtzt die Darmflora,¬†weil Kolostrum reich an ‚Äěguten Bakterien‚Äú wie Lactobacillus bifidus, ist.

Kolostrum enthält unter anderem:

  • langkettige Fetts√§uren
  • Vitamine:
  • * B1 (Thiamin),
  • * B2 (Riboflavin),
  • * B6 (Pyrodoxin),
  • * B9 (Fols√§ure),
  • * B12 (Cobalamin),
  • * D3 (Cholecalciferol)
  • * E (Tocopherol)
  • * C (Ascorbins√§ure)
  • * A (Retinol),
  • * Q10 (Ubichinon)
  • Mineralien und Spurenelemente, wie:
  • * Zink,
  • * Kupfer,
  • * Kalzium,
  • * Kalium
  • * Magnesium
  • * Selen
  • * Eisen
  • * Chrom
  • * Natrium
  • Aminos√§uren:
  • * Alanin
  • * Arigin
  • * Citrulin
  • * Cystin
  • * Glutamin
  • * Leicin
  • * Prolin
  • * Taurin
  • * Tryptophan etc.
  • ‚Äď um nur einige zu nennen.

Gabe von Kolostrum

Von dem fl√ľssigen LR Colostrum* erh√§lt der Hund t√§glich 1/3 Teel√∂ffel pro 10 kg K√∂rpergewicht.

M√∂chtest du deinen Hund mit Kolostrum unterst√ľtzten, kannst du fl√ľssiges Kolostrum portionsweise in Eisw√ľrfelformen oder Eisw√ľrfelt√ľten einfrieren.

Außerdem kannst du auch Einwegspritzen mit der Tagesmenge aufziehen und diese einfrieren. 

Eingefroren ist Kolostrum 6 ‚Äď 9 Monate haltbar.

Im K√ľhlschrank h√§lt sich das aufgetaute Kolostrum anschlie√üend 24 Stunden.

Nach dem Auftauen, bitte nicht wieder einfrieren!

M√∂chtest du deinem Hund statt des fl√ľssigen Kolostrums lieber Kapseln oder Tabletten geben,¬†achte zun√§chst darauf, dass sie magensaftresistent sind, damit die wertvollen Inhaltsstoffe auch im Darm ankommen.¬†

Von dem Kolostrum Pulver muss dein Hund meist, die 4fache Menge des fl√ľssigen Kolostrums erhalten.¬†

Der Umgang mit der Gabe von Antibiotika

Immer wieder liest man, dass Antibiotika nicht mehr wirken. Eine verhängnisvolle Entwicklung. Der Fachbegriff heißt Antibiotika-Resistenzen. 

Ist ein Antibiotikum auch gegen Bakterien noch so effizient, verliert es falsch eingesetzt seine Wirksamkeit. 

Falsche Anwendungen, sind etwa:

  • zu h√§ufig dosiert
  • zu kurz dosiert
  • zu niedrig dosiert
  • angewendet bei Viren

Bakterien k√∂nnen sich sehr gut an neue Begebenheiten anpassen. Sie vermehren sich sehr schnell und ver√§ndern dabei ihr Erbgut. Diese Ver√§nderungen lassen sie unempfindlich gegen√ľber Antibiotika werden.¬†

Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen

So gehst du mit dem Einsatz von Antibiotika gewissenhaft um, um Antibiotika-Resistenzen zu vermeiden:

  • Wende das verordnete Antibiotikum immer nach den genauen Anweisung deines Tierarztes an.¬†
  • Ver√§ndere nicht eigenm√§chtig die Dauer und die Einnahme Empfehlung der Antibiotika-Anwendung.
    Auch wenn die Beschwerden deines Hundes bereits abgeklungen sind, f√ľhre die Antibiotika-Therapie bis zum Ende durch.¬†
  • Vertraue deinem Tierarzt. Nicht jede Erkrankung sollte mit einem Antibiotikum behandelt werden.¬†
  • H√§lt dein Tierarzt einen Ressistenztest f√ľr erforderlich, akzeptiere dies, denn so kann dein Hund mit genau dem richtigen Antibiotikum behandelt werden.¬†
  • Gebe das Antibiotikum nur dem Hund, f√ľr das es verordnet wurde und keinem anderen Tier in deinem Haushalt.¬†
  • M√∂gliche Antibiotika-Rest verabreiche nicht eigenm√§chtig ohne Absprache deines Tierarztes.
    Vor allem keine Reste an Antibiotika, die dir selbst verordnet wurden. 

Ist dein Hund mit Endo- oder Ektoparasiten, wie W√ľrmer oder Fl√∂he befallen, wird dein Tierarzt zus√§tzlich zur Therapie gegen den Zwingerhusten entsprechende Mittel verordnen, um diese Parasiten zu bek√§mpfen.
Denn ein Befall mit W√ľrmern oder ein starker Flohbefall schw√§cht das Immunsystem deines Hundes ebenfalls stark.¬†

Besonders wichtig ist vor allem, dass dein Hund sich jetzt 2 bis 3 Wochen schont und Ruhe bekommt. Nur so kann er sich regenerieren. 

  1. Zwingerhusten vorbeugen

Geh√∂rt dein Hund zu einer Gruppe mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr diese Erkrankung, kannst du ihn gegen Zwingerhusten impfen lassen.¬†

Ein erhöhtes Risiko trägt dein Hund, wenn er

  • mit vielen anderen Artgenossen zusammenlebt
  • viel Zeit mit anderen Hunden in der Gruppenhaltung verbringt
    – Tierheim
    – Tierpension
  • auf Ausstellungen geht
  • bei Z√ľchtertreffen dabei ist
  • an Sportwettk√§mpfen teilnimmt
  • auf Spazierg√§ngen viel mit anderen Hunden zusammen ist
  • Welpe ist
  • Seniorhund ist
  • bereits andere Gesundheitsprobleme hat
  • ein geschw√§chtes Immunsystem hat

Die Zwingerhusten-Impfung geh√∂rt zu den sogenannten ‚ÄúNon-Core‚ÄĚ (Nicht-Pflicht) Impfungen.

Der Impfstoff gegen Zwingerhusten

Gegen Zwingerhusten gibt es zwei Impfstoffe. 

Zum einen den Impfstoff gegen den bakteriellen Erreger Bordetella bronchiseptica als Einzelimpfstoff oder auch als Zweier-Kombiimpfung zusammen mit dem Caninen Parainfluenzavirus Typ 2 (CPiV-2). 

Die Impfungstoffe werden direkt auf die Nasenschleimhaut gegeben.

Und außerdem den Impfstoff gegen das Parainfluenzavirus, der oft als Mehrfachimpfung mit Staupe-Parvovirose-Hepatitis verabreicht wird. 

So umfaßt der Schutz gleichzeitig mehrere Krankheiten. 

Doch auch eine weitere mehrfach-Impfung ist möglich, etwa gegen:

  • Staupe (Virusinfektion)
  • Parvovirose (ansteckende Virusinfektion)
  • Hepatitis
  • Leptospirose (Infektionskrankheit)
  • Zwingerhusten (Infekt der Atemwege) und
  • Tollwut (Virusinfektion)

In meinen Augen ist hier angeraten zu √ľberlegen, ob eine solche Kombi-Impfung nicht besser aufzuteilen ist, um das Immunsystem des Hundes nicht unn√∂tig zu belasten.
Wissen solltest du, dass es allerdings kaum Einzelimpfstoffe gibt.
Nur die Tollwutimpfung läßt sich gut davon trennen.
Besprich dich zum Thema ‚ÄěImpfung‚Äú unbedingt mit deinem Tierarzt.

Welpen erhalten bereits im Alter von acht Wochen ihre erste Grundimmunisierung. Anschließend wird die Impfung nach zwölf und sechzehn Wochen wiederholt.

Die Impfung gegen Zwingerhusten hält 12 Monate an und sollte dann, wenn man dies möchte, wiederholt werden. 

Der Impfschutz bei der Impfung gegen Zwingerhusten

√Ąhnlich wie die Grippeschutzimpfung bei uns Menschen, verhindert auch eine Impfung gegen Zwingerhusten nicht jede Infektion der Atemwege. Somit kann sich dein Hund trotz der Schutzimpfung mit dem Zwingerhusten infizieren. Ein hundertprozentiger Schutz kann aufgrund der Weiterentwicklung, also der Immunisierung der Virenst√§mme, nicht garantiert werden. Doch die Impfung gegen Zwingerhusten sch√ľtzt vor den wichtigsten Erregern und schw√§cht den Krankheitsverlauf in jedem Fall ab.¬†

  1. Lernpfote-Tipps bei Zwingerhusten

Vor einer Erkältung ist kein Hund gefeit. Damit du in der Herbst- und Winterzeit vorbereitet bist, wenn dein Hund eine Schnupfennase hat und sich häufig räuspert geben wir dir hier unsere Lernpfote-Tipps.

Denn gerade die körpereigene Abwehr deines Hundes ist ein wichtiger Faktor um Krankheiten vorzubeugen und es Krankheitserregern schwer zu machen. 

Genauso wichtig ist es, das bereits aktive, aber √ľberforderte Immunsystem zu st√§rken und zu unterst√ľtzen.¬†

Das Immunsystem deines Hundes

Wie schon besprochen treffen verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien und Viren den Organismus, denn sie sind entweder in der Umgebung vorhanden oder werden von einem Hund auf den anderen √ľbertragen.¬†

Eine Vielzahl an Zellen verhindert im Immunsystem, dass Krankheitserreger im Hundeorganismus eine Infektion verursachen können.

Dabei bildet die Haut, die Lunge und die Darmwand eine nat√ľrliche Schutzh√ľlle.

Erst wenn es Krankheitserregern gelingt, diese H√ľrde zu √ľberwinden und sich soweit zu vermehren, dass sie eine Infektion ausl√∂sen, wird das Immunsystem aktiv.¬†

Ein Teil dieses Immunsystems ist bei deinem Hund angeboren. Gleichzeitig ‚Äě√ľbt‚Äú der Organismus im gesamten Hundeleben immer besser mit Krankheitserregern umzugehen, weil er entweder Krankheiten durchmacht oder er √ľber eine Impfung mit den Krankheitserregern vorsichtig in Kontakt gebracht wird.¬†

Ist das Immunsystem gut vorbereitet, kann es sich also gut gegen Krankheitserreger zur Wehr setzen und dein Hund bleibt gesund.

Das geschwächte Immunsystems

Es gibt auch Umstände, die das Immunsystem schwächen können.

  • schlechte Ern√§hrung
  • Stress (physisch wie psychisch)
    – Umzug
    – Futterumstellung
    – schlechte Haltungsbedingungen
  • Alter¬†
  • Tr√§chtigkeit
  • Parasitenbefall
    – W√ľrmer
    РFlöhe
  • Arzneimittel (z. B. Antibiotika, Kortison)
  • Impfungen
    (direkt nach einer Impfung hat das Immunsystem zunächst eine Aufgabe)
  • bestehende Grunderkrankungen
  • gerade bestehende Erkrankungen

Unsere Lernpfote-Tipps –¬†Grunds√§tzliche Ma√ünahmen

  1. Ruhe

    Hat dein Hund einen Zwingerhusten braucht er vor allem Ruhe!
    Du solltest so gut es geht, f√ľr deinen Hund Aufregung und Stress vermeiden. Dazu geh√∂rt auch k√∂rperlicher Stress durch jegliche Anstrengung, denn eine √úberanstrengung kann zu Atemnot f√ľhren. Das gilt auch f√ľr lange Spazierg√§nge.

    Es ist wichtig, dass dein Hund ausreichend schläft.
    Zum Thema ‚ÄěSchlafbed√ľrfnis beim Hund‚Äú findest du ‚ÄěHier‚Äú den entsprechenden Blogbeitrag.
    Die entsprechenden Podcast-Folge findest du unter:
    Episode 066 ‚ÄěSchlafbed√ľrfnis beim Hund Teil 1‚Äú, und
    Episode 067 „Schlafbed√ľrfnis beim Hund Teil 2“.

    Auch mit dem Hundetraining solltest du bei einem Hund mit Zwingerhusten pausieren. Wir trainieren in unserem Hundetraining egal ob in Einzel- oder Gruppenstunden grundsätzlich nur mit gesunden Hunden.

    Das gleiche gilt nat√ľrlich auch f√ľr die Teilnahme an Sportwettk√§mpfen oder andere Veranstaltungen. Hier mu√üt du mit deinem Hund eine Pause einlegen, bis er vollst√§ndig genesen ist.¬†

  1. Bewegung

    Trotzdem bleibt f√ľr deinen Hund nat√ľrlich Bewegung an frischer Luft weiterhin wichtig.

    Bist du nun mit deinem erkrankten Hund auf eurer Gassirunde, f√ľhre ihn am Geschirr und nicht √ľber sein Halsband. So vermeidest du einen unn√∂tigen Druck auf die empfindliche Luftr√∂hre, wenn dein Hund an der Leine zieht und l√∂st keinen Hustenreiz aus.

    Einen Kontakt zu anderen Hunden solltest du während der Erkrankung mit dem Zwingerhusten unbedingt vermeiden.

    Ist dein Hund auf eurer Gassirunde bei schlechtem Wetter nass geworden, ist es vor allem wichtig ihn zu Hause oder am Auto mit einem Handtuch gr√ľndlich trockenzureiben. Anschlie√üend sollte er sich an einem zugfreien und warmen Liegeplatz ablegen k√∂nnen, um ganz trocken zu werden.

  2. Hundemantel

    Lebt dein Hund in der Wohnung und ist er Kälte nicht gewohnt, bildet sich vielfach nicht viel Unterwolle aus. Auch Hunde die keine Unterwolle haben, frieren bei fallenden Temperaturen sehr viel schneller.
    Diesen Hunden hilft ein Hundemantel, der sie warm hält.

    Lasse deinen Hund bei niedrigen Au√üentemperaturen auch nicht f√ľr l√§ngere Zeit im abgestellten Auto auf dich warten. Dabei k√ľhlt der Hund sehr schnell aus.

    Lasse deinen Hund mit absinken der Temperaturen auch im Freien nicht mehr √ľber l√§ngere Zeit absitzen. Vor allem nicht, wenn sein Fell durch einen Nieselregen feucht oder sogar nass geworden ist.

  3. Heizungsluft

    Mit den beginnenden Herbsttagen setzt auch die Heizperiode wieder ein.
    Die trockene Heizungsluft reizt die Schleimh√§ute und macht deinen Hund noch anf√§lliger f√ľr Erk√§ltungskrankheiten oder deren Verschlimmerung.
    Nutze daher zur Linderung und Beruhigung der angegriffenen Atemwege:
    * Luftbefeuchter*
    * Zimmerbrunnen*
    * ein feuchtes Handtuch √ľber der Heizung
    * eine mit Wasser gef√ľllte Sch√ľssel auf der Fenster

  4. Ernährung

    Achte bei deinem Hund auf eine artgerechte und ausgewogene Ernährung.
    Hinterfrage kritisch ob er mit seiner bisherigen Ernährungsform gut mit allen nötigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt ist und nicht nur ausreichend.
    Hat dein Hund starke Schluckbeschwerden und verweigert aufgrund seiner Halsschmerzen sein Futter, versuche ihm als Alternative weichere oder fl√ľssige Nahrung anzubieten.

    Kurm√§√üig macht es durchaus Sinn in der √úbungszeit, von warmen Sonnentage zu k√§lteren und nassen Herbsttagen, das Immunsystem deines Hundes auch mit einer Vitaminkur* zu unterst√ľtzen.
    Ein entsprechendes Vitaminpr√§parat* findest du ‚ÄěHIER‚Äú.
    Wenn du dazu Fragen hast oder ich dich an dieser Stelle unterst√ľtzen soll, schreibe mir gerne eine Mail an lernpfote@web.de .¬†

  1. Luftverschmutzung

    Durch den Zwingerhusten sind die Atemwege deines Hundes sehr angegriffen. Daher solltest du unbedingt Schadstoffe vermeiden die seine Bronchien weiter reizen.

    Schadstoffe können sein:
    * Rauch von Zigaretten, E-Zigaretten, Pfeifen oder Shishas
    * Hausstaub
    * chemische Substanzen
      РReinigungsmittel
    ¬† – Parf√ľm
      РDeo
      РDuftkerzen
    ¬† – Aromalampen mit k√ľnstlichen √Ėlen

    Es empfiehlt sich grunds√§tzlich, R√§ume immer gut zu l√ľften.
    Doch vermeide K√§lte und Zugluft f√ľr deinen Hund.
    Die Raumluft sollte weder trocken noch zu feucht sein. 

  2. Entwurmung

    Die Entwurmung beim Hund bleibt ein schwieriges Thema.
    Mehr erf√§hrst du ‚ÄěHIER‚Äú im Blogbeitrag ‚ÄěWurmkur beim Hund‚Äú.
    Die entsprechende Podcast-Folge, Episode 027 findest du ‚ÄěHIER‚Äú.

    Festzuhalten bleibt, dass die Vorgehensweise nur zu entwurmen, wenn √ľber eine Kotprobe ein Wurmbefall tats√§chlich nachgewiesen werden kann, f√ľr den Hund beim Zwingerhusten, eine enorme zus√§tzliche Belastung bedeutet. Denn nun schw√§chen ihn nicht nur die Erreger des Zwingerhustens, sondern auch noch der Parasitenbefall. Beides muss behandelt werden! Doch beides strapaziert auch den Hundeorganismus in seiner Immunabwehr stark. F√ľr einen schnellen Gesundungsprozess sind dies keine guten Grundvoraussetzungen.

    Besprich dich hier gut mit deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker, was f√ľr deinen Hund und eure Situation ein guter Weg ist.
    Wenn ich dich dabei unterst√ľtzen soll, schreibe mir gerne eine Mail an lernpfote@web.de .

  3. Hygienemaßnahmen

    Wasser- und Fressnapf deines Hundes sowie seinen Fressplatz solltest du regelmäßig und gewissenhaft reinigen und desinfizieren.
    Auch seine Decken und Liegeplätze solltest du besonders sorgfältig sauberhalten und regelmäßig waschen.
    Ebenso wie die Spielzeuge deines Hundes.

    Du selbst solltest dir regelm√§√üig und gr√ľndlich die H√§nde waschen, um Krankheitserreger nicht weiter zuverteilen. ¬†

Bewährte Hausmittel und pflanzliche Präparate

  1. Inhalieren

    Bei Husten und einem starken Schnupfen kannst du deinen Hund unterst√ľtzen indem du ihn inhalieren l√§√üt.
    Allerdings inhalieren Hunde nicht so, wie du es von Menschen kennst.

    Wer denkt beim Inhalieren nicht an die Sch√ľssel-Methode?
    Es wird eine Mini-Saune, durch ein √ľber den Kopf gezogenes Handtuch geschaffen, wobei man den Kopf √ľber eine Sch√ľssel mit hei√üem Wasser h√§lt und den Dampf einatmet. Durch die hei√üen Schwaden, eingefangen noch durch das Handtuch, besteht hier immer eine hohe Verbr√ľhungsgefahr!
    Gleichzeitig besteht der Dampf aus einzelnen großen Tropfen, die nur die oberen Atemwege erreichen. Außerdem werden die Atemwege durch die Wärme stärker durchblutet. Dies kann eine Schwellung und Reizung noch verstärken.
    Daher ist diese Form der Inhalation f√ľr deinen Hund (und meist auch f√ľr den Menschen) ungeeignet.

    Besitzt du allerdings einen elektrischen Inhalator kannst du diesen gut auch bei deinem Hund einsetzten. Beim elektrischen Inhalator wird das Wasser und die darin gelösten Stoffe wie etwa Salz, durch einen Kompressor oder Ultraschall sehr fein vernebelt. Diese feinen Tröpfchen gelangen beim Einatmen auch in die unteren Atemwege.

    Anwendung:
    F√ľr das Inhalieren deines Hundes nutzt du am besten eine Transportbox, in der sich dein Hund w√§hrend der Anwendung aufh√§lt.
    Bereite den Inhalator f√ľr den Einsatz vor. Meist wird eine 0,9 %ige Kochsalzl√∂sung empfohlen.
    Bei einer starken Verschleimung rate ich auch gerne zu einem Versuch mit einer L√∂sung, mit einer h√∂heren Salzkonzentration. (Hypertonische L√∂sung). Hierbei wird der Schleim meist eher verfl√ľssigt. Besprich dich hier unbedingt mit deinem Tierarzt oder deinem Tierheilpraktiker.

    Wichtig
    Ist dein Hund Allergiker, solltest du auf die Zusätze von Kamille, Eukalyptus, Thymian oder Pfefferminz unbedingt verzichten.
    Eine regelm√§√üige Inhalation mit einer Kochsalzl√∂sung, wenn dein Hund es gut vertr√§gt, reicht aus, um eine Linderung f√ľr ihn zu erreichen.

    Damit dein Hund nun gen√ľgend feinen Dampf einatmet w√§hrend er sich in der Transportbox befindet, befestige das Mundst√ľck an der Gittert√ľr und h√§nge die Transportbox mit ein Handtuch ab.

    Bleibe auf jeden Fall in der Zeit des Inhalieren bei deinem Hund und beobachte ihn genau. Lasse deinen Hund  5 Minuten inhalieren, wenn es ihm dabei gut geht.

    Wiederhole diese Anwendung mehrmals am Tag. 

  1. Echinacea

    Ebenso wie ein Aufbau des Immunsystems die Gabe von Kolostrum unterst√ľtzt werden kann, kannst du die Abwehrkr√§fte deines Hundes bei einer Erkrankung der Atemwege mit Echinacea stimulieren.¬†

  1. Kamille, Salbei und Thymian

    Alle drei Heilkr√§uter sind bew√§hrte Mittel bei der Behandlung von entz√ľndeten Schleimh√§uten, des Kehlkopfes, der Luftr√∂hre und der Bronchien.
    Koche f√ľr deinen Hund entweder aus den Einzelkr√§utern oder aus einer Kr√§utermischung einen Tee und lasse ihn abk√ľhlen.

    Mindestens 3-mal t√§glich solltest du deinem Hund etwas von dem Tee anbieten oder ihn √ľber eine Spritze ohne Nadel deinem Hund direkt ins Maul geben.

  2. Fenchelhonig

    Fenchelhonig beruhigt die Schleimh√§ute und lindert sowohl Schmerzen, als auch Entz√ľndungen im Rachenbereich.

    Achtung
    An Welpen sollte Honig nicht verabreicht werden.

  3. Unterst√ľtzung durch Hom√∂opathie

    Auch mit Hilfe von hom√∂opathischen Einzel- sowie Komplexmitteln und Bachbl√ľten kann man die Symptome deines Hundes bei der Erkrankung mit dem Zwingerhusten lindern.
    Hier besprich dich mit deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker,
    denn diese Mittel m√ľssen exakt f√ľr deinen Hund und seine Symptome ausgew√§hlt werden.
    Wenn ich dich unterst√ľtzen soll, schreibe mir gerne eine Mail an lernpfote@web.de .

Fazit

Alle Fakten zum Thema ‚ÄěZwingerhusten‚Äú zusammengefa√üt

  • Der Fachbegriff f√ľr den Zwingerhusten lautet ‚Äěinfekti√∂se Tracheobronchitis‚Äú.
  • Die Haupterreger des Zwingerhustens sind Viren und Bakterien.
    Dazu gehören:
     *Canine Parainfluenzavirus
    * Canine Adenovirus
    * Canine Herpesvirus sowie
    * Bakterium: Bordetella bronchiseptica.
  • Typische Symptome bei Zwingerhusten sind:
    – bellendes, krampfartiges Husten
    – W√ľrgereiz
    – Ausfluss aus der Nase
    – Entz√ľndungen von Luftr√∂hre und Kehlkopf
  • Zwingerhusten ist hochansteckend. Die Infektion wir von Hund zu Hund, sowie zwischen Hund und Katze weitergegeben.
  • Ein √úbertragung des Zwingerhustens erfolgt √ľber ein Beschnuppern, Anhusten oder Anniesen, durch direkten Kontakt oder √ľber infizierte Gegenst√§nde.¬†
  • Sekund√§rinfektionen verschlimmern den Krankheitsverlauf.
    Folgeerkrankungen sind:
    – Mandelentz√ľndung
    – Lungenentz√ľndung
  • Symptome bei einem schweren Verlauf des Zwingerhustens sind:
    – Fieber
    – Husten mit Schleimauswurf
    – Entz√ľndungen des Rachens und der Luftr√∂hre
    – Mandelentz√ľndung
    – Bronchitis
  • Gef√§hrlich ist der Zwingerhusten besonders f√ľr:
    Рgeschwächte Tiere
    – Welpen
    – Seniorhunde

Empfehle uns gerne weiter, bleib gesund und liebe Gr√ľ√üe

deine Stephanie

 

Dieser Blogbeitrag wurde veröffentlicht am 8. September 2021.


Diesen Artikel kannst du dir auch kostenlos im Lernpfote-Podcast anhören.
Wie? Klicke HIER:
Folge 076 „Zwingerhusten beim Hunde – erkennen und behandeln“

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Quellen