Blog

10 Tipps für Weihnachten mit Hund

Worauf Hundebesitzer an Weihnachten achten sollten

 1. Der Weihnachtsbaum

„Oh Tannenbau, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter. …… .“
Der Weihnachtsbaum ist der Inbegriff des Weihnachtsfestes.
Erst mit den brennenden Lichtern am Tannenbaum, breitet sich die festliche Stimmung im Weihnachtszimmer aus.
Hundehaltern fällt es schwer darauf zu verzichten.

Ein geschmückter Tannenbaum ist wunderschön, für dein Tier kann er aber gefährlich werden.
Vielfach wird der Baum auch in einen Christbaumständer mit Wasser gestellt,
um ihn länger frisch zu halten.
Der Weihnachtsbaum gibt ätherische Öle in das Wasser, für den Hund gefährliche Stoffe.
Gleiches gilt für die Tannennadeln.

 

Die ätherischen Öle der Tannennadeln führen zu Reizungen des Magen-Darm-Traktes.
Knabbert er die Zweige des Christbaumes an, kann er sich mit den Nadeln, 
Mund, Rachen und die Speiseröhre gefährlich verletzten.
Gerade die Nadeln der Fichte und Blautanne sind sehr spitz.
Hunde verdauen die Nadeln nicht.
Es besteht die Gefahr einer Verstopfung bis zum Darmverschluss.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Lasse deinen Hund nicht unbeobachtet im Weihnachtszimmer.
Damit der Baum sicher steht, benutze einen schweren Baumständer.
Binde ihn zusätzlich an, um den Weihnachtsbaum vor dem Umfallen zu sichern.
Gerade lebhafte, junge und neugierige Hunde haben noch einen großen Erkundungsdrang und bedürfen eines besonderen Schutzes.
Sorge dafür, dass dein Hund kein Wasser aus dem Baumständer trinkt und 
nicht an den Ästen des Baumes knabbert.
Stellst du Tannenzweige in Vasen auf, gelten hier die gleichen Vorsichtsmaßnahmen.
Stelle sie außer Reichweite deines Vierbeiners auf.

2. Pflanzliche Weihnachtsdekoration

Die Blätter, des wunderbar blühenden Weihnachtssterns sind für Hunde giftig.
Ebenso viele andere Zimmerpflanzen, wie die Mistel, die Amaryllis, das Einblatt und die Stechpalme.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Dein Hund ist in großer Gefahr, wenn er Zimmerpflanzen aus Neugier anknabbert.
Stelle sie grundsätzlich außerhalb seiner Reichweite auf.
Informiere dich, bevor du eine Pflanze anschaffst, ob sie eine Gefahr für deinen Hund darstellt.
Im Zweifelsfalle nimm lieber Abstand von einem Kauf.

3. Weihnachtskugeln und andere Weihnachtsdekorationen

Bunte Weihnachtskugeln fehlen an keinem Tannenbaum.
In ihnen bricht sich das Licht der Kerzen und sie verzaubern uns durch ihr Glitzern.
Für Hunde bergen Glaskugeln und -schmuck eine große Gefahr.
Sie halten die glitzernden Kugel für interessantes Spielzeug.

Diese hübschen Bälle sind für Hunde eine wirkliche Verlockung.
Die Gefahr geht nicht nur von der zersplitternden Kugel aus,
wenn dein Hund sie von den unteren Zweigen pflückt und sie fallen läßt.
Die Gefahr ist noch viel größer, wenn der Hund auf das vermeintlich hübsche Bällchen beißt,
– die Kugel zerbricht und er beginnt darauf herumzukauen.

Plötzlich hat er den Fang voller Scherben und es kommt zu schweren Verletzungen im Maul- und Rachenraum.
Schluckt er die feinen Glassplitter ab, können auch im Magen- und Darm-Trakt schwere Schnittverletzungen entstehen.

An Weihnachtsdekoration aus Kunststoff oder Blech, kann sich dein Hund ebenfalls im Maul- und Rachenraum verletzen,
wenn er sie zerkaut.

 

Schluckt der Hund diese Art der Weihnachtsdekoration ab,
verwundet er wohlmöglich seinen Magen- und Darm-Trakt.

Heute noch schmückt man den Tannenbaum mit Lametta oder Engelshaar.
Wegen der schönen Erinnerungen an die Kindheit.
Es kommt heute noch vor, dass Lametta bleihaltig ist.
Damit ist es für deine Fellnase, hoch giftig.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Verwende lieber Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien.
Es gibt wunderschöne Schmuckanhänger aus Holz, Filz, Ton oder Stroh.
Stelle und hänge die Accessoires, für deinen Vierbeine, unerreichbar auf.

4. Kerzen und Teelichter

Kerzenlicht ist für uns Menschen der Inbegriff von Gemütlichkeit und Behaglichkeit.
Auch auf unsere Hunde üben Kerzenflammen eine Faszination aus.
Auch wenn Tiere, eine natürliche Furcht vor Feuer haben.

Hat der Hund an der Flamme geschnüffelt und versengt er sich nur die Barthaare,
ist er noch glimpflich davon gekommen.
Durch seine Neugierde kann er sich auch seine Hundenase verbrennen.
Schnell fegt ein wedelnder Schwanz die Kerze auch vom Sofatisch herunter.
Achtung: Dies kann einen Wohnungsbrand zur Folge haben.
Schwer verbrennen, kann sich der Hund nicht nur an der Flamme,
sondern auch durch den flüssigen Kerzenwachs.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Zünde Kerzen und Teelichter nur an und lasse sie brennen, wenn du dabei bist.
Verwende in einem Haushalt mit Hunden oder anderen Tieren,
grundsätzlich Lichterketten am Weihnachtsbaum und keine echten Kerzen.
Sorge bei elektrischen Lichterketten dafür, dass dein Hund sie nicht anknabbert.
Hilfreich ist für elektrische Leitungen ein Mader-Schutz*.
Dies ist ein flexibles Wellenrohr, mit einem Schlitz, in das du das Elektro-Kabel hineindrückst.
So ist es durch das Wellenrohr komplett umhüllt und kann vom Hund nicht mehr angeknabbert werden.

5. Geschenkverpackungen

Geschenkpapier, Schleifen und Bänder sind für Hunde kein wunderbares Spielzeug.
In dünnen Geschenkbändern können sich die Tiere verheddern und sich strangulieren.
Dein Hund sieht in den Bändern gerne ein Spielzeug.
Sie nehmen sie ins Maul und ziehen daran. Möglicherweise verschlucken sie Teile davon, weil sie sie abkauen. Dies kann zu einem Darmverschluss führen.
Richtig gefährlich ist es, wenn der Hund aus Versehen den Anfang eines Bandes verschluckt.
Jetzt wird der Hund den Anfang nicht mehr los und frisst aus lauter Verzweiflung auch noch den Rest. Ab einer gewissen Länge des Bandes, wird es im Darm nicht mehr weiter transportiert und führt zu einem Darmverschluss.
Ebenso ist es mit dem Verschlucken von Geschenkschleifen.
Sie können im Magen hängen bleiben.

 

Der Hund erbricht unberechenbar und kann keinen Kot mehr absetzen.
Achtung: Dies ist lebensgefährlich!
Verschluckt der Hund Geschenkpapier, kommt es häufig zu Verdauungsstörungen und sogar zu Vergiftungen.
Auch Plastiktüten können für den Hund lebensgefährlich werden.
Er erstickt, wenn er in sie hineinkriecht oder sie sich über seinen Fang und Kopf stülpt.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Lasse deinen Hund im Weihnachtszimmer nicht unbeaufsichtigt.
Lagere deine Weihnachtsgeschenke nicht auf dem Boden.
Der Hund kommt dort problemlos an sie heran und kann sich in aller Ruhe mit ihnen beschäftigen.
Stelle sie an einen Platz außerhalb seiner Reichweite.
Wird ein Geschenk ausgepackt, achte sorgfältig darauf, Papier, Schleifen und Bänder sofort einzusammeln.
Hier kann jeder mithelfen!

6. Duftöle und Schneespray

Mit Duftkerzen und Duftlampen, zieht die vorweihnachtliche Stimmung auch in die Wohnung ein.
Doch der Hund, mit seiner feinen Nase, reagiert ausgesprochen empfindlich auf die verwendeten ätherischen Öle.
Es kann bei ihm zu Reaktionen der Atemwege kommen.
Er reagiert mit Atemnot bis hin zu Erstickungsanfällen.
Probiert der Hund das Öl, kommt es zu Problemen des Magen-und Darmtraktes.

Künstliche, weiße Flocken aus der Spraydose, sind sehr beliebt.
Zur Weihnachts- und Winterzeit sieht man auf den Fensterscheiben, häufig weiße Sterne und Schneeflocken.
Schneespray ist eine giftige Substanz.
Sogar Greenpeace warnt vor dem Einsatz dieser Sprays!
Schneespray ist für Hunde giftig.
Die Schneesprays enthalten diverse Substanzen, die Krebs erregend sind.

 

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Verwende keine Duftkerzen oder Duftöle.
Spicke eine Bio-Orange mit getrockneten Nelken.
Du erhältst einen weihnachtlichen Duft, aus natürlichen Aromen.
Setzte deinen Hund keinen unnötigen Risiken durch das Benutzen von Schneespray aus.

7. Weihnachtsessen

Früher fütterten wir unsere Haustiere noch mit Essensresten.

Heute wissen wir, dass dies äußerst ungesund für unsere Vierbeiner ist.
Das Abrunden der Speisen mit Gewürzen und der hohe Salzgehalt, überfordert den Organismus unseres Hundes.
Bei vielen ist die gebratene Gans oder Pute, als Weihnachtsessen sehr beliebt.
Hitze, läßt Knochen jedoch porös und brüchig werden. Sie splittern dann leicht.
Besonders gefährlich sind die Röhrenknochen von Geflügel.
Der Hund kann sich an den scharfkantigen und splitternden Knochenstücken
den Maul- und Rachenraum verletzen.
Die Splitter können ebenso im Magen- und Darm-Trakt steckenbleiben.

Probleme machen dem Hund auch andere Knochen.
Schluckt er große Knochenstücke ab, können diese im Darm stecken bleiben.
Auch der Kotabsatz kann dem Hund später schmerzhafte Probleme bereiten.
Knochen haben eine stopfende Wirkung.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Bereite für deinen Hund, ein für ihn ausgewogenes und schmackhaftes Essen zu.
Für ihn muss es kein extra Weihnachtsmenü sein.
Möchtest du ihn verwöhnen, gibt es im Fachgeschäft genügend Auswahl
an Kauartikeln, die für ihn ungefährlich sind.
Hier bieten sich getrocknete Schweineohren, Ochsenziemer oder Kauknochen an.

8. Schokolade, Nüsse & Co.

Bei uns Menschen heißt es: „Schokolade macht glücklich.“
Zu Weihnachten ist das Angebot an Schokolade, Gebäck und Pralinen schier unermesslich.

Bei unserem Hund ist bei Schokolade, besondere Vorsicht geboten.
Bei ihm führen schon „kleinere“ Mengen Schokolade zu Vergiftungen.
Schuld ist das in der Schokolade beziehungsweise in der Kakaobohne enthaltene Theobromin.
Je höher der Kakaogehalt, desto mehr Theobromin.

In Bitterschokolade ist somit mehr von diesem Stoff enthalten, als in Weißer Schokolade.

 

Der Hund kann Theobromin nicht verstoffwechseln.
Es kommt zu einer Überstimulation des Nervensystems.

Die Folgen sind:

  • Unruhe
  • Übelkeit
  • Krämpfen,
  • Durchfall
  • Fieber
  • sowie Herzrasen bis zum Tod des Hundes.

Für einen kleinen Hund, kann eine gegessene Tafel „Bitterschokolade“ zum Tode führen.

Auch Macadamia-Nüsse sind in größeren Mengen für unseren Hund giftig.
Sei ebenso vorsichtig, mit Walnüssen.
Auf ihren Schalen, siedeln häufig Pilze.
Toxisch wirken sie, wenn du die Nüsse knackst und er die Schale verschluckt.

 

 

Auch das Fressen von Rosinen und Weintrauben, kann für Hunde gefährlich sein.
Zur Zeit wird erforscht, was an diesen Früchten bei Hunden die Vergiftungen auslösen.
Es scheint nicht an der Belastung durch eventuelle Spritzmittel zu liegen.

Um über die Feiertage Kalorien zu sparen, greifen immer mehr Menschen zu Diätprodukten.
Auch die Low-Carb-Weihnachtsbäckerei findet immer mehr Zuspruch.
Um Kalorien einzusparen, verwendet die Lebensmittelindustrie hier sogenannte Zuckeraustauschstoffe.
Du findest sie auch in Diabtikerprodukten.
Die Süßkraft dieser Zuckeraustauschstoffe ist ähnlich dem des Haushaltszuckers.
Bekannte Stoffe sind: Sorbit, Isomalt, Fructose, Inulin, Maissirup und Xylit.
Xylit, auch Birkenzucker genannt, ist dabei eine noch unbekannte Gefahr für Hunde.
Für den Menschen ist dieser künstliche Süßstoff, ungefährlich.
Doch für Hunde führt Xylit schon innerhalb von 10 bis 30 Minuten nach dem Verzehr, zu einem starken Anstieg des Insulins im Blut.
Die Insulinausschüttung sorgt für einen rasanten Abfall des Blutzuckerspiegel beim Hund.
Das kann schnell lebensbedrohlich werden.

Schon 0.1g Xylit, pro Kilogramm Körpergewicht deines Hundes kann eine Vergiftung hervorrufen.
Bei 3 – 4 g Xylit, pro Kilogramm Körpergewicht eines Hundes, kann eine tödliche Gefahr erreicht sein.
Dies ist ein Richtwert und hängt individuell vom Hund ab, wie gut er Xylit verstoffwechselt.

Das würde für meine Labrodaro-Hündin Lina, mit ihren 20 Kilogramm Körpergewicht bedeuten:
2 Kaugummis könnten bei ihr eine schwere Vergiftung verursachen, natürlich abhängig vom Xylit-Gehalt im Kaugummi. Doch an dieser Dosis könnte Lina sterben.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Dein Weihnachtsteller, mit all den süßen Köstlichkeiten, hat nichts in der Reichweite deines Hundes zu suchen.
Bewahre die Süßigkeiten so auf, dass dein Hund sie nicht stibitzen kann.
Das heißt auch, verwende Schokolade nicht als Baumschmuck.

9. Geschenke

Weihnachten steht vor der Tür.
Unsere Vorfreude ist groß.

Was wäre Weihnachten ohne Geschenke für unsere Lieben.
Lina wird von mir auch überrascht und bekommt ein Geschenk.
Für sie gibt es ein neues Kuscheltier und einen extra Kauknochen.

Ein schönes Geschenk ist auch der Futterball oder Futterkong.
Mit ihm kann sich der Hund beschäftigen.
Der Hund stupst den Futterball an.
Er dreht sich und verliert kleinere Mengen Futter.
Sehr zur Freude deines Vierbeiners.
Ebenso sinnvoll, sind Kau- und Zerrspielzeuge.

Dein Pfoten-Tool-Tipp:

Das schönste Geschenk für deinen Hund bleibt, die gemeinsame Spiel- und Schmusezeit.
Plane in der Vorbereitungszeit und bei allem Weihnachtsstress genügend Zeit mit deinen Hund ein.

10. Der Notfall 

Beuge für die Feiertage vor.
Sollte dein Hund krank sein oder sich verletzen, weißt du sofort was zu tun ist.
Spreche mit deinem Tierarzt, ob er an den Feiertagen erreichbar ist.

Lege dir folgende Telefonnummern und Adressen auf jeden Fall zurecht:

  • Tierärztlicher Wochenend-Notdienst
  • Die nächste erreichbare Tierklinik mit 24-Stunden-Notdienst
  • Telefonnummer des Giftnotrufs
  • Telefonnummer eines Taxiunternehmens, dass Tiere im Notfall transportiert.

Hier findest du entsprechende Vordrucke, zum Herunterladen und Ausdrucken:
Bitte einfach anklicken:

  1. Auflistung der Vitalwerte des Hundes (PDF zum Download)
  2. Inhalt einer Erste-Hilfe-Tasche (PDF zum Download)
  3. Vordruck einer Liste für deine Tierärzte mit tierärztlichem Notdienst (PDF zum Download)
  4. Vordruck einer Stichwortliste für dein Telefongespräch mit dem Tierarzt bei einem Notfall (PDF zum Download)

Außerdem könnten dich auch diese Blog-Beiträge und Podcast-Folgen interessieren:

Klicke auf den entsprechenden Blog-Artikel:
* Erste Hilfe am Hund – Grundlagen
* Erste Hilfe am Hund – Sofortmaßnahmen

Klicke auf die entsprechende Podcast-Folge:
* 016: Erste Hilfe am Hund – Grundlagen
* 017: Erste Hilfe am Hund – Sofortmaßnahmen Teil 1
* 018: Erste Hilfe am Hund – Sofortmaßnahmen Teil 2

Ich hoffe, ich konnte dir die Gefahren für deinen Hund, rund um das Weihnachtsfest bewußt machen.
Mit einem geschärften Blick, kannst du entsprechend vorsorgen.
So steht einem entspannten und fröhlichen Fest, für euch beide, nichts mehr im Wege.

In diesem Sinne wünsche ich dir und deinem Hund
eine schöne Vorweihnachtszeit und ein frohes Weihnachtsfest!

deine Stephanie


Diesen Artikel kannst du dir auch kostenlos im Lernpfote-Podcast anhören.

Wie? Klicke einfachHier„, für die Folge 031: „10 Tipps für Weihnachten mit Hund“.

Im Podcast erscheinen regelmäßig neue Themen rund um den Hund.

Am besten abonnierst du ihn jetzt gleich, um keine Folge zu verpassen.

 

* Bei diesen Links, handelt es sich um einen Empfehlungslink.
Das bedeutet, dass Du keinen Cent extra bezahlst,
die Lernpfote jedoch eine Kommission erhält,
falls Du dich für den Kauf über diesen Link entscheidest.